Ludwig Ganghofers Bildungsroman »Der Hohe Schein« gilt heute als vergessen. Die Goethe Gesellschaft Augsburg lädt ein zum Vortrag über das Buch des Schriftstellers, der in Welden aufwuchs und in Augsburg das Gymnasium besuchte.
Zahlreiche Bergromane machten Ludwig Ganghofer (* 1855 in Kaufbeuren – † 1920 Tegernsee), der zum Teil in Welden aufwuchs und das Augsburger Realgymnasium besuchte, zu einem der erfolgreichsten Schriftsteller um 1900. Sein Bildungsroman Der Hohe Schein (1904), in dem ständig Goethe zitiert wird, ist heute vergessen. Die Goethe Gesellschaft Augsburg lädt für Mittwoch, 15. November (19 Uhr) zu einem Vortrag über Ganghofer und seinen Bildungsroman ein.
Unter dem Vortragstitel Wilhelm Meister und Iphigenie in den Alpen. Ludwig Ganghofers Bildungsroman »Der Hohe Schein« referiert Dr. Ulrich Hohoff, 1. Vorsitzender der Goethe Gesellschaft Augsburg und von 1999 bis 2023 Direktor der Universitätsbibliothek Augsburg. Veranstaltungsort ist das Lettl-Museum Augsburg (Zeuggasse 9).
Was trägt sich in Ganghofers Roman zu? Ein Philosoph aus Berlin reist im Urlaub in ein Bergdorf der Alpen, erlebt hier im Kontakt mit den Einheimischen seine eigene Bildungsreise und lernt Goethes Werke kennen. Am Ende verbleibt er im Dorf, das manche im Leutaschtal vermuten, und heiratet eine Goethe-Kennerin. Ganghofer erzählt ausführlich von einer komödiantischen Aufführung der Iphigenie auf Tauris im Bauerntheater. Danach begeistern die Dorfbewohner sich plötzlich für Goethe. Der junge Ganghofer war mit dessen Werken aufgewachsen. In dem seinerzeit weit verbreiteten Roman spiegelt sich der Goethekult um 1900. Nach der Lektüre lud Kaiser Wilhelm II. den Schriftsteller zum Gespräch ein. ~ [pm/auxlit]
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