Schlagabtausch der manischen Buchverfolger

VIDEO | »Lesezeichen – Lektüre im Dialog«: Kurt Idrizovic und Michael Schreiner über Tellkamp, PEN-Zentrum Deutschland, Peter Handke, Eselsohren und Neon-Marker.

Vier Mal im Jahr diskutieren Kurt Idrizovic (Buchhandlung am Obstmarkt) und Michael Schreiner (ehemals Augsburger Allgemeine) und in der Stadtbücherei Augsburg über Bücher, Phänomene des Buchmarktes und ihre subjektiven Lese-Erlebnisse. Bei der insgesamt vierten »Lesezeichen«-Veranstaltung am 1. Juni 2022 ging es sehr vergnüglich und gut gelaunt, aber nicht minder tiefgehend und geistreich einher. Der Abend wurde als Präsenzveranstaltung vor Publikum, aber auch als Live-Stream auf Youtube abgehalten. Das auxlitera-Video für den Monat Juni präsentiert in Kooperation mit der Buchhandlung am Obstmarkt die Veranstaltung zum Nachschauen oder Nochmals-Anschauen.

Neben Themen wie die aktuellen Geschehnisse im PEN-Zentrum Deutschland tauschten sich die beiden Buch-Experten aus über folgende aktuellen Neuveröffentlichungen:

• Uwe Tellkamp: Der Schlaf in den Uhren (Suhrkamp)
Bonnie Garmus: Eine Frage der Chemie (Piper)
Jens Eisel: Cooper (Piper)
• Mathijs Deen: Der Holländer (mareverlag)
Jakob Hein: Der Hypnotiseur (Galiani-Berlin)
• Karl Ove Knausgård: Der Morgenstern (Luchterhand)
Percival Everett: Erschütterung (Hanser)
• Peter Handke: Zwiegespräch (Suhrkamp)
und Innere Dialoge an den Rändern: Aufzeichnungen 2016-2021 (Jung und Jung)
Georgi Gospodinov: Zeitzuflucht (Aufbau-Verlag)
• Emmanuel Carrére: Yoga (Matthes & Seitz)

»Lesezeichen – Lektüre im Dialog«: Die Aufzeichnung vom 1. Juni 2022 mit Michael Schreiner (links) und Kurt Idrizovic. >>Hier<< den auxlitera-Youtube-Kanal abonnieren. Video: Buchhandlung am Obstmarkt | http://www.tovisio.de | auxlitera

Die nächste Veranstaltung der Reihe »Lesezeichen – Lektüre im Dialog« findet am Mittwoch, 1. September 2022, statt. Die Buchhandlung am Obstmarkt veranstaltet diesen Sommer drei Literarische Salons: • 16. JuniDer Literarische Sommersalon 1 im Brunnenhof31. JuliDer Literarische Sommersalon EXTRA und • 4. August – Der Literarische Sommersalon 3 im Brunnenhof.

Hier beim auxlitera-Newsletter anmelden:

Sie erhalten etwa je Woche 1 E-Mail mit einem Nachrichtenüberblick.
Sie können diese Benachrichtung jederzeit abbestellen.
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben oder für andere Zwecke verwendet. [Unsere Datenschutzbestimmungen finden Sie hier.]


Magic, Pop und Ewigkeit

Am 15. Mai wird der erste deutsche Preis für Popliteratur verliehen. 12½ Fragen an Dr. Stefan B. vom Literaturhaus Augsburg.

Das Literaturhaus Augsburg verleiht mit »Magic Pop und Ewigkeit« den ersten deutschen Preis für Popliteratur. Gemeinsam mit der Jury, Polina Lapkovskaja, Alexa Hennig von Lange und Eckhart Nickel, wird am Sonntag, 15. Mai, live im Hotel Maximilian’s in Augsburg der/die PreisträgerIn gekürt, der/die die Gegenwartsliteratur erwecken und vergolden wird.

auxlitera stellte 12½ Fragen an Dr. Stefan B. vom Literaturhaus Augsburg:


Die Preisverleihung findet statt am Sonntag, 15. Mai 2022, um 19 Uhr (Einlass 18 Uhr) im Hotel Maximilian’s in Augsburg.

  • Talk: »Was ist Popliteratur?« mit Professor Heinz Drügh, Goethe Universität Frankfurt/Main
  • Lesung der FinalistInnen: Anaïs Meier, Mithu Sanyal, Alard von Kittlitz
  • featuring DJ Eckhart Nickel and a special live-performance by Polina Polly Lapkovskaja
  • Fine Fingerfood von Sternekoch Simon Lang
  • Exklusive Drinks passend zu den drei finalen Texten

Karten für die Gala gibt es für 39 Euro bei Bücher Pustet (VVK) oder an der Abendkasse. Reservationen nehmen wir via preis@literaturhaus-augsburg.de entgegen.
(Die Veranstaltung findet unter den geltenden Corona-Regeln statt.)

Zusätzlich vergibt das Literaturhaus Augsburg den »Lou-Andreas-Salomé-Spezialpreis für Texte, die vor Liebe sprühen«, der am Samstag, 14. Mai 2022 im Brechthaus in Augsburg verliehen wird. Der Preisträger/die Preisträgerin wird im Anschluss lesen.

Veröffentlicht in VIDEO

Erinnerung, eingeschrieben

Die Künstlerinnen Eda Aslan und Nurgül Dursun verarbeiten Lesespuren in Büchern der Sammlung Salzmann an der Unibibliothek Augsburg in einem Kunstprojekt.

Können Bücher ein Gedächtnis haben? Diese Frage würden die beiden Künstlerinnen Eda Aslan und Nurgül Dursun sicherlich mit »ja« beantworten. Im Rahmen ihres von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius geförderten Kunstprojekts »What Was Left« haben sie in der Bibliothek der verbrannten Bücher der Sammlung Salzmann gearbeitet.

An der Unibibliothek Augsburg durchforsteten und scannten sie Bücher, untersuchten die Bücher, die von den Nationalsozialisten verboten wurden. Spuren in diesen Büchern, wie etwa Notizen, Anstreichungen und Lesezeichen zeigen, wie sie einst gelesen wurden: Sie sind Teil des »Gedächtnisses« der Bücher.

Von der Aktion berichtet die Universitätsbibliothek Augsburg auf ihrer Facebook-Seite und verlinkt dort auch auf ein Video, das Eda Aslan und Nurgül Dursun erstellten.

Die beide Künstlerinnen sind auch auf Instagram:
Eda Aslan: https://www.instagram.com/eeda_aslan/
Nurgül Dursun: https://www.instagram.com/lametta.jung/