»Frau Dichter*in und die Gruppe 47«

Ausstellung und Symposium an der Uni: Literarische Aufbrüche in der Nachkriegszeit und Ilse Schneider-Lengyel.

Die Germanistik der Universität Augsburg widmet den Frauen in der Gründungsphase der berühmten Gruppe 47 am 2. Juni ein Symposium und eröffnet anschließend eine Ausstellung in der Universitätsbibliothek. Im Zentrum steht die Fotografin und Schriftstellerin Ilse Schneider-Lengyel. Außerdem werden Frauen gewürdigt, die von der Literaturgeschichtsschreibung oftmals vernachlässigt wurden, obwohl sie im Literaturbetrieb der Nachkriegszeit ihren Platz behaupteten.

Anfang September 2022 jährt sich zum 75. Mal das Gründungstreffen der Gruppe 47 am Schwangauer Bannwaldsee im Haus der Fotografin, Kunsthistorikerin, Ethnologi­­­n und Dichterin Ilse Schneider-Lengyel (1903 – 1972). Die damalige Zusammenkunft schreibender Männer und Frauen war ursprünglich als erste Redaktionskonferenz für eine neue literarische Zeitschrift geplant. In zwanglosem Rahmen und mit charismatischer Gastgeberin entwickelte sie sich jedoch zu einem Vorlese- und Diskussionsforum für unveröffentlichte literarische Texte. Dies sollte die Geburtsstunde jener losen, bald schon überaus medienaffinen und wichtigen Autorenvereinigung werden, die unter dem Namen Gruppe 47 in die Literaturgeschichte der Bundesrepublik Deutschland eingegangen ist.

Ebendiese Gründungszeit, ihre Akteurinnen  und Akteure stehen nun im Mittelpunkt eines Symposiums und einer gleichnamigen Ausstellung in der Universitätsbibliothek: Frau Dichter*in und die Gruppe 47. Literarische Aufbrüche in der Nachkriegszeit. Dabei wird mit der männlich geprägten Perspektive auf das Jahr 1947 gebrochen – Ilse Schneider-Lengyel, deren Todestag sich am 3. Dezember 2022 zum 50. Mal jährt, und weitere schreibende wie auch verlegerisch tätige Frauen rücken in den Fokus von Diskussion und Schau.

Die schreibenden Frauen 1947 – Perspektivenwechsel

Das zwanglose erste Treffen im Seegut Ilse Schneider-Lengyels blieb allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern als beinahe paradiesisch im Gedächtnis: anregende Gespräche unter Gleichgesinnten, entspannte Badefreuden, ausgesprochen gutes Essen und Trinken. Ein halbes Jahr zuvor hatte Hans Werner Richter an die aus dem französischen Exil nach Bayern zurückgekehrte Schneider-Lengyel geschrieben: »Dem Rufkreis fehlen noch ein paar gut schreibende Frauen, die keine sein wollen.« Richters Worte stehen beispielhaft für die auch in der Folgezeit überwiegend männlich geprägte Geschichtsschreibung der Gruppe 47. Mit der Veranstaltung ist das Ziel verbunden, bewusst die Dichterinnen und Publizistinnen des Gründungsjahres 1947 zu würdigen und ihre heute vielfach vergessenen Namen und Werke vorzustellen.

Ausstellung in der Zentralbibliothek

Initiiert von den Kulturhistorikern Heike Drummer und Alfons Maria Arns (Frankfurt am Main) konnte die 2017 von der Gemeinde Schwangau beauftragte Ausstellung Ich bin als Rebell geboren zu Leben und Werk Ilse Schneider-Lengyels für Augsburg gewonnen werden – mit Prof. Dr. Klaus Wolf und Dr. Ulrich Hohoff (Direktor der UB a. D.) als Veranstaltern. Die Ausstellung wurde entwickelt und kuratiert von der Drummer und Arns Historiker GbR, die zugleich Publikationen und erstmals unbekannte Zeitdokumente aus ihrem Privatarchiv einbringen. In Vitrinen, auf Roll-Ups und auf Tafeln rücken dabei jene literarischen Aufbrüche ins Zentrum, die mit den Orten Altenbeuern (Jagdhaus Hinterhör), Schwangau (Seegut Bannwaldsee) und Herrlingen (»Haus Waldfrieden«) verbunden sind.

Die Exponate und Texte zeigen, dass publizierende Frauen wie Ilse Schneider-Lengyel und die Verlegerin Ingeborg Stahlberg auch aufgrund hinterlassener Selbstzeugnisse Hans Werner Richters von der Literaturgeschichtsschreibung nach Gründung der BRD bis heute weitestgehend ignoriert wurden.

Ausstellung und Eröffnung

Zur Eröffnung am Donnerstag, 2. Juni, um 19 Uhr in der Ausstellungshalle der Zentralbibliothek laden die Gastgeber herzlich ein. Am Eröffnungsabend tragen Tinka Kleffner und Heiko Dietz vom Sensemble Theater Augsburg unter dem Titel Berichte und Gedichte – Interventionen Texte der frühen Nachkriegszeit vor. Für den musikalischen Rahmen sorgt Alfons Maria Arns am Flügel.

Bis zum 28. Juli kann die Schau montags bis freitags von 8:30 bis 22:00 Uhr und samstags von 9:30 bis 17 Uhr besucht werden. Der Eintritt ist frei.

Symposium

Am Tag der Ausstellungseröffnung lädt die Germanistik der Universität Augsburg zu einem Symposium ein. Es findet unter der Federführung von Prof. Dr. Klaus Wolf von 14 bis 18 Uhr in Raum 3010 der Zentralbibliothek statt (Gebäude E, Universitätsstr. 22). Zu den Frauen in der Gruppe 47 gibt es bislang nur eine literaturgeschichtliche Gesamtdarstellung, deren Verfasserin Dr. Wiebke Lundius (Marburg) für einen Vortrag gewonnen werden konnte. Darüber hinaus sprechen Alfons Maria Arns (Frankfurt am Main), Dr. Kay Wolfinger (München), Prof. Dr. Bettina Bannasch (Augsburg) und Prof. Dr. Stephanie Waldow (Augsburg) über aktuelle Forschungsperspektiven auf das weibliche Netzwerk um 1947, die literaturgeschichtliche Rezeption sowie über prägende Textmuster und Schreibstrategien bei Ingeborg Bachmann und Ilse Aichinger.

Die Teilnahme am Symposium ist frei, es wird um Anmeldung gebeten (E-Mail: klaus.wolf@philhist.uni-augsburg.de).

>> pdf-Download Veranstaltungsflyer

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Rosenaktion des Brechtkreises

Auch dieses Jahr nimmt der Brechtkreis Augsburg an der alljährlichen Rosenaktion des Vereins Literaturlandschaften teil. Literaturfreunde im In- und Ausland sowie alle literarischen Einrichtungen und Institutionen werden dazu aufgerufen, am ersten Samstag im Juni Rosen am Grab eines Schriftstellers niederzulegen. Die Wahl des Brechtkreises fiel diesmal auf den in Friedberg bestatteten Dichter Kurt Virneburg.

Kurt Virneburg, am 20. April 1906 in Berlin geboren und am 27. Juli 1969 in Friedberg verstorben, begann seinen literarischen Werdegang in Berlin als Verfasser expressionistischer Gedichte, als Mitherausgeber des Sammelbands Junge deutsche Dichtung und als Verleger. Sein Verlag Der Aufbruch bot jungen Dichtern Publikationsmöglichkeiten, und als Rezensent der Illustrierten Zeitung von 1932 befasste er sich mit den weiblichen Vertretern der damaligen Dichtergeneration, u.a. mit Marieluise Fleißer. Das Dritte Reich und der Zweite Weltkrieg machten diesen literarischen Bemühungen ein jähes Ende. Entwurzelt und gezeichnet von den zurückliegenden Erfahrungen gelangte Virneburg mit seiner Familie 1946 nach Friedberg, wo er schließlich als Leiter des dortigen Volksbildungswerks seinen Lebensunterhalt verdiente. Vergeblich versuchte er, u.a. über den im New Yorker Exil lebenden Schriftsteller Hermann Kesten, wieder in Kontakt mit der bundesdeutschen Literaturszene zu treten. So blieb sein Werk schmal, die Öffentlichkeit nahm ihn kaum noch wahr, obwohl gerade seine Gedichte von einem großen Talent zeugen.

Die Rosenaktion des Augsburger Brechtkreises zu Ehren von Kurt Virneburg findet statt am Samstag, 4. Juni, ab 11 Uhr. Treffpunkt ist der nordwestliche Eingang des Friedhofs der Wallfahrtskirche Herrgottsruh in Friedberg. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden sich gemeinsam von dort aus zu Virneburgs Grab begeben, wo sein Leben und Werk gewürdigt werden sollen, auch in Form einer kurzen Lesung, bevor die Rosen abgelegt werden.

Augsburg. Crime.

Mit »Die Escort-Lady« gibt es wieder einen neuen Augsburg-Krimi von Alfred Wallon.

Frank Gerber, der finanziell immer etwas klamme Privatdetektiv, ermittelt wieder. Autor Alfred Wallon hat sich mit der Figur seines Ermittler spielerisch an amerikanischen Fernsehdetektiv Rockford orientiert. Gerber löst seine Fälle auf ganz spezielle Weise und Ironie kommt dabei nicht zu kurz. So auch nun bei Die Escort-Lady.

Der Privatdetektiv, im Roman wohnhaft in der Fichtelbacher Straße in Augsburg, steht auch in der neuen Krimi-Folge im Mittelpunkt. Wie bereits im letzten Roman Sprung in den Tod wird er erneut in einen brisanten Fall verwickelt, der sogar zu einer persönlichen Angelegenheit wird. Und natürlich führt der Krimi wieder an zahlreiche bekannte Augsburger Schauplätze. Tatsächlich hat Wallons neuer Roman einen realen Hintergrund: Eine Bekannte hatte ihm von einer Frau erzählt, die Escort-Service mache, und meinte zu ihm, es sei doch bestimmt interessant für Wallon als Schriftsteller, wenn er etwas aus deren Leben erfahren würde. Das Gespräch kam zustande – und die Geschichte der Escort-Lady Ismenia beruht auf tatsächlichen Ereignissen. Sie ist sogar nun auch auf dem Titelcover zu sehen.

Der Roman Die Escort-Lady ist als ebook auf allen gängigen Online-Plattformen und als Taschenbuch-Sammlerausgabe direkt beim BLITZ-Verlag erhältlich. Die Taschenbuch-Sammlerausgabe gibt es direkt beim Verlag, kann aber auch über den Buchhandel bestellt werden, wenn dieser direkt beim Verlag ordert. Die Schlosser’sche Buchhandlung Augsburg hat mit Erscheinen des Romans einige Exemplar für den Verkauf bekommen. Außer diesem Buch erscheinen ebenfalls am 1. Mai noch sieben weitere Titel von Alfred Wallon im BLITZ-Verlag.

Besonders bekannt ist Wallon für seine historischen Western und auch als einziges deutsches Mitglied bei der amerikanischen Schriftstellervereinigung Western Fictioneers. Seine Romane spielen alle vor einem detailliert recherchierten historischen Hintergrund. Seine beiden Serien Die Forts am Bozeman Trail sowie Texas Ranger werden von den Lesern begeistert aufgenommen.

Wallon stammt eigentlich aus Hessen, zog aber im Januar 2014 aus privaten und beruflichen Gründen nach Augsburg. Seitdem lebt und arbeitet er hier – und wohnt im Augsburger Hotelturm. 2021 konnte Wallon auf 40 Jahre Tätigkeit als Schriftsteller zurückblicken. In dieser Zeit veröffentlichte der Autor um die 200 Romane bei verschiedenen Verlagen in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht. Erst jetzt im Mai 2022 feierte Alfred Wallon seinen 65. Geburtstag.

Eine erste Lesung aus Die Escort-Lady wird am Donnerstag, 2. Juni, ab 18:30 Uhr für Kunden und Freunde des Immobilien-Analysten Mladen Krčmar in dessen privaten Goldenen Salon in der Völkstraße 8 stattfinden. Begrenzte Zahl an Sitzplätzen, Anmeldung über E-Mail: info@mladenkrcmar.com.


Alfred Wallon: Die Escort-Lady
Reihe »Der Regional-Krimi Augsburg«, Band 06
176 Seiten, Taschenbuch, exklusive Sammler-Ausgabe
E-Formate: ePub/Mobi

Das literarische Duett

Am Mittwoch, 1. Juni, diskutieren Kurt Idrizovic (Buchhandlung am Obstmarkt) und Michael Schreiner. In der Stadtbücherei und live auf Youtube!

Am Mittwoch, 1. Juni, um 19.30 Uhr ist es wieder so weit: Bei Lesezeichen – Lektüre im Dialog diskutieren und plaudern der Buchhändler Kurt Idrizovic (Buchhandlung am Obstmarkt) und der Kulturjournalist Michael Schreiner wieder in der Stadtbücherei Augsburg über ihre Lektüren, Entdeckungen und Enttäuschungen, Bestseller, den literarischen Betrieb und was ihnen so alles aufgefallen ist.

Youtube-Link:

Deutsche Sprache, beurkundet

»Wir Ludwig von Gottesgnaden. Die deutschsprachigen Urkunden Ludwigs des Bayerns im Vergleich«: eine Online-Ausstellung des Staatsarchivs Augsburg, konzipiert von Studierenden der Fächer Geschichte und Germanistik an der Universität Augsburg unter Leitung von Archivdirektor Dr. Thomas Engelke und der Professoren Klaus Wolf und Thomas Krüger.

In der Regierungszeit des römischen Königs und Kaisers Ludwig IV., genannt »der Bayer« (geb. 1282/86, reg. 1314-1347, Kaiser seit 1328), lässt sich eine erhebliche Bedeutungszunahme der deutschen Sprache, die zuvor nur in Einzelfällen Verwendung fand, in der königlichen Kanzlei feststellen. Betrachtet man den Anteil deutschsprachiger Königsurkunden an der Gesamtzahl der von Ludwig ausgestellten Urkunden, so beträgt dieser (im hier untersuchten Fall für schwäbische Empfänger, überliefert im Staatsarchiv Augsburg) 55 %.

Nach Ludwigs Regierungszeit änderte sich das Verhältnis der deutschsprachigen zu den lateinischen Urkunden nicht mehr. Im Gegenteil: Die lateinische Königsurkunde wurde zum Ausnahmefall. Zu Recht kann davon ausgegangen werden, dass sich Deutsch als Urkunden- und Kanzleisprache in der Zeit Ludwigs durchsetzte. Dies ist Grund genug, jenen Prozess zu würdigen und sich die deutschsprachigen Urkunden Ludwigs genauer anzusehen.

Gegenstand der Ausstellung sind ausgewählte Beispiele deutschsprachiger Urkunden Ludwigs aus den Beständen des Staatsarchivs Augsburg, unterteilt nach Empfängergruppen, Themen und Anlässen der Urkundenausstellung. Hinzu kommen zwei herausragende Exponate aus den Beständen des Bayerischen Hauptstaatsarchivs und der Bayerischen Staatsbibliothek in München: eine Prunkurkunde Ludwigs IV. und das »Oberbayerische Landrecht«. Die Dokumente aus der Kanzlei Ludwigs des Bayern werden eingerahmt von kurzen Ausblicken auf die Entwicklung der Königsdiplome vor und nach Ludwig IV. sowie auf frühe Beispiele der Verwendung der deutschen Sprache im nicht königlichen Urkundenwesen.

Die somit vorwiegend aus den reichen Beständen des Staatsarchivs Augsburg schöpfende Ausstellung demonstriert auch die fruchtbare Zusammenarbeit dieses Hauses mit der Universität Augsburg und ist ein Ergebnis des hierbei praktizierten interdisziplinären Lehrkonzeptes.

Die Online-Ausstellung ist hier hier zu besuchen:
https://www.bavarikon.de/object/bav:BSB-CMS-0000000000003154?lang=de

Helmut »Jean Paul« Mayer ist tot

Der Lyriker, Autor und Dramatiker Helmut Mayer verstarb am 19. Mai.

Der Lyriker, Autor, Dramatiker und poetische Innenstadt-Flaneur Helmut Mayer, genannt »Jean Paul«, ist tot. Geboren 1944 wohl im Raum Nürnberg, lebte und arbeitete Mayer seit Mitte der 1980er Jahre in Augsburg. Bereits 1974 erschien sein erster Gedichtsband Transpirationen. 1987 erhielt Helmut Mayer den Sonderpreis für Literatur der Stadt Gersthofen, 1996 folgte der Augsburger Kleinkunstpreis. 1999 erschien dann im Erwin Rauner Verlag Augsburg sein Gedichtsband Lichtflossen.

Arno Loeb hielt zwei Jean Paul Mayer beim Vortrag zweier Liebesgedichte auf Video fest.

Im Februar 2020 wurde sein Theaterstück Trumpelstilzchen mit Arno Loeb als Regisseur mit Heinz Schulan in der Projektschmiede Lechhausen aufgeführt. »Jean Paul war auf jeden Fall einer der originellsten und kreativsten Menschen in Augsburg«, schreibt Loeb auf seiner Facebook-Seite. Helmut Mayer wurde 76 Jahre alt. Er verstarb am Abend des 19. Mais im Universitätsklinikum Augsburg an den Folgen eines Schlaganfalls.

Helmut Mayers Tod im Mai erinnert an das erste Gedicht Ecce Poeta in Mayers Gedichtsband Lichtflossen; es spricht vom Mai, der Poet gelähmt vom Biss der Metapher – verscharrt in den Sand des Gedichts:

ECCE POETA

Gerissen
von der Pranke des Sommers.
Getaucht
in ägyptisches Licht.
Klingend im Lied der Zikade
unter den Fiebern des Mai.
Gelähmt vom Biß der Metapher.

Verscharrt in den Sand des Gedichts.


– Helmut »Jean Paul« Mayer

Aus: Lichtflossen. Erwin Rauner Verlag, 1999.


Abdruck des Gedichtes »Ecce Poeta« mit freundlicher Genehmigung des Erwin Rauner Verlags Augsburg.
Verwendung der Fotos mit freundlicher Genehmigung von Arno Loeb und Lina Mann.



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Neue Direktorin für Uni-Bibliothek

Constance Dittrich ist neue Direktorin der Universitätsbibliothek Augsburg. Erstmals hat in Augsburg eine Frau dieses Amt inne.

Zum 1. Mai 2022 trat Constance Dittrich den Dienst als Direktorin der Universitätsbibliothek Augsburg an – und übernahm so den Staffelstab von Dr. Ulrich Hohoff, der bereits am 1. Februar nach 23 Jahren in den Ruhestand eintrat, zur feierlichen Staffelstabübergabe aber nochmals im Senatsaal der Universität erschien. Mit der Verleihung einer Goldenen Ehrennadel verabschiedete Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel den langjährigen Direktor der Augsburger Universitätsbibliothek (UB) und verband mit dieser Ehrung ihren persönlichen Dank an Dr. Hohoff. Die Präsidentin betonte, dass Dr. Hohoff als zweiter Leiter der UB seit 1999 nicht nur erfolgreich den digitalen Wandel der Bibliothek und ihrer Bestände gestaltete, sondern in ihrer Geschichte insgesamt eine besondere Prägung ausübte.

Dr. Ulrich Hohoff wurde durch die Präsidentin mit der Goldenen Ehrennadel verabschiedet. Foto: © Universität Augsburg

Doering-Manteuffel hob beispielhaft die Begleitung des Bibliotheksbaus, sichtbar etwas in der 2019 eröffneten neuen Teilbibliothek Medizin, und die Weiterentwicklung im Bereich Sondersammlungen hervor. Hohoff gründete im Jahr 2008 eine eigene Abteilung Handschriften, Alte Drucke und Sondersammlungen und erweiterte durch Ankäufe den Bestand der Neugründungsuniversität um einzigartige Sammlungen, darunter die Bibliothek der verbrannten Bücher Georg Salzmanns, historische Schulbücher und Musik der Synagoge Augsburg. So waren die zahlreichen herausragenden Ausstellungen in seiner Dienstzeit aus dem Fundus der Sondersammlungen geprägt, 2021 erlebbar als beeindruckende Gesamtschau in der Ausstellung Ein Reichthum, den kein Maß bestimmen kann anlässlich des Jubiläums der Universität.  

Open Access und Digital Turn

Gleichzeitig begrüßte Doering-Manteuffel die Nachfolgerin in diesem wichtigen Amt innerhalb der Universität: Constance Dittrich (47) wechselte zum 1. Mai 2022 von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt nach Augsburg und ist hier die erste weibliche UB-Direktorin. Die studierte Altphilologin und Historikerin bringt umfangreiche Führungserfahrungen aus Eichstätt mit, wo sie zuletzt als stellvertretende Bibliotheksdirektorin und Leiterin der Abteilung Bestandsentwicklung wirkte. Langjährig verantwortete sie dort auch die historischen Sonderbestände, das Ausstellungsmanagement und die Digitalisierung – hervorragende Anknüpfungspunkte für den Start in Augsburg. »Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung und die Zusammenarbeit mit dem Team der Universitätsbibliothek«, erklärte Constance Dittrich.

Übergabe des Direktorats der Universitätsbibliothek an Constance Dittrich. Von links: Constance Dittrich, Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel, Dr. Ulrich Hohoff. Foto: © Universität Augsburg

Durch den Wechsel nach Augsburg möchte sie in einer »großen Universitätsbibliothek die Veränderungen der Informationslandschaft für und mit der Universität zukunftsorientiert gestalten«. Herausforderungen in den kommenden Jahren sieht sie zum einen in der Begleitung der globalen Open-Access-Initiative und in dem Ausbau forschungsnaher Dienste, die eng an den Bedarfen der Wissenschaft ausgerichtet und umgesetzt werden. Zum anderen stellten sich mit und nach der Pandemie sowie angesichts des vollzogenen Digital Turn in Forschung und Lehre veränderte Nutzungsgewohnheiten an die Bibliothek als Lern- und Arbeitsraum. Auch der Tradition der Ausstellungen und guten Kommunikation mit der Stadtgesellschaft Augsburgs möchte Constance Dittrich treu bleiben: »Natürlich werden wir weiterhin unseren Bestand auf eindrucksvolle und inspirierende Art in Ausstellungen und Publikationen präsentieren.«

Beide Bibliothekare kennen einander aus der Zusammenarbeit in der Bibliothekscommunity Bayern und können so besonders gut den Wechsel vollziehen. Die Universität Augsburg profitiert davon, dass ihre UB unter der Leitung von Dr. Hohoff bayernweit und national stets gut vernetzt war – und auch Dittrich sieht in Kooperation und Austausch einen Arbeitsschwerpunkt für ihre Amtszeit. [pm/auxlit]

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Heimat, unter Dach und Fach

Das Ellgauer Anwesenbuch zeigt Wohnstätten eines Dorfes, das einst mit 35 Feuerstellen begann.

Die Gemeinde Ellgau hat zusammen mit dem Arbeitskreis Dorfchronik einen rund 140-seitigen Bildband heraus gebracht. Das Fotobuch Ellgau. Anwesen – damals und heute zeigt Wohnstätten des Ortes von der Hausnummern 1 bis 100 in zum Teil historischen Fotos und aktuellen Fotos ab dem Beginn des 20. Jahrhunderts. Abgaben zu den Besitzern, aufgeführt in der Regel in drei Zeitepochen, ergänzen den Spaziergang durchs Dorf. Dazu kommen zehn Kurzportraits: »In zehn Kurzbiografien werden Personen lebendig, die aus heutiger Sicht etwas Besonderes waren«, so Hermine Zwerger vom Arbeitskreis Dorfchronik. »Sie übten einen Beruf aus, den es heute nicht mehr gibt, der meisterten Lebensumstände, wie wir sie heute nicht mehr vorfinden, wie Anna Laske und Walter Biehal, die Heimatvertriebenen, die sich eine neue Existenz aufbauen mussten.« Die Idee zu dem Fotobuch entstand bereits, als die Dorfchronik 2013 in Druck ging. Nicht alle Bilder und Geschichten konnten damals untergebracht werden.

Wie Ellgaus 1. Bürgermeisterin Christine Gumpp im Vorwort des Buches ausführt, wurden bereits vor über 270 Jahren die Ellgauer Anwesen in einem Plan erfasst. Im sognannten Kollefel-Plan, der 1750 vom Kartografen Johann Lambert Kolleffel (1706 – 1763) mit einfachsten vermessungstechnischen Mitteln zu Papier gebracht worden seien, sei Ellgau als Dorf mit 35 Feuerstellen beschrieben worden. 1835 zählte man schon 59 Anwesen, im Jahr 2021 konnte die Bürgermeisterin auf 353 Haushalte blicken.

Von links: Petra Götz (Bildbearbeitung), Ellgaus 1. Bürgermeisterin Christine Gumpp (Redaktion), Hermine Zwerger (Arbeitskreis Dorfchronik, Redaktion) und 2. Bürgermeister Johannes Gollinger. Foto: Birgit Weber.

Das Anwesenbuch ist erhältlich im Ellgauer Rathaus zu den geltenden Öffnungszeiten und in der Buchhandlung Eser in Meitingen.

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Fugger als Comic-Held

Michael Moratti, Verlagsleiter des Wißner-Verlags, legt als Zeichner mit »Jakob und das goldene Fugger-Ei« den ersten Fugger-Comic vor.

Jakob und das goldene Fugger-Ei (Wißner-Verlag 2022) ist nicht nur das erste Comic-Album Morattis, sondern auch der erste Fugger-Comic überhaupt. 2021 hatte der Comic-Künstler Paul Rietzl die historische Graphic Novel Augsburg 1521 veröffentlicht; sie zeichnet ein Sittengemälde der damaligen Zeit. Nun rückt Jakob Fugger selbst als Protagonist ins Zentrum eines klassischen Comics. Dabei lehnt sich Michael Moratti in Cover-Aufmachung und Anmutung ganz an die Asterix-Bände Goscinnys und Uderzo an; der Zeichenstil und Humor bleibt aber ganz der des Augsburger Zeichners.

Jakob und das goldene Fugger-Ei ist der erste Band der Serie Die unbekannten Abenteuer des Jakob Fugger. Moratti arbeitet bereits am zweiten Comic, der den Titel Jakob und das verlorene Ulrichskreuz tragen soll. Im Debüt-Band aber geht es erst einmal rund um die Gründungsidee der historischen Fuggerei, die 2021 ihren 500. Geburtstag feierte und der aktuell gerade auch auf dem Augsburger Rathausplatz mit dem »Fuggerei NEXT500 Pavillon« gedacht wird.

In Band 1 sieht man: Auch der reichste Mann der Welt hat Probleme. Vor allem, wenn die Pleite, ein Ehekrach und ein Krieg drohen. Plötzlich ist für den ersten sozialen Wohnungsbau, die Fuggerei, kein Geld mehr da und um seine Ehe zu retten, muss Jakob Fugger einen Krieg verhindern. Dem Himmel sei Dank stehen ihm sein Leibwächter, der Ritter Eugenius Brechtig (sic!), und der Mohikaner Gekreuzte Schlange treu und tapfer zur Seite. Doch Jakob ahnt nicht, dass sein Geschenk zum 10. Hochzeitstag für seine Sybilla längst zum Spielball einer europäischen Verschwörung geworden ist: das goldene Fugger-Ei.

Diese Geschichte hat Michael Moratti natürlich frei erfunden, aber mit historischen Fakten und Gegebenheiten gewürzt. Der Autodidakt und bekennende Nostalgiker arbeitet mit Bleistift und Tusche auf 350g/m2-Aquarellkarton und koloriert dann direkt auf das Original mit Aquarellfarben. Den Comic bezeichnet der geborene Donauwörther, der den Wißner-Verlag seit 2014 leitet und Autor mehrerer Bilderbücher ist, als die »Neunte Kunst«: Er zeichnet sie nicht nur, sondern sammelt sie auch. Schönes Detail im Comic-Band: Die Förder-Anzeigen der Firmen Senser-Druck und Vollwertbäckerei Schneider kommen als Comicbilder von »MiMo« (= Michael Moratti) daher


.Jakob und das goldene Fugger-Ei
Band I der Reihe »Die unbekannten Abenteuer des Jakob Fugger«
Text, Zeichnungen und Farbe: Michael Moratti
Comic. 48 Seiten, Abbildungen: ganzseitig farbig illustriert, Paperback
Format 29,7 x 21,0 cm
Wißner-Verlag 2022

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Ines Geipel bei den 29. Ingolstädter Literaturtagen

Der Kartenvorverkauf für das Event vom 18.6 bis 6.7 hat begonnen. Die aktuelle Marieluise-Fleißer-Preisträgerin Ines Geipel gestaltet einen Teil des Festivals.

Sharon Dodua Otoo liest am Donnerstag, 30. Juni, aus ihrem Roman »Adas Raum«. Foto: Ralf Steinberger

Die 29. Ingolstädter Literaturtage starten am Samstag, 18. Juni, und enden am Mittwoch, 6. Juli. Bereits zum zweiten Mal wird ein Teil der Ingolstädter Literaturtage von der aktuellen Marieluise-Fleißer-Preisträgerin gestaltet: Ines Geipel widmet sich zusammen mit Studierenden des 47. Jahrgangs des Studiums Zeitgenössische Puppenspielkunst der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlinder Ingolstädter Schriftstellerin Marieluise Fleißer. An vier Abenden (26. – 29. Juni, Beginn jeweils 20 Uhr, Altstadttheater) dreht sich alles rund um »Frau Fleißer«. Es werden Puppen und Menschen auf der Bühne zu sehen sein und das Publikum wird ihre Sprache hören, als Fusion der Kunstformen der Studierenden. Das komplette Programm hierzu finden Sie HIER.

Des Weiteren stehen auf dem Programm: Romy Hausmann mit Perfect Day (Freitag, 24. Juni, 20 Uhr, Kavalier Dalwigk) sowie Christoph Dallach und Andreas Dorau mit Future Sounds (Samstag, 25. Juni, 20 Uhr, Neue Welt). Zudem kann sich das Publikum freuen auf: Sharon Dodua Otoo mit Adas Raum (Donnerstag, 30. Juni, 20 Uhr, Dachgarten KAP94), Doron Rabinovici mit Die Einstellung (Freitag, 1. Juli, 20 Uhr, Innenhof Kulturoasis) und Karen Köhler mit Miroloi (Samstag, 2. Juli, 19 Uhr, Dachgarten KAP94). Letztere ist eine Kooperation mit dem SÜDWIND Festival/ Stadttheater Ingolstadt. Speziell für Kinder, aber natürlich auch für Erwachsene, steht die Lesung mit Steven Cloos auf dem Programm: Superheld liest … No.6 Geschichten für Alle (Samstag, 2. Juli, 14:30 Uhr, Dachgarten KAP94). Auf ein literarisches Schmankerl dürfen sich auch die Schüler*innen der August-Horch-Schule freuen. Dort liest Dita Zipfel am Freitag, 24. Juni, 10 Uhr aus ihrem Roman Brummps.

Das Programm wird ergänzt mit einer Lesung des Ingolstädter Autorenkreises (Samstag, 18. Juni, Dachgarten des KAP94), der Preisverleihung beim Schanzer Schreibwettbewerb für Schülerinnen und Schüler (Sonntag, 19. Juni, Neue Welt) sowie Workshops für Jungliteraten mit Poetry-Slammerin Vero Scholz (3., 5. und 6. Juli, Anmeldung unter urbankultur@ingolstadt.de oder unter 0172-5645900), kulminierend in der Veranstaltung Spoken Word – Von Rap bis Slam-Poetry am Mittwoch, 6. Juli, auf dem Theaterplatz, Bau mit!-Rampe.

Tickets für die 29. Ingolstädter Literaturtage.

Bei schlechtem Wetter finden die Open-Air-Veranstaltungen alle in der Neuen Welt statt. Mit zwei Ausnahmen: Die Lesung mit Romy Hausmann wird in das Trafohaus und die Abschlussveranstaltungen der Workshops in die Werkstatt / Junges Theater verlegt. Bei unsicheren Witterungsverhältnissen am Tag der Veranstaltung können Sie sich unter 0172 – 5645900 informieren, ob die Veranstaltung wie geplant Open Air oder indoor stattfindet.

Tickets gibt es über www.ticket-regional.de, vor Ort in der Tourist Information am Rathausplatz (Moritzstraße 19), im Westpark Ingolstadt, im Achtzig20 GmbH co. und im Schanzer Ludwig Store (Theresienstr. 13). Aktuelle Sicherheits- und Hygienehinweise finden Sie unter: www.kulturamt-ingolstadt.de

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Alard von Kittlitz gewinnt Deutschen Popliteraturpreis

Literaturhaus Augsburg verleiht in Gala erstmals den Deutschen Popliteraturpreis. Zukünftig soll dies alle zwei Jahre geschehen.

Der diesjährige Gewinner des Deutschen Popliteraturpreises heißt Alard von Kittlitz (im Bild rechts). Das Literaturhaus Augsburg zeichnete damit von Kittlitz‘ Roman Sonder (Piper Verlag) aus. »Sein Roman vereinigt alle Kriterien für Pop im Jahr 2022 in sich«, so die Jury. »Er ist unterhaltsam, zugänglich, hat Niveau und ist auf mehreren Ebenen lesbar. Er positioniert sich gegenüber der Welt, ohne dogmatisch und schulmeisterlich daherzukommen. Er ist zu gut, um sich vollends festlegen zu lassen. Das ist Literatur, ohne ›Literatur‹ zu signalisieren.«

Fotos: Literaturhaus Augsburg, auxlitera

Der mit 3.000 Euro dotierte Preis »Magic, Pop & Ewigkeit« wurde Alard von Kittlitz im Hotel Maximilian’s im Rahmen einer Verleihungsgala übergeben. Zukünftig soll der Preis alle zwei Jahre verliehen werden. Die Jury bestand aus der Autorin Alexa Hennig von Lange, dem Autor Dr. Eckhart Nickel (im Bild links) und der Musikerin Polina Lapkovskaja. Prof. Heinz Drügh (Goethe Universität Frankfurt) war an dem Abend im Gespräch zum Thema »Was ist Popliteratur?« zu Gast. Nominiert für die Endrunde waren auch Anaïs Meier mit Mit einem Fuß draußen und Mithu Sanyal mit Identitti.

Das auxlitera-Video für den Monat Mai zeigt Dr. Stefan B. vom Literaturhaus Augsburg im Interview.

Videodreh im Märchenzelt

Augsburgs Erzählkunst-Location #1 dreht ein Video. Anmelden und am 20. Juni bei freiem Eintritt dabei sein.

Kamera läuft, Matthias Fischer erzählt und alle Kinder und Erwachsenen im Tipi machen mit beim Märchenerzählen. Einmaliges Erlebnis für alle, die nicht »g’schamig« sind. Viel Spaß und interessante Eindrücke beim Shooting des neuen Videos sind garantiert. Das fertige Filmchen wird online zu sehen sein und als Bewerbung bei Festivals. Die Stars neben dem Erzählkünster, Meerhäschen und türkischen Töpfchen: die Besucher:innen!
Das Märchenzelt bedankt sich mit freiem Eintritt, Punsch und Stockbrot.
Termin ist am Freitag, 20. Juni, von 16 bis 17 Uhr.

Die Anmeldung gilt als Einverständnis, dass alle Angemeldeten auch zum Zwecke der Veröffentlichung gefilmt werden dürfen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Kinder nur in Begleitung Erwachsener. Mindestalter: 5 Jahre.
>> Anmeldung hier

Kulturmuster & Ornament

Der Friedberger Architekt, Künstler und Dozent Thomas Weil legt ein neues Standardwerk zum Ornament in Kunst, Dekor und Ästhetischer Kultur vor.

Ornamente sind allgegenwärtig – es gibt sie auf Bauwerken, Stoffen, Schmuck, Kacheln, Keramik und Tapeten. Zu Beginn der Moderne verpönt, ist das Ornament heute längst in die Architektur zurückgekehrt und beeinflusst Designentwürfe ebenso wie Tattoo-Motive. In New Grammar of Ornament (erschienen im Züricher Verlag Lars Müller Publishers) vergleicht Thomas Weil erstmals aktuelle ornamentale Objekte mit den Ergebnissen archäologischer Forschung zu ornamentalen Artefakten und schliesst auf das Vorhandensein einer anthropologischen Konstante.

Aus den wiederkehrenden Anordnungen von Streifen, Rechtecken, Dreiecken und Punkten und der Häufigkeit der verwendeten Formen floraler Ornamente leitet er eine neue Grammatik des Ornaments ab. Mehr als 160 Jahre nach Owen Jones’ Schrift Grammar of Ornament liegt so mit New Grammar of Ornament ein neues Standardwerk vor. Es kategorisiert und systematisiert die Vielfalt der weltweit verwendeten Ornamentformen und stellt sie erstmals in einen grossen kunst- und kulturhistorischen Zusammenhang.

Thomas Weil (*1944) studierte Architektur an der TU München und konzentrierte sich früh auf Innendesign und Gestaltung. Seit 1974 widmet er sich dem Thema Ornament in Kunst, Design und Architektur. Als Künstler band der das Thema in zahlreiche Gemälde und Fassadenarbeiten ein. Zusammen mit der Galeristin Claudia Weil gründete er die Ateliergemeinschaft Ornamentconcepts in Friedberg-Rinnental. Weil hält weltweit Vorlesungen zum Thema Ornament, er lehrt an an der Münchner Akademie für Gestaltung und Design im Fach Ornament.

So klar in Schwarzweiß der Band mit seinem Cover auftritt, so farben- und ornamentfroh wird es innen. Der Band ist in englischer Sprache verfasst, die Unzahl an Bilddokumenten macht das Buch aber auch dann lohnend, wenn man die Texte ausblendet. Derer sind es im Wesentlichen drei kurze, aber gehaltvolle Vorworte, die hilfreich in das Thema und die folgenden Bilderwelten einführen: Der Autor selbst zeichnet das geometrische Ornament als ursprüngliche Sprache der Kunst nach, Manuel Will (Uni Tübingen) untersucht die Anfänge des Ornaments archäologiegeschichtlich und Heinz Schütz kontextualisiert das Phänomen in Abgleich zu Dekor, Muster und Kunst.

Abbildungen aus: Thomas Weil, New Grammar of Ornament, Lars Müller Publishers 2021

Das 336-seitige Buch teilt Welt und Geschichte des Ornaments in drei Kategorien auf: Minimal, Geografisch und Floral. Die ersten zwei unterliegen u.a. Unterkategorien wie gepunktet, in Streifen oder in Flächen gefasst, bei Floral geschieht die Zuordnung über Blättrigkeitszahl oder zum Beispiel grafischer Elemente wie Blüten oder Früchte. Die Abbildungen sind farbig, manche wirken wie moderne abstrakte Kunst, andere wieder wie Konkrete Poesie, dekorative Stoffmuster oder schicke Höhlenmalerei. Die Abbildunge oszillieren zwischen den Polen Kunst und Dekor, zwischen Vergangenheit und Jetztzeit. [pm | martyn schmidt | auxlit]

Thomas Weil geboren 1944 in Garmisch ist Sohn des Kunstmalers Ernst Weil und der Bildhauerin Annemarie Adam aus der Münchner Malerfamilie Adam sowie Adoptivsohn der Künstlerin Marie Luise Heller. Nach dem Abitur 1964 studierte er Architektur an der TU München und machte 1970 Diplom. Er war Assistent von Prof. A. Schmoll gen Eisenwerth und Meisterschüler von Prof. G. Weber. Von 1976 bis 1996 hatte er ein eigenes Büro in München, arbeitete am Olympischen Dorf München, dem Ismailii Center in London und an der neuen Stadt Shustar in Persien. Er hatte Freundschaft zu Hassan Fathy und Louis Khan. Thomas unternahm Forschungsreisen nach Persien, Ägypten, Saudiarabien, islamisches Spanien und in die Türkei. Bis 1988 lag sein Schwerpunkt auf Komplettausstattungen von Innenräumen mit Stoff- und Teppichentwürfen, Mobiliar und Beleuchtung. Ab 1988 legte er seinen Schwerpunkt auf Design und seit 1996 auf das Thema Ornament. Er gründete die Ateliergemeinschaft Ornamentconcepts mit Claudia Weil in Friedberg/Rinnenthal.

www.thomasweil.de


Thomas Weil: New Grammar of Ornament
Mit Beiträgen von Heinz Schütz und Manuel Will
– English / in englischer Sprache –
Paperback, 336 Seiten, 386 Illustrationen
Design: Boah Kim
17 × 24 cm
Lars Müller Publishers 2021
ISBN 978-3-03778-653-6

Buch mit stillen Seiten.

Die Erscheinung des Standardwerks »Evangelische Friedhöfe in Bayern« ist Anlass der aktuellen Ausstellung »unendlich still« auf dem Protestantischen Friedhof Augsburg.

Von 11. Mai bis 30. September findet auf dem Protestantischen Friedhof Augsburg die Ausstellung unendlich still – Zeitgenössische Kunst auf dem Protestantischen Friedhof statt. Anlass für die Ausstellung ist das Erscheinen des Standardwerks Evangelische Friedhöfe in Bayern (Franz Schiermeier Verlag, München). Der älteste Friedhof Augsburgs, auf dem noch bestattet wird, fand Aufnahme in die dort portraitierten 61 Beispiele protestantischer Friedhöfen. Aus dem Kirchenkreis Augsburg werden im Band in Bild und Text auch die evangelischen Friedhöfe in Bad Grönenbach, Kempten, Haunsheim, Nördlingen und Mönchsdeggingen vorgestellt, gen Osten fanden auch die Gottesacker in Eichstock, Lanzenried und Obersallerhausen in das 580 Seiten starke Standardwerk.

Entsprechend stammt ein Teil der Autoren aus Augsburg und Region. Der Augsburger Martin Reuter, der Neusäß-Westheier Helmut Funck und der Friedberger Erwin Stier haben zu dem Standardwerk beigetragen. Reuter widmet sich mit seinem Co-Autor Dr. Wilfried Sponsel (Nördlingen) dem Zusammenwirken von Kirchengemeinde und Kommune auf dem Friedhof Nördlingen, Funck portraitiert den Mennonitischen Friedhof in Eichstock und der ehemalige Friedhofsleiter Stier seine ihm einst anvertraute Stätte, den Protestantischen Friedhof in der Haunstetter Straße. Einer der beiden Herausgeber, Prof. Dr. theol. Klaus Raschzok (Augustana-Hochschule Neuendettelsau), war übrigens vor seiner Lehrstuhltätigkeit von 1984 bis 1991 Pfarrer in Zusmarshausen. Aus dem nahen München gesellen sich die Autoren Helmut Braun, Andreas Hetzel und Ulrike Kost hinzu. Insgesamt trugen über 30 Autorinnen und Autoren zu dem Buch bei. Mitherausgeber neben Raschzok ist Oberkirchenrat Prof. Dr. iur. Hans-Peter Hübner. (Augustana-Hochschule Neuendettelsau).

35 Aufsätze gehen den Friedhofportraits voran. Sie untersuchen Glaube, Frömmigkeit und Kultur im Spiegel evangelischer Friedhöfe, betrachten Gestalt und Gestaltung der Orte oder werfen auch einen Blick auf die Zukunft des evangelischen Friedhofs in Bayern. Der Theologe und Christliche Archäologe Reiner Sörries, von 1992 bis 2015 Direktor des Zentralinstituts und Museum für Sepulkralkultur Kassel, trägt mit seinem Aufsatz Schlafhäuser und ein sanft Ruhebett. Martin Luther und die Bestattungs- und Friedhofskultur einen besonders einsichtsreichen Artikel bei.

Der Protestantische Friedhof Augsburg in Bildern.

Die 61 Friedhofportraits lenken exemplarisch den Blick auf die Geschichte und heutige Gestalt protestantischer Friedhöfe. Die unterschiedlichen Beiträge werfen einen Blick auf die vielfältigen materialen und historisch gewachsenen Gegebenheiten und die Bestattungskultur, die sich in den Kirchengemeinden in einer große Vielfalt entwickelt haben. Autorinnen und Autoren aus den Geschichts- und Kulturwissenschaften, aus Kunst und Landschaftsplanung und anderen Bereichen widmen sich Formen und Traditionen der Friedhofskultur. Weitere Aufsätze gehen auf die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eines kirchlichen Friedhofs ein.

Aber auch theologische Überlegungen finden Einzug in der Zusammenstellung der Aufsätze. Sie nehmen Herausforderungen und Chance in den Blick, die ein konfessioneller Friedhof für die evamgelische Kirche und ihre Verkündigung birgt. In den ausgewählten Portraits scheinen auch immer wieder Bezüge zum Sonntagsgottesdienst oder zu besonderen Gottesdiensten innerhalb des Kirchenjahres auf, wenn z. B. der Gang über den Friedhof auf dem Weg vom oder zum Gottesdienst als Bestandteil der »Sonntagsliturgie« einer Gemeinde beschrieben wird, das Totengedenken direkt auf dem Friedhof gehalten wird oder etwa die Osternacht direkt auf dem Friedhof beginnt bzw. endet. Auch das gottesdienstliche Geschehen bei Aussegnung und Beerdigungsgottesdienst wird in den Blick genommen. Seitenblicke auf die Friedhofspraxis anderer Konfessionen und Religionen helfen dabei, die eigene Identität im Gegenüber zu je Anderen entdecken.

Friedhöfe in Haunsheim, Kempten, Nürnberg, Schwabach und Segringen. Alle Fotos: Gerhard Hagen (Bamberg)

Rund 700 Abbildungen machen das Buch zu einer anschaulichen Reise zu Friedhofs- und Trauerkultur. Neben den eindrücklichen Farbfotografien von Gerhard Hagen (Bamberg) tragen hierzu auch historische Fotografien, Zeichnungen, Katasterkarten, Entwürfe, Grundrisse und Lagepläne bei. Der Band wird ergänzt durch eine Verzeichnis sämtlicher sich in evangelisch-lutherischer Trägerschaft befindlicher (und heute noch genutzter) Friedhöfe in Bayern. Nach dem Urteil des Berliner Kulturwissenschaftlers und pensionierten Museumsdirektors Prof. Dr. Konrad Vanja, werde der Band »ein dauerhafter und spannender Begleiter unserer Bestattungs- und Friedhofskultur werden, den man mit Interesse immer wieder – handbuchartig – konsultieren kann.«
www.stadtatlas-muenchen.de


Hans-Peter Hübner und Klaus Raschzok (Herausgeber):
Evangelische Friedhöfe in Bayern
Mit Fotos von Gerhard Hagen
Franz Schiermeier Verlag München, 2022
Hardcover, 580 Seiten, ca. 700 Abbildungen
Format: 21,0 x 29,7 cm
ISBN 978-3-948974-04-6, Buchhandelspreis: 39,50 Euro

Ein Sommer der Literatur

Die Buchhandlung am Obstmarkt lädt für Juni, Juli und August zu drei Literarischen Sommer-Salons. Auftakt zuvor am 1. Juni mit »Lesezeichen – Lektüre im Dialog«.

Michael Schreiner (links) und Kurt Idrizovic.

Buchhändler und Kulturvermittler Kurt Idrizovic von der Buchhandlung am Obstmarkt läutet einen literarischen Sommer für Augsburg ein, der erst recht nach der langen Corona-Pause Literaturfreunde aufatmen lässt. Start ist zunächst am Mittwoch, 1. Juni (19:30 Uhr) mit dem beliebten Format Lesezeichen – Lektüre im Dialog: Idrizovic und der Kulturjournalist Michael Schreiner tauschen sich wieder in der Stadtbücherei über ihre Lektüren, literarische Phänomene und alles, was sie seitenweise bewegt, aus. Der Eintritt ist frei.

Danach folgt ein Bücher-Sommer mit drei literarischen Salons. Kulturschaffende, Journalisten, Autoren und Leser diskutieren über aktuelle Neuerscheinungen und reden über das Lesen in der Nach-Coronazeit. Wie immer stellen die Diskutanten ihre persönlichen Buch-Tipps für den Reise-Koffer vor.

Die Termine der Literarischen Sommer-Salons:

• Am Donnerstag, 16. Juni, treffen zum Talk über literarische Neuerscheinungen Horst Thieme (MC Poetry Slam Augsburg), Marius Müller (Literatur-Blog Buchhaltung) und Lutz Kliche (Übersetzer, Literaturvermittler) zusammen. Den Abend im Brunnenhof (Zeughaus) moderiert Natalie Acksteiner, Pressesprecherin und Kommunikatorin der Büchergilde. >> Tickets

• Am Sonntag, 31. Juli, folgt dann ein Extra-Salon auf der Taubenschlag-Bühne am Willy-Brandt-Platz vor der City-Galerie. Gäste sind dann die freischaffende Künstlerin Simone Bwalya, Daniela Hungbaur von der Augsburger Allgemeinen und die Kulturredakteurin und Marketingfrau Sabine Sirach. Moderation: Dirk von Gehlen (Wirtschaftsberater). >> Tickets

• Am Donnerstag, 4. August, findet der dritte Literarische Sommersalon wieder im Brunnenhof am Zeughaus statt. Ihn bestreiten und gestalten Iris Steiner (Hrsg. des Opermagazins Orpheus), Matthias Ferber (Jury-Mitglied Kunstförderpreis) und Michael Schreiner (Fotograf, Kultur-Flaneur). Es moderiert Kurt Idrizovic. >> Tickets

Beginn ist jeweils um 19:30 Uhr, Einlass ab 18:30 Uhr. Eintritt: 12 Euro.

Den gesamtem Veranstaltungskalender der Buchhandlung am Obstmarkt finden Sie HIER.

auxlitera ist Medienpartner der Buchhandlung am Obstmarkt.

Augsburgs Bachmann-Preisträger liest

Georg Klein liest am 20. Mai in Kloster Irsee im Rahmen des Allgäuer Literaturfestivals. Schauplatz seines Romans »Bruder aller Bilder« ist Augsburg. Karten zu gewinnen!

Noch bis 4. Juni geht das Allgäuer Literaturfestival, das 26 Lesungen an 26 Orten präsentiert (zum Programm mit u.a. Michaela May, der Trägerin des Deutschen Buchpreises 2021 Antje Rávik Strubel, Michael Lentz, Vincent Klink oder Axel Hacke siehe unsere Übersicht unten).

Am Freitag, 20. Mai (19:30 Uhr), wird der gebürtige Augsburger Bachmann-Preisträger Georg Klein im Kloster Irsee aus seinem zuletzt erschienenen Roman Bruder aller Bilder (2021) lesen. Schauplatz des Romans ist A. Klein, 1953 in Augsburg geboren, erhielt für sein Werk den Niedersächsischen Staatspreis, den Brüder-Grimm-Preis und den erwähnten Bachmann-Preis; für Roman unserer Kindheit erhielt er den Preis der Leipziger Buchmesse 2010.

2 x 2 Karten zu gewinnen: Verlosungsaktion bis 19. Mai

Für Georg Kleins Lesung am Freitag, 20. Mai, verlost der Veranstalter des Allgäuer Literaturfestivals, die Schwabenakademie Irsee auf seiner Facebook-Seite 2 x 2 Karten. Die Verlosungsaktion geht von Freitag, 13. Mai, bis Donnerstag, 19. Mai.

Kaum ein Schriftsteller unserer Zeit handhabt die Mittel der erzählenden Literatur subtiler als Georg Klein, kaum einer treibt das Spiel mit größerem Vergnügen und Eigensinn voran. Sein Roman Bruder aller Bilder führt uns in die Redaktion einer traditionsreichen süddeutschen Regionalzeitung – und in das Zwischenreich von Medialität und belebter Natur. Eine dunkle Komödie in leuchtender Prosa:

Irgendetwas führt Sportreporter Addi Schmuck im Schilde, als er arrangiert, dass seine junge Kollegin Moni Gottlieb für ihn von allen redaktionellen Pflichten freigestellt wird. Ebenso zwingend selbstverständlich scheint, dass sie ihr Smartphone zu Hause lassen muss, bevor sie die Arena des Bundesliga-Clubs am Südrand der Stadt ansteuern. Der dortige Greenkeeper hat mit einem rätselhaften Naturphänomen zu kämpfen und erhofft sich von Schmuck einen rettenden Rat. Allerdings ist Schmuck in dieser Frage selbst des Beistands bedürftig. Er macht seine Kollegin mit einem brüderlichen Freund bekannt, der ein merkwürdig verwachsenes Refugium bewohnt und nur «der Auskenner» genannt wird. Ein Spiel zu dritt beginnt. Und Moni Gottlieb, die ebenso vorsichtig wie hellsichtig ist, darf erfahren, wie sich Diesseits und Jenseits verflechten können.

Ort: Kloster Irsee – Gartensaal, Klosterring 4,, 87660 Irsee. Eintritt: 12 Euro.

Karten für die Lesung von Georg Klein gibt es
entweder bei der bei der allgemeinen Vorverkaufstelle Kartenbüro Altusried
Hauptstraße 18, 87452 Altusried, Telefon 08373 / 922 00
E-Mail: kb@altusried.de
oder bei der Schwabenakademie Irsee
Klosterring 4, 87660 Irsee, Telefon 08341 906-661, -662, -664,
E-Mail: buero@schwabenakademie.de

Das Festivalprogramm ab 15. Mai – Gesamtübersicht:

Direkt-Link zum Flyer (pdf) | ★ Link zur Veranstaltungseite

• Sonntag, 15. Mai | ILLERBEUREN:
Michaela May: »Hinter dem Lächeln« | Autobiografie
Schwäbisches Bauernhofmuseum Illerbeuren, 15.00 Uhr, 12 € Eintritt

• Sonntag, 15. Mai | HALBLECH:
Nicola Förg: »Hohe Wogen«
Buchenbergalm Halblech, 11.00 Uhr, 15 € Eintritt inkl. Weißwurstfrühstück & Getränk

• Sonntag, 15. Mai | FISCHEN
Sarah Bauer: »Angst ist keine Ausrede! 13 000 km solo durch die USA«
Kurhaus Fiskina, 19.00 Uhr, 9 € Eintritt, 5 € Ermäßigt (Kinder bis einschl. 16)

• Sonntag, 15. Mai | KAUFBEUREN:
Michael Lentz: »Und plötzlich ist am Ende Schluss. Karl Valentins Kunst der Komik«
Stadtmuseum Kaufbeuren, 17.00 Uhr, 12 € Eintritt

• Montag, 16. Mai | BAD WÖRISHOFEN:
Klaus Fengler & Kathrin Thoma-Bregar: »Abenteuer Watzmann. Naturwunder, Mythos, Schicksalsberg«
Kunst- und Kulturhaus »Zum Gugger«, 16.00 Uhr, 12 € Eintritt, 10 € Ermäßigt (mit Gästekarte)

26 Orte Literatur und Lesungen: das Allgäuer Literaturfestival 2022.

• Montag, 16. Mai | PFRONTEN:
Carmen Rohrbach: »Mein Blockhaus in Kanada«
Eiskeller Pfronten, 20.00 Uhr, 18 € Eintritt, 9 € Ermäßigt

• Mittwoch, 18. Mai | ALTUSRIED:
Axel Hacke liest und erzählt
Alte Post Altusried-Kimratshofen, 20.00 Uhr, 16 € Eintritt

• Mittwoch, 18. Mai | MARKTOBERDORF
Björn Kern: »Wo die wilden Väter wohnen. Eine Stadtfamilie wagt
sich aufs Land«
MODEON Marktoberdorf, 20.00 Uhr, 12 € Eintritt, 8 € ermäßigt (Schüler und Vollzeitstudierende)

• Dienstag, 17. Mai | MEMMINGEN:
Antje Rávik Strubel: »Die blaue Frau«
Maximilian-Kolbe-Haus, 19.30 Uhr, 12 € Eintritt, 10 € Ermäßigt, € Eintritt, 9 € ermäßigt

• Donnerstag, 19. Mai | WANGEN
Jasmin Schreiber: »Der Mauersegler«
Stadtbücherei im Kornhaus Wangen, 19.30 Uhr,10 € Eintritt, 8 € ermäßig

• Donnerstag, 19. Mai | IMMENSTADT
Norbert Scheuer: »Winterbienen«
Literaturhaus Allgäu Immenstadt, 19.30 Uhr, 10 € Eintritt, 7 € ermäßigt

• Donnerstag, 19. Mai | OTTOBEUREN:
Sönke Möhring & Wotan Wilke Möhring: »Rausch & Freiheit. Über das Leben, die Nacht und das Brüdersein«
Museum für zeitgenössische Kunst – Diether Kunerth Ottobeuren, 19.30 Uhr, 18 € Eintritt VVK / 20 € AK 14 € Ermäßigt

• Donnerstag, 19. Mai | BAD GRÖNENBACH
Andreas Föhr: »Unterm Schinder«
Kursaal im Haus des Gastes, 20.00 Uhr, 12 € Eintritt, 10 € Ermäßigt

• Freitag, 20. Mai | IRSEE
Georg Klein: »Bruder aller Bilder«
Gartensaal Kloster Irsee, 19.30 Uhr, 12 € Eintritt

• Freitag, 20. Mai | OBERSTAUFEN:
Gela Allmann: »Fight. Smile. Love.«
Kurhaus Oberstaufen, 20.00 Uhr, 18 € Eintritt, 15 € Ermäßigt

• Samstag, 21. Mai | Memmingen:
Lukas Hammerstein, Felicia Zeller & Hannah Zufall

Drei Theaterautor*innen aus der aktuellen Spielzeit lesen Texte zum Thema Zukunft
Landestheater Schwaben Memmingen, 19.00 | 20.00 | 21.00 Uhr, Der Eintritt ist frei. Bitte reservieren Sie sich Zugangstickets über den Vorverkauf.

• Sonntag, 22. Mai | HEIMENKIRCH:
Vincent Klink:
»Ein Bauch spaziert durch Venedig«
Meckatzer Löwenbräu Heimenkirch, 17.00 Uhr, 49 € Eintritt (Lesung inkl. 3-Gänge-Menü), 44 € Ermäßigt

• Dienstag, 24. Mai | BAD WURZACH:
Anja Jonuleit:
»Das letzte Bild«
Stadtbücherei in Maria Rosengarten, 19.30 Uhr,10 € Eintritt, 8 € Ermäßigt

• Mittwoch, 25. Mai | FELLHEIM:
Tobias Friedrich:
»Der Flussregenpfeifer«
Ehemalige Synagoge Fellheim
20.00 Uhr | Einlass 19.30 Uhr | 19.00 Uhr Führung durch die Synagoge (nach Anmeldung unter info@ehemaligesynagogefellheim.de), 13 € VVK / 15 € AK Eintritt, 10 € Schüler

• Samstag, 28. Mai | OBERSTDORF:
Marc Ahlbrand, Julia Dunker, Jacqueline Wagner: »Mountain Dreams«
3 Bergverrückte, 128.000 Höhenmeter und der große Traum vom Mont Blanc
Panoramastation Station Höfatsblick, Nebelhorn Oberstdorf, 14.00 Uhr, 15 € Eintritt zzgl. Berg- und Talfahrt Nebelhornbahn

• Donnerstag, 2. Juni | WEILER-SIMMERBERG
Johannes Laubmeier:
»Das Marterl«
Kornhaus Weiler im Allgäu, 19.00 Uhr, 13 € Eintritt, 9 € Ermäßigt

• Donnerstag, 2. Juni | BUCHLOE:
Lew Marschall:
»Der Sohn des Orkschamanen«
Gymnasium Buchloe, 19.00 Uhr, 10 € Eintritt, 5 € Ermäßigt

• Samstag, 4. Juni | LINDAU:
Bernd Brunner:
»Von der Kunst, die Früchte zu zähmen«
Villa Lindenhof Lindau, 19.30 Uhr, 18 € Eintritt, 12 € Ermäßigt

Karten für alle Veranstaltungen – das ganze Programm siehe unten – gibt es bei der allgemeinen Vorverkaufstelle Altusried:

Kartenbüro Altusried, Hauptstraße 18, 87452 Altusried
Telefon 08373 / 922 00
E-Mail: kb@altusried.de
www.altusried.de

Tickets sind auch erhältlich bei den örtlichen Veranstaltern: Hier geht es zur Veranstalterliste.

Magic, Pop und Ewigkeit

Am 15. Mai wird der erste deutsche Preis für Popliteratur verliehen. 12½ Fragen an Dr. Stefan B. vom Literaturhaus Augsburg.

Das Literaturhaus Augsburg verleiht mit »Magic Pop und Ewigkeit« den ersten deutschen Preis für Popliteratur. Gemeinsam mit der Jury, Polina Lapkovskaja, Alexa Hennig von Lange und Eckhart Nickel, wird am Sonntag, 15. Mai, live im Hotel Maximilian’s in Augsburg der/die PreisträgerIn gekürt, der/die die Gegenwartsliteratur erwecken und vergolden wird.

auxlitera stellte 12½ Fragen an Dr. Stefan B. vom Literaturhaus Augsburg:


Die Preisverleihung findet statt am Sonntag, 15. Mai 2022, um 19 Uhr (Einlass 18 Uhr) im Hotel Maximilian’s in Augsburg.

  • Talk: »Was ist Popliteratur?« mit Professor Heinz Drügh, Goethe Universität Frankfurt/Main
  • Lesung der FinalistInnen: Anaïs Meier, Mithu Sanyal, Alard von Kittlitz
  • featuring DJ Eckhart Nickel and a special live-performance by Polina Polly Lapkovskaja
  • Fine Fingerfood von Sternekoch Simon Lang
  • Exklusive Drinks passend zu den drei finalen Texten

Karten für die Gala gibt es für 39 Euro bei Bücher Pustet (VVK) oder an der Abendkasse. Reservationen nehmen wir via preis@literaturhaus-augsburg.de entgegen.
(Die Veranstaltung findet unter den geltenden Corona-Regeln statt.)

Zusätzlich vergibt das Literaturhaus Augsburg den »Lou-Andreas-Salomé-Spezialpreis für Texte, die vor Liebe sprühen«, der am Samstag, 14. Mai 2022 im Brechthaus in Augsburg verliehen wird. Der Preisträger/die Preisträgerin wird im Anschluss lesen.

Veröffentlicht in VIDEO

Brechthaus wieder geöffnet

Brechthaus nach Schönheitsreparaturen wieder für Publikum geöffnet. Die Dauerausstellung wurde gereinigt und Objekte neu angeordnet.

Das Brechthaus in Augsburg ist ab sofort wieder für das Publikum von Dienstag bis Donnerstag, jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Montag ist Ruhetag. Das Erdgeschoss ist nun barrierefrei zugänglich. Die Toiletten sind davon weiter ausgenommen. Das Brechthaus war einige Woche für das Publikum geschlossen. Während dieser Zeit wurden die Exponate der Dauerausstellung gereinigt, Erzählstränge angepasst und es wurden Schönheitsreparaturen (Verputzen von Rissen, Streichen) im Haus selbst durchgeführt. Die Objekte in der Dauerausstellung wurden gereinigt und teilweise neu angeordnet. Jürgen K. Enninger, Referent für Kultur, Welterbe und Sport: »Die Umsetzung der Schönheitsreparaturen im Brechthaus sind ein wichtiger Meilenstein für das Brechtjubiläumsjahr 2023. Durch die Reinigung und die fokussiertere Präsentation wollen wir die Erzählung im Brechthaus verständlicher und damit einem breiteren
Publikum zugänglich machen.«

Gratis Comic Tag 2022

Für Samstag, 14. Mai, laden Stadtbücherei und die Comic-Fachbuchhandlung Comic Time zum Gratis Comic Tag.

Am 14. Mai findet auch in Augsburg wieder der deutschlandweite Gratis Comic Tag statt. Für diesen Tag werden speziell neue Hefte produziert, deren Bandbreite von Comics und Mangas, über Funnies bis hin zu Graphic Novels reicht. Dieses Jahr gibt es 35 neue Titel, diese sind bereits auf der Homepage gratiscomictag.de/comics zu sehen. Die Hefte werden am Gratis Comic Tag am Samstag, 14. Mai, ab 10 Uhr, in der Stadtbücherei Augsburg am Ernst-Reuter-Platz sowie in der Comic-Fachbuchhandlung Comic Time in der Hermanstraße 7 ausgeteilt, solange der Vorrat reicht. In der Stadtbücherei werden die Comics, wie immer, über die Teilnahme an einem Comic-Quiz ausgegeben.

Comic-Künstlerinnen und Künstler aus Augsburg, München und der Region präsentieren ihre Werke, stehen für Fragen bereit und zeichnen live vor Ort. Ein offener Zeichenbereich steht für alle Hobbykünstler sowie Comic-Neulinge zur Verfügung, die sich ausprobieren und austauschen möchten. In der Stadtbücherei werden außerdem die Zeichnungen aus dem Zeichenwettbewerb für Schülerinnen und Schüler zum Thema »Meine gute Tat« zu sehen sein, die Preisverleihung findet um 14 Uhr statt.

Mit der gratis Comic-Aktion möchten die Initiatorinnen und Initiatoren auf die Kunstform des Comics aufmerksam machen, den Austausch unter den comicbegeisterten Augsburgerinnen und Augsburgern ermöglichen und auch „comicfernen“ Leserinnen und Lesern einen Einblick in dieses vielfältige Genre bieten. Martina Wild, Bürgermeisterin und Referentin für Bildung und Migration, begrüßt die zunehmende Aufwertung der Comic-Kunst: »Lange Zeit wurden Comics unterschätzt und waren im Bildungsbereich als schnell zu konsumierender Lesestoff verpönt, doch nicht zuletzt durch die jährliche Aktion sind Comics längst auch als wichtiges Medium, um Kinder und Jugendlichen Lesespaß zu vermitteln, anerkannt und das Genre ist zu einer echten
Kunstform avanciert.«

Die Comics des Gratis Comic Tags ’22 in der STADTBÜCHEREI:

• Nika, Lotte, Mangold – Super Page
• Aristia La Monique – Arazhul
• Die geheimnisvollen Akten von Margo
• Fantasy Entenhausen – Miss Kobayashi’s Dragon Maid
• Fünf Freunde – Nilson Groundthumper
• Enola Holmes – Die Gräfin legt sich eine Katze zu
• Fangirl – Solo Leveling
• Goofy – Blue Lock
• Adele – Spaghetti

Die Comics des Gratis Comic Tags ’22 bei COMIC TIME:

• Werner – Chinas Geschichte
• Die Ballade von den Himmelsstürmern – Bermuda
• Head Lopper – Danger Girl
• Das dunkelgraue Chamäleon – Zöliakie
• Batman – Dr. Strange
• Star Wars – Donjon
• Caroline Baldwin – Wonderball
• Colony – Der Augensammler
• Kami can’t communicate – Luba Wolfschwanz

www.gratiscomictag.de

Literatur.Pop.Preis.Gala.

Wo wird der erste deutsche Preis für Popliteratur verliehen? In Augsburg! Gala am Sonntag, 15. Mai, im Hotel Maximilian’s.

Das Literaturhaus Augsburg verleiht den ersten deutschen Preis für Popliteratur »Magic Pop und Ewigkeit«. Am Sonntag, 15. Mai (19:00 Uhr) wird der Gewinner live in einer Gala im Hotel Maximilian’s ermittelt. Wer mit Polina Lapkovskaja, Alexa Hennig von Lange und Eckhart Nickel ein rauschendes Fest feiern möchte, ist herzlich eingeladen. Es diskutieren das Popliteratur-Jahr 2021: Prof. Dr. Heinz Drügh, Eckhart Nickel, Polly Ester und Dr. B.

  • Talk: »Was ist Popliteratur?« mit Professor Heinz Drügh, Goethe Universität Frankfurt/Main
  • Lesung der FinalistInnen: Anaïs Meier, Mithu Sanyal, Alard von Kittlitz
  • featuring DJ Eckhart Nickel and a special live-performance by Polina Polly Lapkovskaja
  • Fine Fingerfood von Sternekoch Simon Lang
  • Exklusive Drinks passend zu den drei finalen Texten

Die drei nomierten Werke:

Karten für die Gala gibt es für 39 Euro (inklusive Food Buffet) bei Bücher Pustet (VVK) oder an der Abendkasse. Reservationen nimmt das Literaturhaus Augsburg via preis@literaturhaus-augsburg.de entgegen. Die Veranstaltung findet unter den geltenden Corona-Regeln statt.


Video: Dr. Stefan B. vom Literaturhaus Augsburg zu Pop und Literatur.

Zusätzlich vergibt das Literaturhaus Augsburg den «Lou-Andreas-Salomé-Spezialpreis für Texte, die vor Liebe sprühen». Er wird im Juni verliehen.

Lou-Andreas-Salomé-Preis an Lea Schneider

Die für Samstag angesetzte Verleihung mit Lesung muss wegen Erkrankung der Autorin verschoben werden.

Das Literaturhaus Augsburg wollte am Samstag, 14. Mai, im Brechthaus Augsburg den Lou-Andreas-Salomé-Preis für Texte, die vor Liebe sprühen an Lea Schneider verleihen. Nun muss die Veranstaltung verschoben werden – anvisiert ist ein Termin im Juni. Die 1989 in Köln geborene Schriftstellerin und Übersetzerin erhält den Preis für ihr Buch Made in China (Berliner Verlagsanstalt, 2020). Schneider ist vor allem für ihre Gedichte, Essays und Übersetzungen von chinesischer Gegenwartslyrik bekannt.

Tickets sind weiterhin via preis@literaturhaus-augsburg.de reserviert werden. Ticketpreise: 8€ und ermäßigt 6€. Karten können auch an der Abendkasse erworben werden. 

Der Preis wird vom Literaturhaus Augsburg verliehen, das am Sonntag, 15. Mai, in einer Gala im Hotel Maximilian’s auch den ersten deutschen Preis für Popliteratur vergeben wird.

Allgäuer Literaturfestival 2022

Vom 12. Mai bis 4. Juni: 26 Lesungen mit über 30 Autor:innen. Mit dabei: Antje Rávik Strubel (Deutscher Buchpreis 2021), Sönke Wortmann, Michael Lentz, Axel Hacke, Georg Klein, Vincent Klink u.v.a.

26 Orte Literatur und Lesungen: das Allgäuer Literaturfestival 2022.

Von Lindau bis Bad Wörishofen, von Oberstdorf bis Mindelheim: das Allgäuer Literaturfestival lädt vom 12. Mai bis 4. Juni zu 26 Lesungen an 26 Orten ein. Längst ist das Allgäuer Literaturfestival eine feste Größe im literarischen Veranstaltungskalender und zieht überregional Literaturfreunde an. Jährlich holt das Großevent renommierte Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus dem In- und Ausland zu Lesungen aus ihren aktuellen Veröffentlichungen ins Allgäu – an historischen, sehenswerten Orten.

Das Programm 2022 reicht von anspruchsvoller Literatur über Autobiografien und Krimis bis hin zu Reise, Karl Valentin und Kulinarik. So lesen zum Beispiel Michaela May, die Trägerin des Deutschen Buchpreises 2021 Antje Rávik Strubel, Michael Lentz, Vincent Klink, Georg Klein oder Axel Hacke.

Der gebürtige Augsburger Bachmann-Preisträger Georg Klein wird am Freitag, 20. Mai, im Kloster Irsee aus seinem zuletzt erschienenen Roman Bruder aller Bilder (2021) lesen. In Mindelheim liest Andrea Heuser am Freitag, 13. Mai, aus Wenn wir heimkehren. In Bad Wörishofen stellen am 16. Mai Klaus Fengler & Kathrin Thoma-Bregar ihr Buch Abenteuer Watzmann. Naturwunder, Mythos, Schicksalsberg vor. In Buchloe ist am Donnerstag, 2. Juni, Lew Marschall mit Der Sohn des Orkschamanen zu Gast.

Karten für alle Veranstaltungen – das ganze Programm siehe unten – gibt es bei der allgemeinen Vorverkaufstelle Altusried:

Kartenbüro Altusried, Hauptstraße 18, 87452 Altusried
Telefon 08373 / 922 00
E-Mail: kb@altusried.de
www.altusried.de

Tickets sind auch erhältlich bei den örtlichen Veranstaltern: Hier geht es zur Veranstalterliste.

Das Programm – Gesamtübersicht:

Direkt-Link zum Flyer (pdf) | ★ Link zur Veranstaltungseite

Donnerstag, 12. Mai | LINDENBERG:
Sönke Wortmann: »Es gilt das gesprochene Wort«
Löwensaal Lindenberg, 20.00 Uhr, 14 € Eintritt, 12 € Ermäßigt

• Donnerstag, 12. Mai | KEMPTEN:
Merten Lagatz & Robert Skwirblies: »Beute. Eine Anthologie zu Kunstraub und Kulturerbe. Ein Bildatlas zu Kunstraub und Kulturerbe«
Sing- und Musikschule Kempten, 19.30 Uhr, 15 € Eintritt

• Freitag, 13. Mai | MINDELHEIM:
Andrea Heuser: »Wenn wir heimkehren«
Silvestersaal Mindelheim, 20.00 Uhr, 12 € Eintritt 10 € Ermäßigt (Schüler und Studierende)

• Sonntag, 15. Mai | ILLERBEUREN:
Michaela May: »Hinter dem Lächeln« | Autobiografie
Schwäbisches Bauernhofmuseum Illerbeuren, 15.00 Uhr, 12 € Eintritt

• Sonntag, 15. Mai | HALBLECH:
Nicola Förg: »Hohe Wogen«
Buchenbergalm Halblech, 11.00 Uhr, 15 € Eintritt inkl. Weißwurstfrühstück & Getränk

• Sonntag, 15. Mai | FISCHEN
Sarah Bauer: »Angst ist keine Ausrede! 13 000 km solo durch die USA«
Kurhaus Fiskina, 19.00 Uhr, 9 € Eintritt, 5 € Ermäßigt (Kinder bis einschl. 16)

• Sonntag, 15. Mai | KAUFBEUREN:
Michael Lentz: »Und plötzlich ist am Ende Schluss. Karl Valentins Kunst der Komik«
Stadtmuseum Kaufbeuren, 17.00 Uhr, 12 € Eintritt

• Montag, 16. Mai | BAD WÖRISHOFEN:
Klaus Fengler & Kathrin Thoma-Bregar: »Abenteuer Watzmann. Naturwunder, Mythos, Schicksalsberg«
Kunst- und Kulturhaus »Zum Gugger«, 16.00 Uhr, 12 € Eintritt, 10 € Ermäßigt (mit Gästekarte)

• Montag, 16. Mai | PFRONTEN:
Carmen Rohrbach: »Mein Blockhaus in Kanada«
Eiskeller Pfronten, 20.00 Uhr, 18 € Eintritt, 9 € Ermäßigt

• Mittwoch, 18. Mai | ALTUSRIED:
Axel Hacke liest und erzählt
Alte Post Altusried-Kimratshofen, 20.00 Uhr, 16 € Eintritt

• Mittwoch, 18. Mai | MARKTOBERDORF
Björn Kern: »Wo die wilden Väter wohnen. Eine Stadtfamilie wagt
sich aufs Land«
MODEON Marktoberdorf, 20.00 Uhr, 12 € Eintritt, 8 € ermäßigt (Schüler und Vollzeitstudierende)

• Dienstag, 17. Mai | MEMMINGEN:
Antje Rávik Strubel: »Die blaue Frau«
Maximilian-Kolbe-Haus, 19.30 Uhr, 12 € Eintritt, 10 € Ermäßigt, € Eintritt, 9 € ermäßigt

• Donnerstag, 19. Mai | WANGEN
Jasmin Schreiber: »Der Mauersegler«
Stadtbücherei im Kornhaus Wangen, 19.30 Uhr,10 € Eintritt, 8 € ermäßig

• Donnerstag, 19. Mai | IMMENSTADT
Norbert Scheuer: »Winterbienen«
Literaturhaus Allgäu Immenstadt, 19.30 Uhr, 10 € Eintritt, 7 € ermäßigt

• Donnerstag, 19. Mai | OTTOBEUREN:
Sönke Möhring & Wotan Wilke Möhring: »Rausch & Freiheit. Über das Leben, die Nacht und das Brüdersein«
Museum für zeitgenössische Kunst – Diether Kunerth Ottobeuren, 19.30 Uhr, 18 € Eintritt VVK / 20 € AK 14 € Ermäßigt

• Donnerstag, 19. Mai | BAD GRÖNENBACH
Andreas Föhr: »Unterm Schinder«
Kursaal im Haus des Gastes, 20.00 Uhr, 12 € Eintritt, 10 € Ermäßigt

• Freitag, 20. Mai | IRSEE
Georg Klein: »Bruder aller Bilder«
Gartensaal Kloster Irsee, 19.30 Uhr, 12 € Eintritt

• Freitag, 20. Mai | OBERSTAUFEN:
Gela Allmann: »Fight. Smile. Love.«
Kurhaus Oberstaufen, 20.00 Uhr, 18 € Eintritt, 15 € Ermäßigt

• Samstag, 21. Mai | Memmingen:
Lukas Hammerstein, Felicia Zeller & Hannah Zufall

Drei Theaterautor*innen aus der aktuellen Spielzeit lesen Texte zum Thema Zukunft
Landestheater Schwaben Memmingen, 19.00 | 20.00 | 21.00 Uhr, Der Eintritt ist frei. Bitte reservieren Sie sich Zugangstickets über den Vorverkauf.

• Sonntag, 22. Mai | HEIMENKIRCH:
Vincent Klink:
»Ein Bauch spaziert durch Venedig«
Meckatzer Löwenbräu Heimenkirch, 17.00 Uhr, 49 € Eintritt (Lesung inkl. 3-Gänge-Menü), 44 € Ermäßigt

• Dienstag, 24. Mai | BAD WURZACH:
Anja Jonuleit:
»Das letzte Bild«
Stadtbücherei in Maria Rosengarten, 19.30 Uhr,10 € Eintritt, 8 € Ermäßigt

• Mittwoch, 25. Mai | FELLHEIM:
Tobias Friedrich:
»Der Flussregenpfeifer«
Ehemalige Synagoge Fellheim
20.00 Uhr | Einlass 19.30 Uhr | 19.00 Uhr Führung durch die Synagoge (nach Anmeldung unter info@ehemaligesynagogefellheim.de), 13 € VVK / 15 € AK Eintritt, 10 € Schüler

• Samstag, 28. Mai | OBERSTDORF:
Marc Ahlbrand, Julia Dunker, Jacqueline Wagner: »Mountain Dreams«
3 Bergverrückte, 128.000 Höhenmeter und der große Traum vom Mont Blanc
Panoramastation Station Höfatsblick, Nebelhorn Oberstdorf, 14.00 Uhr, 15 € Eintritt zzgl. Berg- und Talfahrt Nebelhornbahn

• Donnerstag, 2. Juni | WEILER-SIMMERBERG
Johannes Laubmeier:
»Das Marterl«
Kornhaus Weiler im Allgäu, 19.00 Uhr, 13 € Eintritt, 9 € Ermäßigt

• Donnerstag, 2. Juni | BUCHLOE:
Lew Marschall:
»Der Sohn des Orkschamanen«
Gymnasium Buchloe, 19.00 Uhr, 10 € Eintritt, 5 € Ermäßigt

• Samstag, 4. Juni | LINDAU:
Bernd Brunner:
»Von der Kunst, die Früchte zu zähmen«
Villa Lindenhof Lindau, 19.30 Uhr, 18 € Eintritt, 12 € Ermäßigt

Willkommen an der Urmelversität

Ringvorlesung an der Uni Augsburg im Sommersemester: Kinder- und Jugendliteratur in Bayern.

An der Universität Augsburg ist die neue Ringvorlesung »Kinder- und Jugendliteratur in Bayern« gestartet. Initiatoren und Veranstalter der Ringvorlesung sind Prof. Dr. Klaus Wolf, Professor für Deutsche Literatur und Sprache in Bayern an der Uni Augsburg, und die Präsidentin der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur, Dr. Claudia Maria Pecher. Anfang Mai fanden die Eröffnungsbeiträge statt, am 12. Mai folgt eine Vortrag über Jella Lepmann, der Begründerin der Internationalen Jugendbibliothek in München (Referentin: Prof. Dr. Gabriele von Glasenapp). Die öffentlichen Vorlesungen finden jeweils Donnerstags um 19.15 Uhr im Hörsaal III (Gebäude C) der Uni Augsburg statt.

Zu den Referentinnen wird auch die Augsburger Kinderbuch-Autorin und Illustratorin Daniela Kulot zählen (7. Juli), das Cover ihres Buches Nasebohren ist schön ziert den Flyer zur Ringvorlesung. Im Nachgang der Ringvorlesung wird ein Band erscheinen, der die Beiträge zusammenfasst. Alle Termine der Ringvorlesung finden Sie im auxlitera-Terminkalender.

Bayern ist einer der wichtigsten Verlags- und Medienstandorte in Deutschland. Dies zeigt sich ebenso auf dem deutschsprachigen Kinder- und Jugendbuchmarkt. Historisch ist dies von den Anfängen der Erziehungsliteratur im Mittelalter bis in die zeitgenössische Kinder- und Jugendliteratur darstellbar. Ziel der Ringvorlesung ist es, sich gemeinsam mit Expertinnen und Experten der Kinder- und Jugendliteraturforschung auf eine Entdeckungsreise durch die bayerische Kinder- und Jugendliteraturlandschaft zu begeben. Dabei werden historische Entwicklungen, die Vielfalt der Erzählwelten ebenso wie Künstlerinnen und Künstler mit ihren Einzelwerken punktuell in den Blick genommen, die auf die Gesamtentwicklung der erzählenden Kinder- und Jugendliteratur in Deutschland eingewirkt haben.

Neben literatur- und kulturgeschichtlichen Überlegungen treten pädagogische, literaturdidaktische und gesellschaftspolitische Kontexte, die die Entwicklung des Kindheitsbildes sowie die Einflüsse der Familien-, Bildungs- und Kulturpolitik in den Blick nehmen. Beginnend mit Schul- und Erziehungsliteratur von den Anfängen bis ins 16. Jahrhundert sowie einer Standortbestimmung der Kinder- und Jugendbuchszene bis in die Gegenwart führt uns die Spurensuche zu moralischen Geschichten Christophs von Schmid, dem künstlerisch­ literarischen Werk Friedrich Hechelmanns, Bert Brechts Werk in der Schule, Jella Lepmanns Gründung der Internationalen Jugendbibliothek wie Sternstunden der Kinder- und Jugendliteratur von Michael Ende, Josef Guggenmos, Mirjam Pressler bis Max Kruse ebenso wie dem bayerischen Kobold Pumuckl.

Weiteres Programm ab 12. Mai:

12. Mai:
Jella Lepmann: Begründerin der Internationalen Jugendbibliothek in München.
Vor- und Nachfeld jüdischer Kinder- und Jugendliteratur in Bayern.
Prof. Dr. Gabriele von Glasenapp

19. Mai:
Von »Novemberkatzen« bis zum »Golem«:
Die literarische Welt der Autorin Mirjam Pressler
Dr. Jana Mikota

2. Juni:
Ellis Kauts »Pumuckl«-Geschichten: Ein bayerischer Kinderbuchklassiker im Medienverbund
Dr. Julia von Dall’Armi

9. Juni:
Christoph Schmid oder Wie man Moralische Geschichten erfolgreich erzählt
Prof. Dr. Gerhard Lauer

23. Juni:
Bert Brecht in Augsburg und in der Schule heute

PD Dr. Karoline Hillesheim

30. Juni:
Verzauberung der Kindlichkeit? Das künstlerische und literarische Werk Friedrich Hechelmanns

Dr. Kay Wolfiger

7. Juli:
»Kroko, Kacka, Pferdeschwanz / Bilderbücher-Eiertanz«. Einblick in die Bilderbuchwerkstatt

Daniela Kulot

14. Juli:
Kinderlyrik in Bayern. Von Christoph von Schmid bis Josef Guggenos

Prof. Dr. Kurt Franz

21. Juli:
Saltkrokan, Solupp, Bayerischer Wald. Ferien als Thema in der Kinderliteratur.

Lisa Rettinger, M.A.

28. Juli:
Von Michael Ende bis Max Kruse. Sternstunden in der Kinder- und Jugendliteratur Bayerns.

Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Heino Ewers