Das große literarische Networking

Vom 8. bis 10. Juli finden die texttage.nürnberg statt. Am Samstag und Sonntag lockt der große »textualienmarkt«.

Illustration: Pruzik-Lutz

Wer noch einen begehrten Platz bei einem der sieben Schreibworkshops ergattern konnte, weiß es ohnehin schon: Die texttage.nuerberg sind einzigartig in Deutschland. Schreibworkshops mit erfahrenen Autorinnen und Autoren, Lesungen und Einblicke sowie der so genannte textualienmarkt im Herzen der Innenstadt von Nürnberg locken Leser*innen, Autor*innen, Buch-Fans und Verlagsbetreiber*innen in die Frankenmetropole.

Netzwerken & Mitmachen beim kostenlosen textualienmarkt

Der textualienmarkt lädt alle Interessierten kostenlos zum literarischen Netzwerken, Mitmachen und Einander-Kennenlernen ein. Er findet statt am Samstag, 9. Juli 2022, 13 bis 18 Uhr und Sonntag, 10. Juli 2022, 13 bis 18 Uhr. Auf dem Platz zwischen Katharinenruine und Stadtbibliothek, Am Katharinenkloster, entstehen Oasen der Begegnung und Vielfalt: Mundart trifft auf Instagram, Musik auf Impro-Schreiben, Texte auf Kritik, Haiku auf Kunst, Übersetzung und Lektorat auf Berufsneulinge, Gedichte auf Zerstörung und Lyrik auf schräge Sounds.

Foto: Olga Kelsch.
Foto: Kasia Prusik-Lutz.

Der textualienmarkt: So war’s in 2021!

>> Mehr zum umfangreichen Programm des textualienmarkts hier.

Meisterklassen: Lesungen

Lesungen während der texttage.nürnberg haben einen ganz besonderen Charakter:
Die Autoren und Autorinnen gewähren Einblicke in Ihre individuellen Schreiberfahrungen. Die kurz getakteten  Lesungen bieten einen ungewöhnlichen Zugang zu den
Entstehungsprozessen
von Texten. Hier wird innerhalb von jeweils einer Stunde eine
durchdringende Begegnung mit einem Buch, seiner Geschichte und der Person hinter dem Text erlebbar. Mit ausreichend viel Raum für Publikumsfragen.

Ort für alle Lesungen: Katharinenruine, bei sehr schlechtem Wetter im benachbarten Katharinensaal
 Preis: 5 Euro, Restkarten an der Abendkasse

Daniel Schreiber

Freitag, 8. Juli – 19 Uhr:
Daniel Schreiber: Die Unsicherheit mit der wir leben. Wie über etwas sprechen, über das man nicht sprechen kann?

Klimawandel. Demokratieverfall. Pandemie. Mehr denn je zeichnet sich unser Leben durch wachsende Unsicherheit aus – und wir sind nicht dazu bereit, das in vollem Maße anzuerkennen. Doch das müssen wir. Anhand von Lesestellen aus Allein werden wir darüber reden, ob und wie das möglich ist.


Stephan Thome

• Samstag, 9. Juli – 14:30 Uhr:
Stephan Thome: Erzählen zwischen Heimat und Fremde.

Nach zwölf Jahren ist Taiwan Thomes zweite Heimat, für sein Publikum aber ein exotisches Land. Wie erzählt man von der nicht-fremden Fremde, und mit welchen Reaktionen muss man in Zeiten aufgeheizter Identitätsdebatten rechnen? Am Beispiel von Pflaumenregen: Während der Arbeit und nach der Veröffentlichung.


 Jenny Zoe

• Samstag, 9. Juli – 16 Uhr:
Zoë Jenny: Psychologie der Figuren. Wie erkennen wir, ob eine Figur glaubwürdig beschrieben oder nur konstruiert ist?

Wie wichtig ist es, sich mit der Psychologie der Figuren, die man beschreibt, auseinanderzusetzen? Was müssen wir über eine Figur wissen und was hat es mit der Bezeichnung »die Spitze des Eisbergs« auf sich?


Philipp Winkler





• Samstag, 9. Juli – 17:30 Uhr
Philipp Winkler: Die große Depression. Über, mit, wegen, trotz Depressionen schreiben.

Aber nicht nur, aber schon auch.


Katerina Poladjan





Samstag, 10. Juli – 15 Uhr:
Katerina Poladjan: Die untergegangenen Welten, die in uns weiterleben.
Auf dem Weg zu einem transkulturellen Gedächtnis – am Beispiel von Zukunftsmusik.


Yannic Han Biao Federer

Sonntag, 10. Juli – 16:30 Uhr:
Yannic Han Biao Federer: Erfahrung & Erinnerung & Recherche. Was weiß ich schon ganz sicher?

Manchmal denke ich, das muss ich nicht nachschauen, das weiß ich, habe ich fünf Mal gesehen oder tausend Mal gehört oder zumindest einmal gelesen, das schreibe ich aus dem Kopf. Und dann gucke ich aber doch nach, prüfe Kartenmaterial, wühle in Archiven, konsultiere die Forschung. Und schon wird’s kompliziert. Am Beispiel von: Tao.


Monika Peetz

• Sonntag, 10. Juli – 18 Uhr:
Monika Peetz: Die Bestsellerformel. Ideen und wie man das Beste draus macht.

Romanstoffe gibt es wie Sand am Meer. Wo findet man Inspiration? Und welche Idee ist die richtige? Für mich? Für die potentiellen Leserinnen und Leser? Gibt es am Ende eine Formel für Erfolg? Monika Peetz gibt einen Einblick in ihre Arbeit und in die Entstehungsgeschichte ihrer neuen Romanreihe Sommerschwestern.

Anreise:


Anreise vor Ort mit der U-Bahn (9-Euro-Ticket gilt!):
U-Bahn Station Wöhrder Wiese mit Linie U2 oder U3, Straßenbahnhaltestelle Marientor mit Linie 8
Link zur VAG

Parkplätze:
Parkplätze in den Seitenstraßen sind nur sehr begrenzt vorhanden. Nahegelegene Parkhäuser: Nürnberger Akademie, Katharinenhof, Kartstadt

www.texttage.nuernberg.de

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Author: msc

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