»Damit wir uns selber besser verstehen können.«

auxlese #01 | Matthias Ferber, Kunstförderpreis-Juror in der Sparte Literatur, Autor und Herausgeber zu Gast beim literarischen Questionnaire. Am Donnerstag, 4. August, ist Ferber Diskutant beim Literarischen Sommersalon.

Matthias Ferber (55) ist Juror beim Kunstförderpreis der Stadt Augsburg in der Sparte Literatur, außerdem ist er tätig als Herausgeber und Autor (u.a. context Verlag, Lit Verlag, Kunstverlag Josef Fink), insbesondere zu den Alten Sprachen und zur Geschichte Augsburgs. Der in Augsburg wohnende Gymnasiallehrer für Griechisch, Latein, Deutsch und Theater führt regelmäßig Literaturprojekte mit Schülerinnen und Schülern durch. Am Donnerstag, 4. August (19:30 Uhr), ist Matthias Ferber Gast beim Literarischen Sommersalon im Brunnenhof, wo er über Die Diplomatin von Lucy Fricke sprechen wird.

In Folge 1 der neuen Serie auxlese beantwortet Matthias Ferber die Fragen des literarischen auxlitera-Questionnaires.


AUXLESE:
das literarische Questionnaire
#01: mit Matthias Ferber

Welche Autorin oder welchen Autor würden Sie gerne einmal persönlich kennenlernen? Und wenn Sie ihn/sie zu sich zum Dinner einladen, was würden Sie ihm/ihr kochen?
Der Mann heißt Georg Mader (1874-1921), geboren in Zusamzell, Postsekretär in Augsburg, der in aller Einfachheit faszinierende schwäbische Mundartgedichte geschrieben hat. Zum Essen gibt’s Apfelspätzla mit Zucker und Zimt.

Was ist das kostbarste oder teuerste Buch, das Sie besitzen?
Das Nibelungenlied in Leder gebunden von 1923, nichts Exorbitantes, aber sehr schön.

Welches Buch lesen Sie zur Zeit?
Der längste Tag im Leben des Pedro Fernández García von Moritz Rinke.

Welches Buch ist vollkommen zerfleddert, kaputt und längst in neuer Auflage erhältlich und Sie werfen es trotzdem nicht weg?
Eine Schulausgabe der Apologie des Sokrates, deren persönliche Eintragungen unersetzlich sind.

Haben Sie einen Lieblingsverlag oder gibt es einen Verlag, von dem Sie denken, dass er ein bemerkenswertes Portfolio hat?
Mir gefällt die Art des Büchergestaltens bei der Büchergilde Gutenberg ausgesprochen gut.

Welche Literaturveranstaltung, der Sie beiwohnten, war bisher die denkwürdigste, seltsamste oder eindrücklichste?
Da irrlichtert eine bizarre Autorenbegegnung zwischen Schülern und dem Österreicher Franzobel in meiner Erinnerung.

Bei welchem Buch ist es Ihnen etwas peinlich, es gelesen und für gut befunden zu haben?
Das ist mir tatsächlich nicht widerfahren, eher umgekehrt. Kafka ist mir im Studium noch sehr schwer gefallen, während er mir mittlerweile schwer gefällt.

Welche/n Augsburger Nicht-Literaten/in würden Sie gerne einmal als Gesprächsteilnehmer beim Literarischen Quartett oder als Jury-Mitglied des Bachmann-Preises sehen?
Den Gedanken empfinde ich als unzugänglich. Mir würde eine Literatursendung mit Hausmeistern oder Taxifahrern gefallen.

Mit welcher Autorin, welchem Autor möchten Sie auf keinen Fall im Aufzug stecken bleiben?
Ich würde gerne mit Georg Büchner im Aufzug stecken bleiben!

Matthias Ferber


Wohnort: Augsburg-Innenstadt
Alter: 55 Jahre
Geboren in: Augsburg

Beruf: Gymnasiallehrer für Griechisch, Latein, Deutsch und Theater

Thema der Abschlussarbeit im Studium:
»Gastlichkeit in Homers Odyssee: Strukturelement und Zivilisiertheitsmerkmal
«
Thema der schulischen Facharbeit:
»Auswertung einer deutschen Literaturgeschichte aus den 1770er Jahren«

Juror beim Kunstförderpreis der Stadt Augsburg in der Sparte Literatur • Autor • Herausgeber

Welches Buch besitzen Sie mehrmals?
Büchners Woyzeck, Kafkas Verwandlung, Goethes Faust, Homer, Platon, Sophokles, Cicero …

Von welchem Autor haben Sie die meisten Bücher im Regal?
Platon, Cicero, Goethe, Fontane, Friedrich Christian Delius …

Gibt es Werke, die Sie in Fremdsprache gelesen haben?
Die antiken Klassiker, deren Sprachen mir gut vertraut sind.

Wo, wann, wie oft und wie lesen Sie? Haben Sie eine bestimmte Eigenart beim Lesen?
Gelesen wird täglich, bevorzugt im Liegen. Im Sitzen gehören Bücher und Schwarzer Tee zusammen.

Welches Buch sollte jeder gelesen haben?
Goethes Faust sollte jede und jeder kennen, lesen sollte man ihn freilich unter Anleitung und gedanklichem Austausch mit anderen Lesern.

Mein Lieblingsgedicht:
Reisen von Gottfried Benn und Die Kraniche des Ibykus von Friedrich Schiller

Welche literarische Figur würden Sie gerne heiraten?
Ganz unumwunden keine.

Bei welchem Krimi-Autor (oder welchem Ermittler in der Krimi-Literatur) wären Sie gerne das fiktive Mordopfer?
Krimis interessieren mich so gut wie gar nicht, ich fühle mich nicht auskunftsfähig.


Mein Verständnis
von Literatur:

Das Leben ist ein Geflecht, von verworren bis verfilzt. Literatur macht den einen oder anderen Faden sichtbar, damit wir uns selber besser verstehen können.

– Matthias Ferber –

Welche literarische Verfilmung / Vertonung / Bühneninszenierung / literarisch-musikalische Begegnung halten Sie für gelungen und hat Sie begeistert?
Die Buddenbrooks-Verfilmung von Heinrich Breloer und die Verfilmung des Englischen Patienten (Michael Ondaatje) von Anthony Minghella.

Mit Ihrer Begeisterung für welche Autorin, welchen Autor fühlen Sie sich alleine?
Ich schätze den griechischen Historiker Herodot ausgesprochen, der bis heute zu Unrecht als fabulierender Märchenerzähler abgestempelt ist.

Welchen Autor werden Sie wohl nie verstehen?
Mir ist bewusst, dass man jedes gute Buch immer nur ansatzweise erfassen kann.

Welches Buch haben Sie immer wieder abgebrochen, es sich aber fest vorgenommen, es endlich ganz zu lesen?
Wenn ich an Büchern scheitere – oder Bücher an mir –, dann war das bisher immer endgültig.

Welchen Klassiker lieben Sie?
Es sind viele: Goethe, Schiller, Fontane, Keller, Büchner, Kafka …

Gibt es ein Gedicht, ein literarisches Zitat oder eine literarische Szene, welche(s) Sie auswendig können und Ihnen im Alltag immer wieder mal durch den Kopf geht?
Reisen von Gottfried Benn mit der grandiosen Strophe: »Bahnhofstraßen und Ruen, / Boulevards, Lidos, Laan – / selbst auf den Fifth Avenuen / fällt Sie die Leere an.«

DER SCHNELL-CHECK mit Matthias Ferber:

Marcel Reich-Ranicki, Thea Dorn oder Denis Scheck?Trotz allem: Marcel Reich-Ranicki.
Goethe, Schiller oder Hölderlin?Alle drei und noch mehr.
Comic oder Graphic Novel? Comic.
Buch, E-Reader oder Hörbuch? Selbst nach vielen Experimenten: Buch!

Bei welcher Malerin oder Musikerin, welchem Maler oder Musiker hätten Sie es spannend gefunden, wenn er/sie Schriftsteller(in) geworden wäre?
Die Frage ist mir zu fiktiv. Spannender finde ich beispielsweise Gerhart Hauptmann, der als Bildhauer grandios scheiterte, bevor er die Literatur als seine Ausdrucksform entdeckte.

Welchen Autor, welche Autorin aus Augsburg und Region schätzen Sie?
Das ist fraglos Bert Brecht.

Welche/r Augsburger/in, der/die kein Schriftsteller ist, sollte einmal ein Buch oder einen Gedichtband schreiben? Wie sollte der Titel des Werks sein?
Der Bademeister vom Plärrerbad sollte Gedichte schreiben unter dem Titel Vom Beckenrand aus.

Was würden Sie Bert Brecht fragen, wenn er heute an Ihrer Haustüre klingelt?
»Hättest du Lust, gleich einmal ein paar Gedichte einzulesen? Wir brauchen mehr O-Ton von dir!«

Was vermissen Sie in Augsburg als Literatur- und Buchfreund?
Der Literaturbetrieb hat durchaus etwas zu bieten. Wünschen würde ich mir mehr Regionalliteratur, dazu als Kulturfreund ein Römisches Museum, ein Schwäbisches Architekturmuseum, ein Museum zur Augsburger Buchdruckerkunst, ein Deutsches Zeitungsmuseum, mehr aufbereitete Stadtgeschichte im Stadtraum – gerade auch für Gäste, einen sanierten Perlachturm, kulturelle Fördertöpfe und Mäzenatentum …

Fragen: Martin Schmidt | auxlitera

Hier auxlitera-Newsletter abonnieren:

Sie erhalten etwa je Woche 1 E-Mail mit einem Nachrichtenüberblick.
Sie können diese Benachrichtung jederzeit abbestellen.
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben oder für andere Zwecke verwendet. Unsere Datenschutz-Erklärung finden Sie hier.

Aelium Augustum.

Der Band »Das römische Augsburg« gibt ein Forschungs-Update. Die Autoren stammen aus Augsburg und München.

Das römische Augsburg. Militärplatz, Provinzhauptstadt, Handelsmetropole (wbg Philipp von Zabern) ist ein neuer Band zum römischen Augsburg, der als überfällig gelten darf: Zum einen liegt die letzte Studie mit dem Veröffentlichungsjahr 1985 über 35 Jahre zurück, zum anderen ergänzt der 2021 bekannt gemachte Neufund von über 5500 römischen Silbermünzen das Spektrum herausragender Zeugnisse aus der Römerzeit. Auch wurden durch die Stadtärchäologie, eingerichtet 1978, weitere zahlreiche Neufunde getätigt. Sie führten zu neuen Erkenntnisse zu innerstädtischer Topographie, Siedlungsentwicklung, Handelsnetz und Warenströmen.

Entsprechend kann der Band ein Gesamtbild des römischen Augsburgs zeichnen. Die Autoren berichten aus erster Hand über spekatukläre Entdeckungen, entwerfen ein Gesamtbild der antien Stadt und rekonstruieren das Leben der ersten Augsburger. Nicht nur die spektakulären Münzfunde, auch Inschriften oder gut erhaltene Militärausrüstung zeugen von der Präsenz der Römer in Süddeutschland. Sie alle finden Platz in diesem reich illustrierten Sammelband. Die Beiträge zur Stadtgeschichte des antiken Augsburgs zeichnen Augsburg als eine unterschätzte Provinzhauptstadt, begleitet von hochqualitativem Bild- und Kartenmaterial. Für mehr als vier Jahrhunderte gehörte Augsburg zu den wichtigsten römischen Städten in Deutschland. Die neuesten Funde und ihre Analyse belegen: Als Hauptstadt der römischen Provinz Raetien war Augsburg nicht nur ein einfacher militärischer Stützpunkt für das Imperium Romanum. Es zählte auch zu den bedeutendsten wirtschaftlichen Zentren jenseits der Alpen.

Die Herausgeber sind der Leiter der Stadtarchäologie Augsburgs, Dr. Sebastian Gairhos, Dr. Andreas Hartmann (Universität Augsburg, Lehrstuhl für Alte Geschichte), Prof. Dr. Gregor Weber ist Ordinarius für Alte Geschichte an der Universität Augsburg, Ordinarius für Alte Geschichte und Salvatore Ortisi, Professor für Provinzialrömische Archäologie an der Universität München.



Sebastian Gairhos, Andreas Hartmann, Salvatore Ortisi, Gregor Weber:
Das römische Augsburg. Militärplatz, Provinzhauptstadt, Handelsmetropole.
Reihe »Zaberns Bildbände zur Archäologie«
168 Seiten, etwa 150 farb. Abbildungen, Fadenheftung, gebunden mit Schutzumschlag.
wbg Philipp von Zabern, Darmstadt 2022
Format: 24 x 30 cm,
ISBN 978-3-8053-5340-3

Hier auxlitera-Newsletter abonnieren:

Sie erhalten etwa je Woche 1 E-Mail mit einem Nachrichtenüberblick.
Sie können diese Benachrichtung jederzeit abbestellen.
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben oder für andere Zwecke verwendet. Unsere Datenschutz-Erklärung finden Sie hier.

Ein Sommer-Bücherabend

Für Donnerstag, 4. August, lädt der Literarische Sommersalon in den Brunnenhof: Neue Bücher im Leselupen-Visier.

Nach dem Friedensfest-Special im »Taubenschlag« folgt nun die nächste reguläre Runde des beliebten Büchertalks, veranstaltet von der Buchhandlung am Obstmarkt. Wie immer diskutieren Kulturschaffende, Journalisten, Autoren und Leser über aktuelle Neuerscheinungen und reden über das Lesen. Dabei stellen die Diskutanten auch ihre persönlichen Buch-Tipps für den Reise-Koffer vor.

Dieses Mal – Donnerstag, 4. August, 19:30 Uhr – sind mit dabei: Matthias Ferber (Jury-Mitglied Kunstförderpreis und Gast der aktuellen Folge des auxlitera-Questionnaires auxlese), Iris Steiner (Herausgeberin Opernmagazin Orpheus) und Michael Schreiner (Fotograf, Flaneur). Moderation: Kurt Idrizovic, Buchhandlung am Obstmarkt.

Matthias Ferber wird Die Diplomatin von Lucy Fricke, Michael Schreiner hat Ein Sommer in Niendorf von Heinz Strunk im Gepäck.

Einlass ab 18.30 Uhr | Eintritt: 12 Euro | Vorverkauf: Buchhandlung am Obstmarkt + reservix.de


Matthias Ferber,
Gast beim Literarischen Sommersalon, HIER im auxlitera-Questionnaire auxlese.

Hier auxlitera-Newsletter abonnieren:

Sie erhalten etwa je Woche 1 E-Mail mit einem Nachrichtenüberblick.
Sie können diese Benachrichtung jederzeit abbestellen.
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben oder für andere Zwecke verwendet. Unsere Datenschutz-Erklärung finden Sie hier.

Bücherbus und Stadtteilbib Haunstetten in Sommerpause

Der Bücherbus der Stadtbücherei geht vom 1. bis 19. August, in die Sommerpause. Ab Montag, 22. August fährt dieser wieder gewohnt nach Fahrplan. Weitere Informationen hierzu gibt es unter: augsburg.de/buecherbus.

Die Stadtteilbücherei Haunstetten ist vom 8. bis 19. August geschlossen. Am Montag, 22. August, ist diese wieder zu den gewohnten Zeiten geöffnet. Weiter Informationen hierzu gibt es unter: stadtbuecherei.augsburg.de/sb-aktuelles.

[pm | Foto: Stadt Augsburg]

Hier auxlitera-Newsletter abonnieren:

Sie erhalten etwa je Woche 1 E-Mail mit einem Nachrichtenüberblick.
Sie können diese Benachrichtung jederzeit abbestellen.
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben oder für andere Zwecke verwendet. Unsere Datenschutz-Erklärung finden Sie hier.

2.000 Bücher für ukrainische Kinder in Augsburg

Initiative »Bücher ohne Grenzen«: BRLV übergibt 2.000 ukrainische Kinderbücher an Ukrainischen Verein Augsburg in der Stadtbücherei

Im Rahmen der Initiative Bücher ohne Grenzen hat der Bayerische Realschullehrerverband (BRLV) 2.000 ukrainische Kinderbücher nachgedruckt und dem Ukrainischen Verein Augsburg als Spende überreicht. Damit möglichst viele ukrainische Kinder Zugang zu den Büchern erhalten, übernimmt der Verein die Koordination und Verteilung der Bücher an ukrainische Samstagsschulen, Bibliotheken und weitere Bildungseinrichtungen.

Aufgrund der großflächigen Zerstörung der Stadt Charkiw, dem Druckerei- und Verlagszentrum im Nordosten der Ukraine, sei die Beschaffung ukrainischer Kinderbücher massiv beeinträchtigt, erklärt die Vorsitzende des Ukrainischen Vereins Augsburg, Dr. Olena Yaremko. »Der Bedarf an Büchern ist enorm, mittlerweile besuchen über 200 Kinder unsere Augsburger Samstagsschule. Für die Unterstützung des Bayerischen Realschullehrerverbands bedanken wir uns herzlich, ebenso für die Berichterstattung der Presse, die auf die weiterhin dramatische Situation meiner Landsleute aufmerksam macht«, so Dr. Yaremko weiter.

Tanja Fottner, Leiterin der Stadtbücherei Augsburg möchte bei der Übergabe der Buchspende ein wichtiges Signal senden: »Wir freuen uns, dass die Stadtbücherei als Ort für die Übergabe der Buchspende dienen kann. Uns ist es ein großes Anliegen, dass sich Menschen aus der Ukraine in Augsburg willkommen fühlen. In der Stadtbücherei erhalten sie einen kostenlosen Büchereiausweis und finden einen umfassenden Medienbestand vor, z.B. zum Deutschlernen. Für Kinder und Familien bieten wir eine Vielfalt an Medien und Veranstaltungen zur Sprach- und Leseförderung. Mit der Buchspende leistet der Bayerische Realschullehrerverband einen wichtigen Beitrag zur Förderung der ukrainischen Muttersprache.«

Das Projekt Bücher ohne Grenzen findet unter der Schirmherrschaft der First Lady der Ukraine Olena Selenska statt. Das Projekt wird vom Ukrainischen Buch-Institut, dem Ministerium für Kultur und Informationspolitik der Ukraine, dem Außenministerium der Ukraine in Kooperation mit ukrainischen VerlegerInnen umgesetzt, die die Druckrechte kostenlos zur Verfügung gestellt haben.

[pm / msc]

Hier auxlitera-Newsletter abonnieren:

Sie erhalten etwa je Woche 1 E-Mail mit einem Nachrichtenüberblick.
Sie können diese Benachrichtung jederzeit abbestellen.
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben oder für andere Zwecke verwendet. Unsere Datenschutz-Erklärung finden Sie hier.

Der Literarische Extra-Salon: Die Literatur – ein Taubenschlag

Am Sonntag, 31. Juli, ist der Literarische Salon im Rahmen des Augsburger Friedensfests auf der »Taubenschlag«-Bühne zu Gast.

Das unter der Ägide von Kulturvermittler und Buchhändler Kurt Idrizovic (Buchhandlung am Obstmarkt) Special begrüßt als literarischer Diskutanten die Künstlerin Simone Bwalya, Daniela Hungbaur von der Augsburger Allgemeinen und Marketingfrau Sabine Sirach. Es moderiert: Dirk von Gehlen (Wirtschaftsberater). Auf dem Willy-Brandt-Platz vor der City-Galerie diskutieren die Gäste über aktuelle Neuerscheinungen, reden über das Lesen in der Nach-Coronazeit und stellen wie ihre persönlichen Buch-Tipps für den Reise-Koffer vor.
>> Tickets

Hier auxlitera-Newsletter abonnieren:

Sie erhalten etwa je Woche 1 E-Mail mit einem Nachrichtenüberblick.
Sie können diese Benachrichtung jederzeit abbestellen.
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben oder für andere Zwecke verwendet. Unsere Datenschutz-Erklärung finden Sie hier.

13 Originale im Priestergewand

Den Ziegen predigen, Kartenspielen, Grablieder dichten: Prälat Ludwig Gschwind portraitiert 13 einstige Pfarrer der Region.

Das Büchlein Jeder Mensch ist ein Original. Das gilt auch für Pfarrer, erschienen bei der katholischen fe-Medienverlagsgesellschaft in Kisslegg, portraitiert 13 Originale im Priestergewand. Der Autor, Prälat Ludwig Gschwind, aufgewachsen in Nördlingen im Bistum Augsburg, widmet sich bei seiner Entdeckungsreise besonders dem eigenen Bistum, der Blick fällt aber auch in die Diözese Leitmeritz, nach Passau oder nach Waakirchen.

Dabei begegnen der Leserschaft unter anderem ein Doktor der Theologie, der den Ziegen predigte und der bei 34 Grad Minus begraben wurde, ein Pfarrer der Freude daran fand, Grablieder zu dichten und ein anderer, der mehr konnte als seiner Leidenschaft, dem Kartenspielen, nachzugehen. An Augsburger Regionslolorit findet sich einiges: Da ist Max Rimmele (1875 – 1951), Wallfahrtsdirektor in Herrgottsruh bei Friedberg, die in Augsburg geborenen Pfarrer Dr. Max Müller (1876 – 1963, tätig in Munningen) und Bruno Feß (Pfarrer im Dekanat Pfaffenhofen/Ilm) und der »Staudenbischof« Franz Sales Baur (1852 – 1942), der in Mickhausen tätig war. Zu hören gibt es auch über den aus Aichach stammende Pfarrer Ernst Bußigel (188 – 1968, tätig in Edelstetten), Wilhelm Schönmetzler (1912 – 2013, Kaplansjahre in Augsburg) und natürlich Pfarrer Johann Babtist Fischer (1901 – 1972), Sohn des damaligen Bürgermeisters von Häder/Dinkelscherben.

Von all diesen und anderen Originalen im Priestergewand erfährt man in Anekdoten und Erzählungen. Prälat Ludwig Gschwind, selbst Dekan und Landpfarrer von Ursberg in Mindelzell und Dekan im Dekanat Krumbach, freut sich, weitere Originale zu entdecken. Kontakt: Prälat Ludwig Gschwind, Hl. Kreuz Str. 1, 86513 Ursberg.

Ludwig Gschwind: Aufgewachsen in Nördlingen, Studium der Theologie und Philosophie an der Hochschule der Diözese in Dillingen an der Donau. 1968 Priesterweihe, Kaplan in Augsburg und Weißenhorn, Pfarrer in Balzhausen und Mindelzell. Seit 1985 ist Ludwig Gschwind Dekan im Dekanat Krumbach. Veröffentlichungen im Sankt Ulrich Verlag Augsburg und Referent bie der Theologischen Sommerakademie Augsburg.



Ludwig Gschwind: Jeder Mensch ist ein Original. Das gilt auch für Pfarrer.
72 Seiten, Paperback
fe-Medienverlagsgesellschaft, 2022
ISBN /EAN: 9783863573416

Hier auxlitera-Newsletter abonnieren:

Sie erhalten etwa je Woche 1 E-Mail mit einem Nachrichtenüberblick.
Sie können diese Benachrichtung jederzeit abbestellen.
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben oder für andere Zwecke verwendet. Unsere Datenschutz-Erklärung finden Sie hier.


Literatur, bierernst. Die Hopfenung stirbt zuletzt.

Sprengstoff Literatur: Lyrik und Kurzprosa von Gerald Fiebig auf den Etiketten des Augsburger Solidarbiers »Sprengstoff«.

»Sprengstoff« – die Bezeichnung stammt vom Eigennamen des Solidarbier-Gründers, Tobias Spreng. In der Serie Sprengstoff & Sprachkunst tragen nun die Rücketiketten auf den Bierflaschen exklusiv geschriebene Lyrik und Kürzestprosatexte; der Augsburger Lyriker und Literaturveranstalter (sowie Leiter des Kulturhaus Abraxas) Gerald Fiebig verfasste dafür sechs Gedichte bzw. Kurztexte.

2019 und 2020 war die Kollektivbrauerei Getränkelieferant (auch von alkoholfreien Getränken, die Tobias Spreng von anderen Kollektiven bezieht) der von Fiebig im Auftrag der Regio Augsburg veranstalteten Literaturreihe im Brechthaus. Die Reihe trug entsprechend den Namen Sprachkunst & Sprengstoff.

Als Dankeschön für diese Unterstützung seines Vertriebs bot Spreng Fiebig im Frühling 2022 an, eine neue Charge Sprengstoff mit Sprachkunst zu versehen. Die Text-Biere sind derzeit erhältlich im Kulturcafé Neruda (so lange Vorrat reicht.)
[pm | msc | auxlit]

Hier auxlitera-Newsletter abonnieren:

Sie erhalten etwa je Woche 1 E-Mail mit einem Nachrichtenüberblick.
Sie können diese Benachrichtung jederzeit abbestellen.
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben oder für andere Zwecke verwendet. Unsere Datenschutz-Erklärung finden Sie hier.


Sommerferien-Leseclub startet

Von 28. Juli bis 13. September heißt es für Kinder und Jugendliche der 3. bis 7. Klassen: Lesen und attraktive Preise gewinnen. Die Stadtbücherei Augsburg lädt zum bunten Rahmenprogramm mit Open-Air-Lesungen.

Am Donnerstag, 28. Juli, dem letzten Schultag, startet der Sommerferien-Leseclub in der in der Stadtbücherei und den Stadtteilbüchereien. Die Aktion richtet sich an Kinder und Jugendliche der 3. bis 7. Klassen. Für die Teilnahme an der Verlosung und den Erhalt einer Urkunde ist eine Anmeldung in einer der Büchereien erforderlich. Dies ist ab Montag, 25. Juli, in den Stadtteilbüchereien und ab Donnerstag, 28. Juli in der Stadtbücherei am Ernst-Reuter-Platz möglich. Alle Leseclub-Mitglieder sind zu einem großen Eröffnungs- und Abschlussfest eingeladen.

Bürgermeisterin und Referentin für Bildung und Migration Martina Wild: »Wer bis zum Ende der Sommerferien drei Bücher aus einer von der Stadtbücherei zusammengestellten Auswahl gelesen oder Veranstaltungen besucht hat, nimmt an einer Verlosung mit attraktiven Preisen teil. Zu gewinnen gibt es unter anderem Kletterwald-Gutscheine, Konzert- und Theaterkarten teil. Ich freue mich auf eine rege Teilnahme auch in diesen Sommerferien. Im letzten Jahr haben über 200 Kinder am. Die Aktion soll vor allem Spaß machen und die Lust am Lesen wecken.«

Die Mitgliedschaft ist kostenlos und beinhaltet einen exklusiven Zugang zu einem vielfältigen Bestand an Neuerscheinungen, der von den Freunden der Stadtbücherei Augsburg e.V. gestiftet wurde. Das Konzept des Sommerferien-Leseclubs ist bundesweit bekannt und wird an zahlreichen Bibliotheken durchgeführt. Anita Calleri, Leiterin der Kinder- und Jugendbücherei: »Unser Sommerferien-Leseclub ist so konzipiert, dass er Kinder mit unterschiedlichem Bildungshintergrund anspricht. Dazu wird es wieder ein breites Medienangebot geben, dicke Schmöker für Vielleserinnen und Vielleser sind ebenso vorgesehen wie Bücher für Wenigleserinnen und Wenigleser oder Kinder mit eingeschränkten Sprachkenntnissen. Alle sind willkommen!«

Buntes Rahmenprogramm mit Aktionen

Es wird auch ein buntes Rahmenprogramm mit Aktionen in der Bücherei geben. Auf dem Vorplatz werden Lesungen mit Liegestühlen, Limonade und namhaften Kinderbuchautorinnen und -autoren stattfinden. »Dank der Fördermittel des Deutschen Literaturfonds im Rahmen des Programms ‚Neustart Kultur‘ konnten wir auch in diesem Jahr wieder einige der prominentesten Kinderbuchautorinnen und -autoren nach Augsburg einladen. Zum Auftakt liest am 28. Juli Florian Beckerhoff. Es folgen Margit Auer, Sonja Kaiblinger und Ute Krause«, so Anita Calleri. Für die Lesungen sind unter augsburg.de/stadtbuecherei in der Rubrik Aktuelles ab sofort Anmeldelinks freigeschaltet. Der Eintritt zu allen Lesungen ist frei. Die Anmeldung ist nur für die ausgeschriebene Zielgruppe möglich.

Lesungstermine:

28. Juli, 14:30 Uhr – Eröffnungsparty: Florian Beckerhoff liest aus Nickel und Horn. Anmeldung über diesen Link.

3. August, 11 Uhr – Margit Auer liest aus Die Schule der magischen Tiere. Anmeldung über diesen Link.

• 3. August, 14:30 Uhr – Margit Auer liest aus Die Schule der magischen Tiere. Anmeldung über diesen Link.

6. September, 14:30 Uhr – Sonja Kaiblinger liest aus Scary Harry. Anmeldung über diesen Link.

• 17. September, 14:30 Uhr – Abschlussparty: Ute Krause liest aus Die Muskeltiere. Mit anschließender Verlosung der Preise. Anmeldung über diesen Link.

[pm / auxlit / msc]

Hier auxlitera-Newsletter abonnieren:

Sie erhalten etwa je Woche 1 E-Mail mit einem Nachrichtenüberblick.
Sie können diese Benachrichtung jederzeit abbestellen.
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben oder für andere Zwecke verwendet. Unsere Datenschutz-Erklärung finden Sie hier.

Oberallgäu in Digitalem Literaturatlas erfasst

Zweite Phase des Digitalen Literaturatlas‘ von Bayerisch-Schwaben (DigiLABS) abgeschlossen.

Seit 5. Juli 2022 umfasst DigiLABS, der Digitale Literaturatlas von Bayerisch Schwaben einen neuen Landkreis in Schwaben. Das Oberallgäu hat Einzug gefunden. In einem Festakt wurde der neue Ausbauschritt von DigiLABS in Immenstadt im Literaturhaus Allgäu vorgestellt. Das Oberallgäu als literarischer Kulturkreis findet sich jetzt in der lexikalischen Online-Kartografie mit bio- und bibliografischen Daten der dort wirkenden, historischen und zeitgenössischen Schriftstellerinnen und Schriftsteller, dazu gib es Links zu Digitalisaten oder Hörproben. Dabei wird nicht nur Hochsprache, sondern auch Mundart erfasst.

Die nun abgeschlossene zweite Phase des Projekts ist eine Kooperation zwischen Archiv und Forschungsstelle für Literatur aus Schwaben, der Bayerischen Staatsbibliothek in München sowie dem Verein Schwäbisches Literaturschloss Edelstetten, gefördert vom Bezirk Schwaben. Als nächster Schritt erfolgt die Erfassung des Unterallgäus.

Das bundesweit einmalige Projekt kartiert die Literaturlandschaft Bayerisch-Schwabens. Auf einer digitalen Karte verzeichnet finden sich die Wirkungsorte von Autorinnen und Autoren aus dem bayerisch-schwäbischen Raum, ebenso wie literarische Gedenkstätten und Orte. Miteingearbeitet sind die biographischen und bibliographischen Daten der literarisch Schaffenden. Links führen dabei direkt zu multimedialen Angeboten oder Hörproben. Wer sich an die Fersen der Schriftstellerinnen und Schriftsteller Bayerisch-Schwabens heften möchte, hat hier alles auf einen Klick.

Das Angebot richtet sich an eine vielfältige Zielgruppe: Wissenschaftlich Forschende, literarisch Interessierte oder Personen, die auf eine kultur-touristische Reise gehen möchten, profitieren davon. Erfasst wurden Schriftstellerinnen und Schriftsteller vom Mittelalter bis zur Gegenwart, in Hochsprache und Mundart, auch aktuelle Werke sind mit dabei.
[pm | msc | auxlit]

Hier auxlitera-Newsletter abonnieren:

Sie erhalten etwa je Woche 1 E-Mail mit einem Nachrichtenüberblick.
Sie können diese Benachrichtung jederzeit abbestellen.
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben oder für andere Zwecke verwendet. Unsere Datenschutz-Erklärung finden Sie hier.