Weltweite Online-Lesung feat. Staatstheater Augsburg

Das Staatstheater Augsburg beteiligt sich am Donnerstag, 5. Mai, an einem weltweiten Lesungsprojekt mit ukrainischen Kurztexten, im Anschluss ist eine Serie von Podcasts und Video-Angeboten geplant.

Die Auftaktveranstaltung findet live am Donnerstag, 5. Mai, um 19:30 Uhr statt (Lesung und Diskussion in deutscher Sprache) und wird über nachtkritik.plus gestreamt.

Das Staatstheater Augsburg gehört damit zu einem Zusammenschluss deutscher und österreichischer Theater, die sich an diesem Projekt beteiligen. Die Lesungen sollen konkret zum Anlass genommen werden, Spenden für die notleidenden Menschen und insbesondere für die Kulturschaffenden in der Ukraine zu generieren. Am 12. März 2022 hätte in Kiew ein neues Theater eröffnen sollen, geleitet von einem Kollektiv aus 20 ukrainischen Dramatiker*innen. Für diese Eröffnung, die durch den Krieg in der Ukraine unmöglich gemacht wurde, war eine Reihe von Kurzstücken geplant. Statt dessen haben nun einige der Autor:innen Texte verfasst, in denen sie sich mit ihren Erfahrungen nach Kriegsausbruch auseinandersetzen.  

Die Lesung umfasst Texte folgender Autor:innen:
Yelena Astasyeva, Natasha Blok, Andriy Bondarenko, Vitaly Chensky, Irina Garets, Julia Gonchar, Oksana Gritsenko, Olena Hapeeva, Tetyana Kyzenko, Oksana Savchenko, Lyudmila Tymoshenko, Olga Maciupa und Igor Bilytz.
Die Übersetzung ins Deutsche stammt von der renommierten Slawistin und Theaterübersetzerin Lydia Nagel.

Bereits 70 Kulturinstitutionen aus 15 Ländern (bei steigender Beteiligung), haben ihre Teilnahme an diesem Lesungs-Projekt zugunsten der Theatermacher:innen der Ukraine zugesagt, das zugleich den Autor:innen eine neue Plattform bietet. Der Zusammenschluss aus deutschen und österreichischen Theatern, der sich daran beteiligt, besteht aus folgenden Theatern: Staatstheater Augsburg, Staatstheater Darmstadt, Staatstheater Nürnberg, Deutsches Nationaltheater Weimar, Staatstheater Cottbus, Theater Regensburg, Theater Bielefeld, Theater Ingolstadt, ETA Hoffmann Theater Bamberg, Theater Erlangen, ARGEkultur Salzburg, Werk X Wien, Theater an der Ruhr, Landestheater Tübingen, ITZ im Tübinger Zimmertheater, Landestheater Coburg, Landestheater Schwaben, Landestheater Eisenach.

Die Lesung wird auf nachtkritik.plus online übertragen.

Literaturtalente gesucht

63. Kunstförderpreis würdigt jungen Nachwuchs auch aus der Literatur. Bewerbungsphase vom 1. bis 31. Mai 2022.

Vom 1. bis zum 31. Mai 2022 können sich Kreativschaffende in sieben Kategorien für den 63. Kunstförderpreis der Stadt Augsburg bewerben, darunter auch in der Sparte Literatur. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden von einer Fachjury ermittelt und im Herbst 2022 vom Kulturausschuss ernannt. Der Kunstförderpreis 2022 wird neben für Literatur auch in den Feldern Architektur, Ballett, Bildende Kunst, Design, Musik und Schauspiel ausgeschrieben. Sie erhalten eine Urkunde und einen Geldbetrag. Das Gesamtpreisgeld für alle sieben Sparten beträgt in diesem Jahr 21.000 Euro.

Interessierte Autor:innen und Lyriker:innen, die ihren Wohnsitz seit mindestens drei Jahren im Raum Augsburg (Augsburg und angrenzende Nachbargemeinden) haben oder hier geboren sind, können sich bis 31. Mai 2022 bewerben.

Die einzureichenden Bewerbungsunterlagen umfassen:
• formloses Bewerbungsschreiben
• computergeschriebenen (tabellarischen) Lebenslauf
• Kurzbeschreibung des künstlerischen Werdegangs
• Nachweis des Wohnorts der letzten drei Jahre (aktuelle erweiterte Meldebescheinigung mit Ein-/Auszugsdatum) oder Nachweis des Geburtsorts (Kopie des Personalausweises oder der Geburtsurkunde)

Besondere Teilnahmebedingungen für den Fachbereich Literatur:
• Mindestalter 17 Jahre – Höchstalter 39 Jahre.
• Es können Gedichte und/oder Prosatexte eingereicht werden. Die Arbeiten müssen in gedruckter Form vorliegen (keine CD-Roms, DVDs o.ä.). Seitens der Jury bestehen keine Vorgaben zum Umfang der einzureichenden Arbeiten. Die Werke sollen einen Quer- schnitt des bisherigen Schaffens vermitteln.
• Die Bewerberarbeiten sind in 5-facher Ausfertigung zusammen mit den allgemeinen Bewerbungsunterlagen bis 31. Mai beim Kulturamt abzugeben. Eine Rückgabe ist nicht möglich.

Bewerbungen bis 31. Mai 2022 (Datum des Poststempels oder Maileingang) per Mail oder Post an:
Kulturamt der Stadt Augsburg
Bahnhofstraße 18 1/3 a
86150 Augsburg
E-Mail: kulturamt@augsburg.de

Für eingereichte Arbeiten/Unterlagen und deren Unversehrtheit kann von der Stadt Augsburg keine Haftung übernommen werden. Die Bewerberinnen und Bewerber müssen mit einer eventuellen Veröffentlichung persönlicher Daten aus den von ihnen eingereichten Unterlagen sowie mit den allgemeinen und besonderen Teilnahmebedingungen einverstanden sein.

Information unter Telefon 0821/324-3251 oder 0821/324-3260,
Telefax 0821/324-3252,
E-mail kulturamt@augsburg.de

Die Ausschreibung in Gänze findet sich HIER.

Bücher ohne Grenzen

Der Ukrainische Verein Augsburg bittet Verlage, sich der Initiative »Bücher ohne Grenzen« anzuschließen. Durch kostenlosen Druck sollen ukrainische Bücher geflüchteten Kindern zur Verfügung gestellt werden.

Aufgrund des Krieges in der Ukraine mussten hunderttausende ukrainische Familien Schutz in Deutschland suchen. In erster Linie sind es Mütter mit den Kindern. »Die geflüchteten Menschen fragen uns oft nach Büchern in der Muttersprache. Leider war die Anzahl der Bücher in unserer Schulbibliothek auf eine so große Anzahl von Anfragen nicht vorbereitet«, teilt Verein auf seiner Facebook-Seite mit. Allein in der Augsburger Samstagsschule seien zum 20. April rund 200 Kinder angemeldet gewesen. Die Möglichkeiten, Bücher aus der Ukraine zu kaufen und zu transportieren, sind derzeit begrenzt. So entstand die Idee, hier in Deutschland Bücher zu drucken.

»Ukrainische Autoren und Verleger haben uns Werke und Originallayouts kostenlos zur Verfügung gestellt«, teilt der Verein mit. Das Projekt wird von Olena Zelenska mit der Unterstützung des Ukrainischen Buchinstitutes Український інститут книги und mit dem Einverständnis der Rechteinhaber realisiert. Der Druck und die Verteilung von der Bücher werden in allen Ländern ermöglicht, die den ukrainischen Menschen Schutz gegeben haben (außer der Ukraine). Dieses Projekt wurde bereits in Polen und Litauen umgesetzt.

»Lassen Sie uns das ukrainische Buch zurück in das Leben der Kinder bringen«, ruft der Verein auf. » Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns helfen, die Bücher für Kinder zu drucken, die sich derzeit in Deutschland befinden. Diese Bücher werden den geflüchteten Kindern kostenlos zur Verfügung gestellt.«

Wenn ein Verlag ein oder mehrere Bücher kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr drucken könnte, möge er sich bitte per E-Mail via ukr.augsburg@gmail.com an den Verein wenden. Die Auflage kann zwischen 500 und 5000 Exemplaren umfassen.

Kluftinger is back.

auxlitera verlost 3 x den neuen Kluftinger-Krimi »Affenhitze«. Im November sind Klüpfel & Kobr mit dem Roman in der Stadthalle Gersthofen zu Gast.

Der in Augsburg lebende Autor Volker Klüpfel legt mit seinem Allgäuer Schriftsteller-Kollegen Michael Kobr den neuen Kluftinger-Krimi Affenhitze (Ullstein, erschienen am 28.04.2022) vor. Am Mittwoch, 30. November (19:30 Uhr), werden Klüpfel & Kobr das Buch in einer Lesung in der Stadthalle Gersthofen vorstellen. auxlitera verlost den Krimi drei Mal!

Das Allgäu als Wiege der Menschheit – wir haben das ja immer schon geahnt, aber mit den Ausgrabungen rund um den Urmenschen »Udo« ist es nun auch wissenschaftlich belegt. Leider wird der Entdecker des Skeletts an der Fundstelle ermordet aufgefunden – allerdings nur in Klüpfel und Kobrs neuen Roman Affenhitze natürlich. Je tiefer Kommissar Kluftinger gräbt, desto mehr Geheimnisse tun sich auf – und das bei diesen Temperaturen, mit denen hat er’s ja eh nicht so!

Kluftinger kommt ins Schwitzen

Und das ist, was genau im neuen Kluftinger-Krimi geschieht: Zefix was für eine Hitze! Eigentlich viel zu schwül, um vor die Tür zu gehen. Aber Kluftinger hat keine Wahl. Er muss in der Tongrube ermitteln, in der Professor Brunner vor einiger Zeit das berühmte Skelett des Urzeitaffen »Udo« ausgegraben hat Nun wurde Brunner verscharrt unter einem Schaufelbagger gefunden. Der Wissenschaftler, der mit seinem Fund beweisen wollte, dass die Wiege der Menschheit im Allgäu liegt, hatte viele Feinde. Kluftinger hat deshalb gleich mehrere Verdächtige im Visier, darunter die Mitglieder einer obskuren Sekte.

Aber auch privat muss sich der Kommissar um ein Observationsobjekt kümmern. Die Tagesmutter seiner kleinen Enkelin verfolgt höchst seltsame Erziehungsansätze. Grund genug, ihr genauer auf die Finger zu schauen und Flugstunden mit Doktor Langhammer und seiner neuen High Tech Drohne auf sich zu nehmen. Doch der Probeflug gerät gefährlich aus dem Ruder…

Am Mittwoch, 30. November (19:30 Uhr), werden Klüpfel & Kobr das Buch in einer Lesung in der Stadthalle Gersthofen vorstellen.
Tickets gibt es hier.

Verlosung: 3 x der neue Kluftinger »Affenhitze«

auxlitera verlost drei brandneue Exemplare von »Affenhitze« (Hardcover mit Schutzumschlag). Mitmachen ist einfach:

• Entweder bis 8. Mai Mail an redaktion@auxlitera.de, Kennwort »Affenhitze«. Ihre E-Mail wird nach der Verlosungsaktion nicht gespeichert, sie wird nicht an Dritte weitergegeben und Sie erhalten keine Werbemails von uns.

• Oder markieren Sie bis 8. Mai auf der Facebook-Seite von auxlitera unter dem Posting zur Verlosung zwei weitere Facebook-Freund:innen, die sich für auxlitera und Kluftinger interessieren könnten.

Die Autoren:

Volker Klüpfel, Jahrgang 1971, kommt wenigstens aus dem gleichen Ort wie sein Kommissar Kluftinger: Altusried. Derzeit wohnt Klüpfel in Augsburg. Nach dem Abitur zog es ihn in die weite Welt – nach Franken: In Bamberg studierte er Politikwissenschaft und Geschichte. Danach arbeitete er bei einer Zeitung in den USA und stellte beim Bayerischen Rundfunk fest, dass ihm doch eher das Schreiben liegt. Seine letzte Station vor dem Dasein als Schriftsteller war die Feuilletonredaktion der Augsburger Allgemeinen. Die knappe Freizeit verbringt er am liebsten mit seiner Familie, mit der er im Allgäu lebt. Sollte noch etwas Zeit übrig sein, treibt er Sport, fotografiert und spielt Theater. Auf der gleichen Bühne wie Kommissar Kluftinger.

Michael Kobr, geboren 1973 in Kempten im Allgäu, studierte in Erlangen ziemlich viele Fächer, aber nur zwei bis zum Schluss: Germanistik und Romanistik. Nach dem Staatsexamen arbeitete er als Realschullehrer. Momentan aber hat er schweren Herzens dem Klassenzimmer den Rücken gekehrt – die Schüler werden’s ihm danken –, um sich dem Schreiben, den ausgedehnten Lesetouren und natürlich seiner Familie widmen zu können. Kobr wohnt mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern im Unterallgäu – und in einem kleinen Häuschen mitten in den Bergen, wo die Kobrs im Winter häufig auf der Skipiste, im Sommer auf Rad- und Bergtouren unterwegs sind. Wenn nicht gerade mal wieder eine gemeinsame Reise ansteht …


Klüpfel & Kobr: Affenhitze
Hardcover mit Schutzumschlag, 560 Seiten
Ullstein, 28. April 2022
ISBN: 978 3 550 20146 2

Haratischwili liest in Augsburg

Die Brecht-Preisträgerin 2018 und große Erzählerin Nino Haratischwili liest am Dienstag, 10. Mai, im Zeughaus aus ihrem neuen Roman.

Die Schlosser’sche Buchhandlung bringt eine der großen Geschichtenerzählerinnen unserer Zeit nach Augsburg: Nino Haratischwili, die am Dienstag, 10. Mai (20 Uhr), ihren neuen Roman Das mangelnde Licht (Frankfurter Verlagsanstalt, 2022) vorstellen wird. Bereits 2019 war die preisgekrönte Autorin (Das achte Leben (Für Brilka)) in Augsburg zu Gast. Einlass ist um 19:30 Uhr, die Lesung findet im Musiksaal des Zeughauses statt.

»Der bislang beste Roman von Nino Haratischwili« (Denis Scheck, ARD Druckfrisch) ist ein packender Georgien-Epos: Nach der lang ersehnten Unabhängigkeit vom ins Taumeln geratenen Riesen stürzt der junge georgische Staat ins Chaos. Zwischen den feuchten Wänden und verwunschenen Holzbalkonen der Tbilisser Altstadt finden Ende der 1980er Jahre vier Mädchen zusammen: die freiheitshungrige Dina, die kluge Außenseiterin Ira, die romantische Nene, Nichte des mächtigsten Kriminellen der Stadt, und die sensible Qeto. Die erste große Liebe, die nur im Verborgenen blühen darf, die aufbrandende Gewalt in den Straßen, die Stromausfälle, das ins Land gespülte Heroin und die Gespaltenheit einer jungen Demokratie im Bürgerkrieg – allem trotzt ihre Freundschaft, bis ein unverzeihlicher Verrat und ein tragischer Tod sie schließlich doch auseinandersprengt.

Erst 2019 in Brüssel, anlässlich einer großen Retrospektive mit Fotografien ihrer toten Freundin, kommt es zu einer Wiederbegegnung. Die Bilder zeigen ihre Geschichte, die zugleich die Geschichte ihres Landes ist, eine intime Rückschau, die sie zwingt, den Vorhang über der Vergangenheit zu heben und eine Vergebung scheint möglich.

Karten für die Lesung am Dienstag, 10. Mai, können per E-Mail an annastrasse@schlossersche.de, Telefon (0821 486760) oder vor Ort in der Schlosser’schen Buchhandlung reserviert werden.
Dienstag, 10. Mai (20 Uhr): Lesung im Zeughaus (Musiksaal), Zeugplatz 4, 86150 Augsburg, Einlass 19:30 Uhr

Nino Haratischwili, geboren 1983 in Tbilissi/Georgien, ist preisgekrönte Theaterautorin, -regisseurin und Romanautorin. Ihr großes Familienepos »Das achte Leben (Für Brilka)«, in 25 Sprachen übersetzt, avancierte zum weltweiten Bestseller, eine große internationale Verfilmung ist in Vorbereitung. Ihr Werk wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Anna-Seghers-Literaturpreis, dem Bertolt-Brecht-Preis und dem Schiller-Gedächtnispreis, ihr Roman »Die Katze und der General« stand auf der auf die Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2019. Ihr neuer Roman »Das mangelnde Licht« wurde bereits vor Erscheinen in 15 Länder verkauft. Die Autorin lebt in Berlin.

Serafina – Nachwuchspreis für Illustration

Die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur schreibt mit dem Börsen­blatt und der Frankfurter Buchmesse die Serafina, den Nachwuchspreis für Illustration für das Jahr 2022 aus. Der von der Mediengruppe Pressedruck in Augsburg gestiftete Preis ist mit 2.500 Euro dotiert. Er soll Ansporn und Ermutigung sein, und sie ist auch Zeichen: Viele der jungen nominierten Talente sind inzwischen auf dem Kinder- und Jugendbuchmarkt beheimatet. Zur 7-köpfigen Jury zählt auch die Augsburger Kulturjournalistin Birgit Müller-Bardorf (Augsburger Allgemeine).

Die Akademie Faber-Castell stellt einen »perfekten« Bleistift aus ihrer Kollektion zur Verfügung. Die Giraffenfigur, ein Entwurf der Porzellan Manufaktur Nymphenburg, wird von Mitgliedern der Akademie finanziert. Die Serafina wird wie immer am Mittwoch der Frankfurter Buchmesse verliehen, in diesem Jahr am 19. Oktober, um 20 Uhr im Struwwelpeter Museum Frankfurt am Main.

Bewerbungen sollen bis zum 30. Juni 2022 von einem Verlag eingereicht oder von der Jury angefordert werden. Zugelassen sind junge Künstlerinnen und Künstler, die bisher nicht mehr als drei Bücher veröffentlicht haben. Noch unveröffentlichte Manuskripte werden nicht angenommen. Das eingereichte Buch oder die eingereichte Druckfahne muss zwischen dem 1. September 2021 und dem 31. August 2022 erschienen sein bzw. erscheinen. Die genauen Ausschreibungsbedingungen finden sich auf der Webseite der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur und hier als pdf-Download.

Papst.Macht.Frieden.

Macht und Grenzen der »Diplomatenpäpste«: Der Augsburger Kirchenhistoriker Prof. DDr. Jörg Ernesti untersucht in seiner Monographie die Außenpolitik des Vatikans als Friedensmacht. Das Buch ist die erste Gesamtschau auf 150 Jahre päpstliche Außenpolitik.

Forschungsimpuls aus der Friedensstadt Augsburg: In seinem jüngst beim Herder Verlag erschienen Monographie Friedensmacht. Die Vatikanische Außenpolitik seit 1870 weist der Augsburger Kirchenhistoriker Prof. DDr. Jörg Ernesti (Universität Augsburg) auf einen Umstand hin, der in der Forschung bisher noch kaum untersucht wurde: Fast alle Päpste im Zeitraum zwischen 1878 und 1978 hatten eine diplomatische Ausbildung und wirkten vor ihrer Wahl als Diplomaten oder Mitarbeiter der päpstlichen Außenpolitik. Die katholische Kirche wurde also ein Jahrhundert lang von politisch-diplomatisch versierten Männern geleitet. Diese Prägung sollte nicht ohne Einfluss auf die Ausrichtung des Heiligen Stuhls bleiben. 

Prof. Dr. Dr. Jörg Ernesti. Foto: Universität Augsburg

»Man könnte also durchaus von einem Zeitalter der Diplomatenpäpste sprechen«, so fasst Jörg Ernesti, Professor für Mittlere und Neue Kirchengeschichte und Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Augsburg, diesen Aspekt seiner Forschung zusammen. In seiner Monographie zeigt er auf, dass das Jahr 1870 eine Zäsur darstellt, insofern es seither zu einer Neuumschreibung des päpstlichen Rollenbildes kam. Nach dem Verlust der territorialen Herrschaft suchten sich die Päpste schon bald als Vermittler in internationalen Konflikten zu profilieren. Die entscheidenden Schwerpunkte dieser neuen Politik wurden bereits während des Ersten Weltkriegs ausgebildet. So verurteilte Benedikt XV. zwar diesen Krieg mit scharfen Worten und ließ keine Rechtfertigung gelten, ihn zu führen. Doch wahrte er ansonsten eine strikte Überparteilichkeit, um die humanitären Interventionen des Heiligen Stuhls nicht zu gefährden und die Möglichkeit einer Friedensvermittlung offenzuhalten. Das sollte in allen kriegerischen Konflikten des 20. und 21. Jahrhunderts so bleiben.

Humanitäre Aktivitäten (wie zum Beispiel ein Vermisstensuchdienst) waren im Ersten und Zweiten Weltkrieg mit Einschränkungen möglich, nicht aber eine echte Friedensvermittlung. »Als Hemmschuh für das außenpolitische Standing des Vatikans sollte sich nach 1945 eine theologische Prämisse erweisen: Die Päpste hatten seit der Französischen Revolution immer wieder die Religionsfreiheit sowie die Trennung von Staat und Kirche verurteilt«, so Ernesti. Erst nach einer längst überfälligen Korrektur dieser Position in den sechziger Jahren sei eine Mitarbeit des Heiligen Stuhls bei der UNO und ihren Sonderorganisationen, beim Europarat und der OSZE möglich gewesen. In den letzten 40 Jahren stieg auch die Zahl der diplomatischen Vertretungen im Vatikan auf heute 184 Staaten an. Neben die klassische Friedensvermittlung trat nun der Einsatz für Menschenrechte, globale Entwicklungschancen, Flüchtlinge und Umweltschutz.

»Diplomatenpäpste«

All diese Entwicklungen wurden von den »Diplomatenpäpsten«, so der Begriff von Jörg Ernesti, der letzten 150 Jahre stark vorangetrieben. »Beim Begriff ›Diplomatenpapst‹ mag manchen Beobachter ein gewisses Unbehagen überkommen. Denn Außenpolitik, Diplomatie, Einsatz für Menschenrechte und Vermittlung in internationalen Konflikten sind ja nicht die primäre Aufgabe des Papstes – ist dieser doch in erster Linie Leiter der Gesamtkirche und ihr oberster theologischer Lehrer«, führt der Kirchenhistoriker weiter aus und formuliert: »Im Evangelium steht nichts von Friedensdiplomatie, wohl aber die Weisung Christi: ›Darum gehet hin und lehret alle Völker…‹«

Dennoch gehört das außenpolitische Engagement heute zum Rollenbild eines jeden Papstes, zwar nicht als zentrales, aber doch als ein wichtiges Element. In der Politikwissenschaft ist die Außenpolitik des Heiligen Stuhls als Soft Power beschrieben worden. Soft Power basiert im Unterschied zu Hard Power nicht auf wirtschaftlichem Gewicht oder militärischer Stärke, sondern auf Glaubwürdigkeit und moralischer Überzeugungskraft. »Wenn den Päpsten diese Autorität zugestanden wird, können sie wirksam in Konflikten vermitteln und sich für humanitäre Belange einsetzen – aber eben nur dann.«

Franziskus, Putin und Kyrill

Stehen nun der 1978 zum Papst gewählte Johannes Paul II und der aktuelle Papst Franziskus in der Tradition der »Diplomatenpäpste« oder verkörpern sie einen anderen Typus? Prof. DDr. Jörg Ernesti erklärt: »Mit dem polnischen Papst assoziiert man gewiss nicht sogleich die Diplomatie, sondern man denkt eher an seine kompromisslose Haltung gegenüber dem kommunistischen Regime in Polen.« Dennoch fiel in seinen Pontifikat auch die Vermeidung eines Krieges zwischen Argentinien und Chile im Jahr 1980 durch einen päpstlichen Schiedsspruch – »ein diplomatisches Meisterstück«.

Vor dem Dritten Golfkrieg tat der Papst zwar alles, um diesen zu verhindern, doch blieben Gespräche mit den Regierungschefs der damaligen »Koalition der Willigen« ergebnislos. »Ähnlich verhält es sich mit Papst Franziskus, der als unkonventioneller, ja, vielleicht als revolutionärer Geist erlebt wird, der eine offene und undiplomatische Sprache spricht«, beschreibt Ernesti den aktuellen Papst: »Dennoch zeigen seine Interventionen im Ukrainekrieg, dass er auf dem Boden einer langen diplomatischen Tradition agiert. Dazu gehören die strikte Überparteilichkeit und der Verzicht darauf, den Aggressor zu verurteilen (eine zuletzt nicht unumstrittene Haltung!); dazu zählen diplomatische Bemühungen um humanitäre Korridore; und dazu zählt schließlich der Versuch, Einfluss auf den russisch-orthodoxen Patriarchen Kyrill zu nehmen, der als ein wichtiger Unterstützer des russischen Präsidenten Putin gilt. Wie jetzt deutlich wird, ist Franziskus sicherlich mehr Diplomat, als viele Zeitgenossen das erwartet hätten. Das Zeitalter der Diplomatenpäpste endet nicht im Jahr 1978, sondern es wird bis in die Gegenwart fortgeschrieben.« [pm | auxlit]

Jörg Ernesti: Studium in Paderborn, Wien und Rom, 1993 Priesterweihe, 1997 Promotion in Kirchengeschichte in Rom und 2007 in Ökumenischer Theologie in Paderborn, 2003 Habilitation in Mainz, seit 2013 Professor für Mittlere und Neue Kirchengeschichte an der Universität Augsburg.


Jörg Ernesti: Friedensmacht. Die vatikanische Außenpolitik seit 1870.
Gebunden mit Schutzumschlag und Leseband, 368 Seiten
Verlag Herder 2022
ISBN: 978-3-451-39199-6

Sinnräume.

Die Augsburger Philosophin und Theologin Katharina Ceming sowie der Erzabt Wolfgang Öxler (St. Ottilien) mit der Augsburger Fotografin Andrea Göppel befassen sich in ihren neuen Büchern jeweils über gelingendes Leben.

Zwei Neuveröffentlichungen aus dem Augsburger Raum befassen sich mit dem Thema Lebenssinn. Katharina Ceming, promovierte Philosophin und Theologin sowie außerplanmäßige Professorin an der Universität Augsburg, begibt sich dem Thema in Sinn erfüllt (Vier-Türme-Verlag) auf die Spur. Wolfgang Öxler, seit 2012 Erzabt von St. Ottilien (Eresing, Landkreis Landsberg am Lech), beschäftigt sich mit der Sinnfrae zusammen mit der Augsburger Fotografin Andrea Göppel in ihrem zweiten gemeinsamen Buch Freie Räume für mehr Leben. Der Seele mehr Weite geben (Verlag Herder).

Während Ceming das Weisheitsthema anhand der psychologischen Sinnforschung und in der philosophischen Tradition ausleuchtet, spüren Öxler und Göppel dem Thema in Text und stimmungsvollen Fotos kontemplativ nach. Bereichernd und ergiebig sind beide Bücher. Und die Wege der Autor:innen kreuzen sich: Vom 18. bis 20. November 2022 wird Katharina Ceming in St. Ottilien zum Thema »Was das Leben gelingen lässt« zu Gast sein.

Wolfgang Öxler und Andrea Göppel: »Freie Räume für mehr Leben«

Der zentrale Gedanke in Freie Räume für das Leben lautet: »Da, wo ich mich von etwas trennen kann, entstehen neue Lebenstrume. Zwischen Festhaten und Loslassen steht die Entscheidung.« Erzabt Öxler beschäftigt sich in dem mit einem modernen und freundlichen Layout versehenen Buch mit Fragen wie: Wie gelingt es einem, in einer Zeit der scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten das Wesentliche vom Unwesentlcihen zu trennen und zu unserer Mitte zu finden? Wie kommt man vom Zuviel hin zum Notwendigen? Spielerisch sind die 12 Kapitel des Bandes als Räume betitelt: Lebensraum, Warteraum, Talentschuppen, Schutzraum, Grenzraum, Himmelsraum…. Öxler nimmt in seinen jeweils kurzen Texten Bezug auf biblische Szenen, aber auch auf Teresa von Ávila, den Heiligen Benedikt, Johannes XXIII., Sebastian Kneipp, Blaise Pascal oder sogar Karl Valentin. Betrachtungen und Gedanken wechseln dabei ab, die Farbfotos von Andrea Göppel, mal ganzseitig, mal doppelseitig, führen dabei Sinn zu Sinnlichkeit über. Neben Motiven aus Venedig und Florenz, von Abteien und Kirchen aus Kroatien, Frankreich oder England haben dabei auch Fotos Einzug gehalten, die auf dem Lechfeld bei Schwabmünchen und in den Westlichen Wäldern gemacht wurden. Und natürlich mitvertreten: die Erzabtei St. Ottilien.

Katharina Ceming: »Sinn erfüllt«

Katharina Ceming widmet sich in Sinn erfüllt Jenem, was in psychologischer Sinnforschung und philosophischer Tradition als wesentliche Bausteine sinnerfüllten Lebens gesehen wird. Dabei betont Ceming, dass neben – oder gar in – diesen Bausteinen Lebenssinn individuell ist. Ein überraschendes Moment im Buch ist der Verweis auf eine Studie der Universität Innsbruck, in der man herausfand, dass es auch sinnindifferente Menschen gibt: Nicht alle Menschen, die mit der Frage nach dem Lebenssinn nichts anfangen können, leiden unter einer Sinnkrise. Freilich: Wer diese Buch in die Hand nehmen wird, wird nicht sinnindifferent sein, und er wird reich belohnt. Vier Faktoren, so die Universitätsstudie seien für Sinnerfüllung wesentlich: Kohärenz, Bedeutsamkeit, Orientierzng und ZUgehörigkeit. Ceming füllt die abstrakten Begriffe mit anschaulicher Erklärung, Neben der Klärung dessen, was Sinn überhaupt ist, begeht die Autorin auf Fragen ein wie: Warum ist es sinnvoll, sich nur um die eigenen Bedürfnisse zu kümmern? Warum ist es sinnvoll, zu wissen, wer wir sind und welche Haltungen uns gut tun? Und: Warum ist es sinnvoll, Freundschaft mit der Welt zu schließen? Ein Buch mit Tiefgang und Lesbarkeit zu gleich, mit klaren Beobachtungen und sprichwörtlich sinnvollen Einordnungen.

Katharina Ceming.

Katharina Ceming promovierte in Philosophie und Theologie und ist außerplanmäßige Professorin an der Universität Augsburg sowie freiberufliche Seminarleiterin und Autorin zahlreicher Bücher. Als Philosophin geht sie in ihren Veranstaltungen und Büchern besonders der Frage nach, was ein gutes Leben ausmacht und wie es zu erlangen ist. Katharina Ceming lebt in Augsburg. | http://www.quelle-des-guten-lebens.de

Andrea Göppel. Foto: (c) Andrea Göppel.

Erzabt Wolfgang Öxler. Foto: Andrea Göppel.

Erzabt Wolfgang Öxler ist 1980 in den Benediktinerorden von St. Ottilien eingetreten, seit 1988 Priester und seit 2013 Erzabt von St. Ottilien. Der Leitspruch des Diplomtheologen und Musikers lautet: »Gottesvoll den Menschen nah.« | http://www.erzabtei.de/erzabt_wolfgang_oexler


Andrea Göppel ist Fotografenmeisterin und seit 2009 freiberuflich
für renommierte Verlage tätig. Ihre Philosophie: Augenblicke des
Lebens, Stimmungen der Natur, kaum bemerkte Details sichtbar werden zu lassen. Andrea Göppel lebt und arbeitet in Augsburg. | http://www.andrea-goeppel.de


Katharina Ceming: Sinn erfüllt.
141 Seiten, gebunden, Hardcover

Abmessungen: 11,9 x 1,7 x 19,1 cm
Vier-Türme-Verlag 2022

ISBN-10 ‏ : ‎ 3736504225
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3736504226

Wolfgang Öxler und Andrea Göppel: Freie Räume für mehr Leben. Der Seele Weite geben.
180 Seiten, gebunden, Hardcover

Abmessungen ‏ : ‎ 17.4 x 1.8 x 20.3 cm
Verlag Herder 2022

ISBN: 978-3-451-03379-7

Schwäbischer Literaturpreis 2022

Noch bis 1. Mai 2022 können Autor:innen unveröffentlichte Texte zum Thema »lost places. Verlorene Orte« einreichen. Ausgewählte Beiträge prämiert der Bezirk Schwaben mit insgesamt 6.000 Euro.

Bis zum 1. Mai 2022 nimmt die Bezirksheimatpflege unveröffentlichte Prosatexte unter der E-Mailadresse Literaturpreis@Bezirk-Schwaben.de entgegen. »Nachdem der Schwäbische Literaturpreis 2021 zum ersten Mal in seiner langen Geschichte pausierte, setzen wir im kommenden Jahr wieder ein starkes Zeichen für die regionale Literatur«, sagt Bezirkstagspräsident Martin Sailer. »Ich bin zuversichtlich, dass es gelingen wird, die vielfältigen und vielschichtigen Stimmen unserer Heimat abzubilden.« Bezirksheimatpfleger Christoph Lang ergänzt: »Literarische Texte geben einer Region ihr unverwechselbares Gesicht. Auch deshalb schreibt der Bezirk Schwaben bereits seit 2005 den Schwäbischen Literaturpreis aus.«

Teilnahmeberechtigt sind Autorinnen und Autoren mit Lebensmittelpunkt oder biografischen Wurzeln im schwäbisch-alemannischen Kulturraum. Wer außerhalb des schwäbisch-alemannischen Kulturraums lebt, ist dazu aufgerufen, die biografischen Wurzeln zum genannten Kulturraum zu erläutern. Drei ausgewählte Beiträge zum vorgegebenen Motto »lost places. Verlorenen Orte« zeichnet der Bezirk mit Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro, 2.000 Euro und 1.500 Euro aus. Teilnehmende bis 25 Jahren haben zudem die Chance auf einen Sonderpreis in Form einer Einladung zur »Meisterklasse Literatur« bei der Sommerakademie der Schönen Künste, die 2023 in der Schwabenakademie Irsee stattfinden wird. Einen Teil der eingereichten Texte will die Bezirksheimatpflege in einer Anthologie herausgeben

Die Preisverleihung ist für Herbst 2022 geplant. Interessierte können bis 1. Mai 2022 ihre bislang unveröffentlichten Prosatexte ohne Autorenname und Abbildungen mit einer maximalen Textlänge von 30.000 Zeichen (einschließlich Leerstellen) einsenden. Zusätzlich verlangt wird eine Anlage, die die Anschrift, Telefonnummer, E-Mailadresse und das Geburtsdatum der Teilnehmenden enthält. Autorinnen und Autoren, die außerhalb des schwäbisch-alemannischen Kulturraum leben, erläutern in der Anlage zudem ihre biografischen Wurzeln zu diesem Kulturraum.

Einsendungen von Texten bitte nur per E-Mail an: Literaturpreis@Bezirk-Schwaben.de

Rückfragen an:
Bezirk Schwaben – Heimatpflege
Prinzregentenstr. 8, 86150 Augsburg
Telefon: 0821/3101-309
E-Mail: Heimatpflege@Bezirk-Schwaben.de

Foto:

Fotograf: Paul Hennig – y.gy

Das Böse triggert.

Wulf Dorn, internationaler Bestseller-Thrillerautor aus dem schwäbischen Landkreis Günzburg, lädt mit der Fortsetzung von »Trigger« zu einem Trip in die Abgründe der menschlichen Seele ein.

Wulf Dorn, geboren 1969 in Ichenhausen, ist als Autor für psychologische Suspense-Romane bekannt, die regelmäßig die internationalen Bestsellerlisten erobern und bereits mehrfach ausgezeichnet wurden, u.a. mit dem Glauser-Preis, dem Ulla-Hahn-Preis und dem französischen Prix Polar. Sein großer internationaler Durchbruch gelang dem »Spiegel Bestseller«-Autor Autor, der bei Günzburg lebt, 2009 mit seinem Debütroman Trigger, der auf den Bestseller-Listen u.a. in Italien, Argentinien, Brasilien, Frankreich, Türkei, Spanien und Mexiko landete.

Zwanzig Jahre war Wulf Dorn am BKH Günzburg in der Betreuung von Psychiatrie-Patienten tätig. Aus dieser lehrreichen Zeit ziehe er viele Inspirationen für seine spannungsgeladenen Thriller. Mittlerweile widmet sich Dorn vollständig seiner Berufung als Schriftsteller und ist gelegentlich als Übersetzer tätig. Unter anderem hat er Texte von David Bowie, Mario Puzo und David Lynch ins Deutsche übertragen.

Nach jahrelangem Drängen seiner Leser:innen kommt jetzt die Fortsetzung seines großen Erfolges Trigger in die Buchhandlungen. Mit Trigger – Das Böse kehrt zurück erscheint die langersehnte Geschichte um Ex-Psychiater Mark Behrendt, der eine tödliche Entscheidung zu treffen hat. Nach der rätselhaften Ermordung seiner Lebensgefährtin ist der Ex-Psychiater Behrendt am Ende. Nur seiner besten Freundin Doreen verdankt er, dass er noch am Leben ist. Doch gerade, als Mark den Albtraum überwunden glaubt, kehrt der mysteriöse Mörder zurück und entführt Doreen. Er stellt Mark ein Ultimatum: Ihm bleiben knapp vier Tage Zeit, ein entsetzliches Verbrechen zu begehen. Wenn er sich weigert oder scheitert, wird Doreen sterben. Mark steht vor einer grausamen Entscheidung, und die Uhr tickt… Trigger – das Böse kehrt zurück ist eine Thriller aus Trauma, psychischen Abgründen und Adrenalin.

Wulf Dorn. Foto: Martin Becker

»Ich muss sagen, dass Trigger – Das Böse kehrt zurück das Buch ist, an dem ich bisher am längsten geschrieben habe, weil ich großen Respekt vor den Erwartungen meiner Leserschaft hatte«, so Wulf Dorn. »Natürlich ist es eine neue eigenständige Geschichte geworden, aber sie greift auch viele Elemente des ersten Buches auf.«

Momentan arbeitet Wulf an einem neuen Thriller und an einem weiteren Roman für Jugendliche.

Wulf Dorn: Jahrgang 1969, aufgewachsen in Ichenhausen im Günzburger Landkreis. Schreibt seit seinem zwölften Lebensjahr. Seine Kurzgeschichten erschienen in Anthologien und Zeitschriften und wurden mehrfach ausgezeichnet. Sein 2009 erschienener Debütroman Trigger wurde ein internationaler Bestseller. Auch seine weiteren Romane sind inzwischen in zahlreiche Sprachen übersetzt. Nach zwanzigjähriger Psychiatrie-Tätigkeit lebt er heute als freier Schriftsteller mit seiner Frau und einer Glückskatze in der Nähe von Ulm.
http://www.wulfdorn.com


Wulf Dorn: Trigger – das Böse kehrt zurück
Thriller, Originalausgabe
Taschenbuch, Klappenbroschur, 496 Seiten
Heyne 2022
ISBN 978-3-453-27095-4