Keinheimisch: Kindheit in Israel, Leben in Deutschland

Tomer Dotan-Dreyfus liest im Augsburger Grandhotel Cosmopolis. Sein Buch »Keinheimisch« beleuchtet seine vom Holocaust überschattete Familiengeschichte, hinterfragt zugleich die israelische Gründungsgeschichte.

Am Donnerstag, 11. Dezember (20 Uhr), ist der Autor und ÜbersetzerTomer Dotan-Dreyfus zu einer Lesung mit Gespräch im Grandhotel Cosmopolis in Augsburg zu Gast. Dotan-Dreyfus stellt sein Buch 📖 Keinheimisch. Kindheit in Israel, Leben in Deutschland [Ullstein]. Der Eintritt ist auf Spendenbasis. Dotan-Dreyfus, aufgewachsen in Haifa, Israel, schreibt die vom Holocaust überschattete Geschichte seiner Familie und hinterfragt zugleich die israelische Gründungsgeschichte. Sein Großvater beteiligte sich an der Nakba, doch erzählt wurde die Vertreibung der Palästinenser später als »Befreiung«. Welche Rolle spielte der Großvater 1948 wirklich? In Keinheimisch verschmelzen Kindheitserinnerungen mit Reflexionen über Geschichte, Literatur und Politik. Eine berührende Erzählung über Erzählungen und die Frage, wie sehr man ihnen trauen kann. 

Foto: © Shai Levy

»Es scheint, als kenne ich alle Pflanzen dieses Landes, aber niemals ihre Wurzeln« 

TOMER DOTAN-DREYFUS ist in Haifa, Israel, aufgewachsen, seit 2011 lebt er als Autor und Übersetzer in Berlin. Er schreibt regelmäßig über Israel und Palästina sowie über Antisemitismus in Deutschland. Seine Artikel erscheinen unter anderem in Süddeutsche Zeitung, taz und Berliner Zeitung. Sein erster Roman Birobidschan (Voland & Quist) stand auf derLonglist zum Deutschen Buchpreis 2023. ⟴ pm • auxlit

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