Literatur unter Bäumen.

Das Open-Air-Literaturformat stellt neue Literatur aus Afrika, Hawaii und Frankreich vor. Drei Tage sind Verlegerinnen und Verleger der deutschsprachigen Verlage zu Gast, im Gespräch in Neu-Ulm auf der Donauinsel.

Von Freitag, 1., bis Sonntag, 3. September, geht in Neu-Ulm die 7. Ausgabe des beliebten Open-Air-Literaturformats Literatur unter Bäume über die Bühne. Auf der Donauinsel »Auf dem Schwall« wird neue und entdeckenswerte Literatur aus deutschsprachigen Verlagen vorstellt. Das Motto in diesem Jahr: Stimmen und Identitäten. Verlegerinnen und Verleger stellen dabei ihre persönlichen Reisen durch die Regionen dieser Erde vor und im Gespräch mit dem Verleger, Autor, Verleger (Edition Hibana) und Literaturveranstalter Florian L. Ar­nold ihre neuesten und schönsten Bücher vor. Im Mittelpunkt steht dabei Literatur aus Afrika, Hawaii und Frankreich. Dazu gibt es – unter freiem Himmel – Live-Musik, eine gut sortierte Büchertheke und kühle Getränke.

Zu Gast sind Heinrich von Berenberg (Berenberg Verlag, Berlin) mit Literatur aus Lateinamerika, Jona Krützfeld (Verlag akono, Leipzig) mit Literatur aus Afrika und Bettina Deininger (Austernbank Verlag) mit Literatur aus Frankreich. Die Gesprächsabende beginnen jeweils um 19 Uhr.

🌧️ Bei schlechtem Wetter werden die Veranstaltungen in das Gebäude der NUWOG (Schützenstraße 32, Neu-Ulm)  verlegt. Das Info-Telefon der Stadt Neu-Ulm gibt ab 17 Uhr unter 0731/7050-2121 darüber Auskunft, wo die Veranstaltung stattfindet.

Foto: Guido Gerlach


Tag 1: Berenberg Verlag – Literatur aus Lateinamerika

Foto: Cordula Giese

Tag 1 von Literatur unter Bäumen 2023 beginnt am Freitag, 1. September (19 Uhr) unter dem Motto »Welten« mit dem Berenberg Verlag. 2004 von Petra und Heinrich von Berenberg gegründet, liegt der Schwerpunkt des Berliner Verlages auf autobiografische und biografische Literatur, Essays und Memoiren. Eines der erfolgreichsten Bücher des neugegründeten Verlags ist Freund und Feind von John Maynard Keynes. Ende der neunziger Jahre entdeckte Heinrich von Berenberg auf dem Pariser Salon du livre die französische Ausgabe. Mit diesem Titel verband sich zum ersten Mal der Wunsch, ein eigenes, nicht belletristisches Verlagsprogramm zu entwickeln.

Die ersten vier Bücher erschienen im Herbst 2004, und seither sind pro Halbjahr zwischen drei und fünf weitere hinzugekommen. Heinrich von Berenberg ist zu Gast unter den Neu-Ulmer Literaturbäumen und erzählt im Gespräch mit Florian L. Arnold von seinem Verlag. Die Musik kommt von Fish and Scale.

Tag 2: akono – Literatur aus Afrika

Foto: Marcel Noack

Am Samstag, 2. September (19 Uhr) – das Motto lautet Identitäten – ist Jona Krützfeld zu Gast. Die Verlegerin stellt ihren in Leipzig ansässigen Verlag akono vor. akono ist ein junger Indieverlag aus Leipzig, der zeitgenössische Prosa und Lyrik aus afrikanischen Ländern und der Diaspora verlegt. akono publiziert Romane, Kurzgeschichten und Gedichte und gibt Schreibenden ein literarisches Zuhause, die in ihren Werken aus afrikanischen Erzähltraditionen schöpfen, die Geschichte von afrikanischen Ländern neu erzählen.

akono ist außerdem ein Onlinemagazin für die Übersetzung und Darstellung der Arbeit von jungen afrikanischen Kreativen. Das Kulturmagazin zeigt ihre Perspektiven, Stile und Geschichten in Literatur, Fotografie, Mode, Design, Musik und Film. Das Gespräch führt Florian L. Arnold, Sirius Weltmusik sorgt für Live-Musik.

Tag 3: Austernbank – Literatur aus Frankreich

Foto: Literaturhaus Stuttgart, Wetterleuchten

Der Münchner austernbank verlag veröffentlicht seit 2011 preisgekrönte französischsprachige Literatur der Gegenwart in deutscher Erstübersetzung. Mit dem Verlagsnamen spielt die Verlegerin Bettina Deininger auf gewisse Gemeinsamkeiten von Austern und Büchern an, etwa einer »harten Schale, in der sich Köstliches bewegt, das lange reifen muss, das nur langsam seine Wirkung entfaltet – und das polarisiert.« Deininger gründete ihren Verlag 2011 und hat seither mit viel Geschick, hervorragender übersetzerischer Arbeit und erstklassig gestalteten Büchern bewiesen, wie viel an Wendigkeit, Frische und Entdeckerfreude ein so genannter “kleiner” Verlag auf literarischem Gebiet entfesseln kann.

Die Klänge an diesem Abend kommen von zwei ganz jungen Musikern, die sich Jazz-Klassikern verschrieben haben. Alexander Walz aus Günzburg hat selbst einen Verlag, ist 16 Jahre alt und spielt am E-Piano Unsterbliches von Gershwin bis Joplin. Saxophonist Philip Siemons aus Burgau wird ihn begleiten. Moderation: Florian L. Arnold.

Weitere Infos auf www.nu.neu-ulm.de

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