Mit Bilder-Slider ★ Am Dienstag, 21.4., startet das Literaturfest München. Der rumänische Konzeptkünstler Dan Perjovschi nimmt in der live anwachsenden Begleitausstellung »Freedom of Expression« das Festivalmotto auf. Bis 30.4. präsentiert das Festprogramm Lesungen, Diskussionen, crossmediale und interaktive Formate. Mit dabei u.a.: Robert Menasse, Maria Aljochina (Pussy Riot), Navid Kermani, Peter Sloterdijk, Helga Schubert, Lukas Rietzschel und Ingo Schulze.
Es ist eine Besonderheit, die in diesem Jahr zum zweiten Mal im Rahmen des ➽ Literaturfests München stattfindet: die Festival-Ausstellung, die das Motto des Programms aufnimmt. Nachdem die US-amerikanische Künstlerin Tracey Snelling im vergangenen Jahr die Frage Wie wollen wir leben? mit ihrer Installations-Ausstellung This is Us beantwortete, wird in diesem Jahr der international renommierte rumänische Konzeptkünstler Dan Perjovschi das Literaturfest mit seiner temporären und wachsenden Ausstellung »Freedom of Expression« begleiten und kommentieren.
Ab Sonntag, 19. April 2026, wird Perjovschi im Foyer des ➽ Literaturhauses München (3. OG, Salvatorplatz 1, 80333 München) eine wachsende Ausstellung entwickeln. Im Stil raffinierter und scharfzüngiger Kritzeleien, Cartoons und Piktogrammen nimmt der in der Ceaușescu-Diktatur aufgewachsene Landsmann der rumänisch-schweizerischen Festival-Kuratorin Dana Grigorcea das Zeitgeschehen unter die Lupe – und Aspekte des Festivalprogramms konkret mit auf.
Illustrationen und Bilder: © Dan Perjovschi
Die Zeichnungen entstehen live, Tag für Tag, im Austausch mit dem Publikum, mit Autor*innen, Musiker*innen, Denker*innen. Und auch das Publikum ist eingeladen, eine Wand mitzugestalten. Die Installation verändert sich, reagiert auf Gespräche, Lesungen, politische Debatten – und verschwindet nach dem Festival wieder. Auch das ist Freiheit: Präsenz statt Archiv.
Bis 30. April 2026 präsentiert das ➽ Festprogramm unter dem Thema »Freiheit« Lesungen, Diskussionen, crossmediale und interaktive Formate. Mit dabei sind u.a. Robert Menasse, Maria Aljochina (Pussy Riot), Navid Kermani, Peter Sloterdijk, Helga Schubert, Lukas Rietzschel und Ingo Schulze.
Öffnungszeiten der Ausstellung:
Mi. 22.4. – Do., 30.4. 2026 • täglich 11 – 22 Uhr (Ausnahme: Do, 30.4., ab 18 Uhr)
Literaturhaus München (Salvatorplatz 1), Foyer (3. OG)
Eintritt frei
»As an artist you have both a freedom and a responsibility. You increase your freedom by knowing things and by sharing this knowledge.«
– Dan Perjovschi, (CreativeMornings Bucharest, 2014)
Dan Perjovschis Arbeiten waren im MoMA New York, in der Tate Modern London, im Centre Pompidou Paris oder im Moderna Museet Stockholm zu sehen; im April 2026 eröffnet er eine neue Ausstellung in Madrid (Gallery 17) parallel zu weiteren Projekten in europäischen Institutionen. Dennoch verweigert er sich konsequent der Aura des Abgeschlossenen: Seine Werke entstehen direkt auf Wänden, Glasflächen oder Böden – ortsgebunden, vergänglich.
Wände, Mauern, Glasflächen, dazu ein dicker schwarzer Stift: Mit einfachsten künstlerischen Mitteln komprimiert Dan Perjovschi komplexe Zusammenhänge und hebt die Grenzen zwischen Zeichnung, Grafik, Comic und Konzeptkunst auf. Aufgewachsen im Rumänien der Ceaușescu–Diktatur erlebte Dan Perjovschi Zensur, Überwachung und staatliche Kontrolle aus nächster Nähe; diese Erfahrung prägt sein gesamtes künstlerisches Werk. Seit den 1990er Jahren arbeitet er international an den Schnittstellen von Zeichnung, Comic und Konzeptkunst.
Mit schnell gezeichneten Symbolen, Wortspielen und Piktogrammen kommentiert er gesellschaftliche und politische Themen mit Ironie, Witz und kritischer Klarheit. Kapitalismus und Krieg, Migration und Medien, Macht und Ohnmacht und immer wieder Freiheit als Leitthema – all das verdichtet Dan Perjovschi in wenigen Linien. Humor ist dabei kein dekoratives Mittel, sondern eine Strategie des Widerstands: Lachen öffnet Denkraum. ⟴ pm • auxlit

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