10. Bayerischer Buchpreis für Deniz Utlu und Jan Philipp Reemtsma

In der Kategorie »Belletristik« wird Deniz Utlu, in der Kategorie »Sachbuch« Jan Philipp Reemtsma ausgezeichnet.  Florian Illies erhält den Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten, der Bayern 2 Publikumspreis geht an Caroline Wahl.

Mit dem zehnten Bayerischen Buchpreis werden in der Kategorie Belletristik Deniz Utlu für seinen Roman Vaters Meer und in der Kategorie Sachbuch Jan Philipp Reemtsma für sein Buch Christoph Martin Wieland ausgezeichnet.  Zudem verleiht Staatsminister Florian Herrmann den Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten an Florian Illies. Und Caroline Wahl kann sich über den Bayern 2-Publikumspreis für ihr Buch 22 Bahnen freuen.

Die Jury des Bayerischen Buchpreises diskutierte am 7. November Abend live auf der Bühne über drei Romane und drei Sachbücher, in Anwesenheit aller nominierten Autorinnen und Autoren sowie vor geladenem Publikum in der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz. Nach insgesamt 60 Minuten intensiven Gesprächs entschied die Jury, Vaters Meer von Deniz Utlu sowie Christoph Martin Wieland von Jan Philipp Reemtsma als beste Bücher des Jahres in der Kategorie Belletristik sowie in der Kategorie Sachbuch auszuzeichnen. Der Jury gehören in diesem Jahr Andreas Platthaus (Frankfurter Allgemeine Zeitung), Marie Schoeß (Bayerischer Rundfunk) und Cornelius Pollmer (Süddeutsche Zeitung) an.

»Der letzte Aufsatz von Christoph Martin Wieland trug den Titel ‚Über das Fortleben im Andenken der Nachwelt‘. Jan Philipp Reemtsmas Biografie führt vor, wie das gelingen kann«, begründet die Jury ihre Entscheidung, und weiter: »Deniz Utlus Roman ‚Vaters Meer‘ ist ein großes Erinnerungsbuch: ‚Ich suche nach meinem Vater vor allem in mir selbst‘, sagt Yunus, der Erzähler des Buches, und entdeckt dabei sowohl die Kraft als auch die Tiefe der Poesie.«

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In der Kategorie Belletristik waren neben dem Roman Vaters Meer von Deniz Utlu (Suhrkamp) die Bücher Erzählung zur Sache von Stephanie Bart (Secession Verlag) und Kochen im falschen Jahrhundert von Teresa Präauer (Wallstein) nominiert. Für die Kategorie Sachbuch waren außer Christoph Martin Wieland von Jan Philipp Reemtsma (C. H. Beck) die beiden Bücher American Matrix von Karl Schlögel (Hanser) sowie Die Zunge von Florian Werner (Hanser Berlin) ausgewählt.

Die Preisträger Deniz Utlu und Jan Philipp Reemtsma erhalten jeweils 10.000 Euro sowie eine Preisfigur aus Nymphenburger Porzellan. 

Bayern: »einer der wichtigsten Verlagsstandorte«

An dem Abend wurde zudem Florian Illies mit dem Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten ausgezeichnet. Dr. Florian Herrmann, Leiter der Staatskanzlei, Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Medien: »Literatur ist die universelle Weltsprache: Der Bayerische Buchpreis wird heute zum 10. Mal verliehen. Er hat sich als feste Veranstaltung in der Literaturszene etabliert – auch aufgrund des innovativen Formats einer Live-Jury-Entscheidung sowie des Ehrenpreises des Ministerpräsidenten und des Publikumspreises.«

Mit seinen über 300 Buchverlagen und rund 750 Buchhandlungen sei Bayern seit langem einer der wichtigsten Verlagsstandorte in Deutschland und ein echtes Buchland, betonte Hermann: »Bei der Titelproduktion von Erstauflagen sind wir Spitze in Deutschland. Alleine im Jahr 2022 wurden über 11.000 Titel neu produziert. Das unterstützen wir als Freistaat gerne, auch mit unserer bayerischen Medienstandortförderung. Denn Bücher können unterhalten, sind spannend und lehrreich, und ermöglichen einen einfachen und unkomplizierten Zugang zu Wissen und Bildung.«

Verliehen wurde auch der Bayern 2-Publikumspreis an Caroline Wahl für ihren Roman 22 Bahnen (DuMont). Bei diesem Preis kommen die Leserinnen und Leser selbst zu Wort. Sie konnten in den vergangenen Wochen über ihr Lieblingsbuch des Jahres abstimmen. Fünf Bücher, allesamt aktuell Bestseller in den bayerischen Buchhandlungen, standen zur Wahl. ~ [pm/auxlit]

🔊 Die gesamte Preisverleihung wurde live im Radio auf Bayern 2 übertragen. Die Sendung steht nun als Podcast zur Verfügung.


Der Bayerische Buchpreis wird vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels – Landesverband Bayern mit Unterstützung der Bayerischen Staatskanzlei veranstaltet. Gefördert wird er von der Bayerischen Staatskanzlei und unterstützt von Bayern 2 als Medienpartner, von der ZEIT Verlagsgruppe, der Bayerischen Sparkassenstiftung sowie dem Verein zur Leseförderung.


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