Zwei neue Veröffentlichungen des Konrad Verlags stehen im Zeichen Augsburger Sakralarchitektur: im Blickpunkt sind der Augsburger Dom und das kleine Galluskirchlein. Architektur und Ausstattung des Ersteren beleuchtet ein reich bebilderter Band. Eine wissenschaftliche Arbeit weist nach, dass unter das St. Gallus Kapelle auf dem Platz einer große spätantike Transeptbasilika steht.
Der in Weißenburg situierte Konrad Verlag fällt immer wieder mit schön gemachten, gleichzeitig profund und kompetent erstellten Bänden zu Kunst, Geschichte und Kulturerbe auf. Augsburg und Schwaben rücken hier immer wieder in den Mittelpunkt. Jüngst erschienen sind nun zwei Bände, die sich der Sakralarchitektur in der wohl ältesten Bischofsstadt Bayerny widmen; der Band 📖 Der Augsburger Dom in ottonischer Zeit. Architektur und Ausstattung und 📖 Die Überreste der spätantik-christlichen Transeptbasilika unter der Galluskapelle in Augsburg und ihre figürliche Wandmalerei. Beide Bücher erscheinen in der Reihe der Jahrbücher für Bistumsgeschichte.
Der Augsburger Dom in ottonischer Zeit: Architektur und Geschichte
Auf den ersten Blick ist der Augsburger Dom ein gotischer Bau. Bei näherem Hinsehen jedoch wird erkennbar, dass er von allen deutschen Domen die meiste Substanz aus seiner ottonischen Entstehungszeit bewahrt. Neue Forschungen haben die frühen Bauteile und ihre Reste an Wandmalerei erforscht und sie schon kurz nach dem Jahr 1000 n. Chr. datieren können. Damit rückt der Augsburger Bau in die vorderste Reihe der Kathedralen im Reich. Der reich bebilderte Band Der Augsburger Dom in ottonischer Zeit. Architektur und Ausstattung [Konrad Verlag] stellt die Forschungen zum Dom und den berühmten Glasfenstern vor, zusammen mit den erhaltenen Stücken der ursprünglichen Ausstattungt: zwei Glocken im Nordturm, der Bronzetür und einem Evangelistar mit Reichenauer Buchmalerei.
Hinzu kommen die Erkenntnisse jüngster Bauforschung zur »Kirchenfamilie« des Domes sowie seiner ehemaligen Tauf- und Pfarrkirche St. Johannes. Herausgeber des Bandes sind die Kunsthistoriker Dr. Dorothea Diemer (bis 2016 Lehre an der Uni Augsburg) und Dr. Peter Diemer (Zentralinstitut für Kunstgeschichte München, langjähriger Redakteur von Kunstchronik)
Zahlreiche Experten nähern sich auf verschiedensten Perspektiven dem Augsburger Dom, der als Hauptwerk ottonischer Architektur von der Kaiserinwitwe Adelheid persönlich gefördert wurde. Zu den Autoren – neben eines einblicksreichen Grußworts des Ausgburger Bischofs Bertram Meier – zählen die Herausgeber Diemer und Diemer, Reinhold Winkler, Michael Schmidt (Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege), Diözesankonservator Michael A. Schmid, die Diplom-Ingenieure Christian Kayser und Viola Scheumann, ➽ Daniel Parello (Corpus Vitrearum Deutschland), Glockensachverständiger Claus Peter, die Leiterin des Diözesanmuseums St Afra Melanie Thierbach, die Diplom-Restauratorinnen Angelika Porst und Maria Knackmuss sowie Peter Turek (Restaurationswerkstatt Turek).
Ein Literaturverzeichnis, ein Register der Orts- und Personennamen sowie Anschriften der Autoren ergänzen den 480 Seiten fassenden Band. ⟴ pm • auxlit
WEITERLESEN: ➽ Licht, Glas und Farbe: Daniel Parello über die mittelalterlichen Glasmalereien in Augsburg und Schwaben
Erhältlich als:
📖 Buch
Konrad Verlag 2025
Hardcover
480 Seiten, 420 überwiegend farbige Abbildungen
Preis: 49 €
ISBN 978-3-87437-648-8
► INHALTSVERZEICHNIS
Die Überreste der spätantik-christlichen Transeptbasilika unter der Galluskapelle in Augsburg und ihre figürliche Wandmalerei
Einen Blick auf Augsburgs ältestes christliches Gotteshaus wirft ein weiterer Band aus dem Konrad Verlag: auf die Sankt Gallus-Kiche, auch genannt Galluskirchlein auf dem Gallusbergle (Gallusplatz 2). Der Titel des Bandes beschreibt bereits den näheren Inhalt: Die Überreste der spätantik-christlichen Transeptbasilika unter der Galluskapelle in Augsburg und ihre figürliche Wandmalerei [Konrad Verlag]
Der Band ist leicht überarbeitete Dissertation von Denis Mohr, für seine Arbeit erhielt er 2024 den Bistumsgeschichtlichen Förderpreis. In den Jahren 1958–1962 wurden im Bereich um die Galluskapelle in Augsburg wissenschaftliche Grabungen durchgeführt. Mit der Auswertung dieser lange unveröffentlicht gebliebenen Grabungen weist Mohr nach, dass hier eine große spätantike Transeptbasilika stand, die zudem eine in dieser Epoche in der Region äußerst seltenen figürlichen Malereien besaß. Neben den Münzfunden sprechen mehrere Indizien für eine Errichtung dieser Basilika im späten 4. oder frühen 5. Jahrhundert n. Chr.
Aufgrund ihrer herausragenden Architektur und Ausstattung ist in der Transeptbasilika unter der Galluskapelle mit hoher Wahrscheinlichkeit die spätantike Bischofskirche der Stadt zu erkennen und Augsburg damit der älteste Bischofssitz in Süddeutschland.
Erhältlich als:
📖 Buch
Band 1
Konrad Verlag, 2. Auflage 2026
Hardcover
512 Seiten, 94 Abb
Preis: 25 €
► INHALTSVERZEICHNIS
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