Karl Greisinger, ehemaliges Vorstandsmitglied im Bert Brecht Kreis Augsburg, legt zum Thema Brecht 15 einsichtsreiche Texte aus 25 Jahren Spurensuche vor. »Einiges zu Brecht« lautet der Titel des Buchs des in Hochstädt geborenen Autors, der bis 2015 Mitherausgeber der Augsburger Literaturzeitschrift »Gegenwind« war.

Einiges zu Brecht. Texte aus 25 Jahren Spurensuche (Wiesenburg) heißt der Band von Karl Greisinger, in dem der Brechtexperte einige seiner Arbeiten versammelt. Greisinger, 1940 in Höchstädt an der Donau geboren, ist selber Autor und Lyriker, war einst im Vorstand des Bert Brecht Kreis Augsburg und Mitherausgeber der Augsburger Literaturzeitschrift Gegenwind.
Das Buch des studierten Lehrers versammelt Beiträge zu Brecht, die in den späten 1990er in der Augsburger Allgemeinen, in der ersten Hälfte der 2010er Jahre im Dreigroschenheft veröffentlicht wurden, aber auch spannende Preziosen, die zum Beispiel in den Jahrbüchern der Brecht Brecht Realschule oder der Staatlichen Realschule Neusäß zu finden sind.
Die insgesamt 15 Texte, versehen mit einem Vorwort und einer kurzen Einführung seitens des Autoren, beleuchten Brechts Theaterplan für das gesamte Nachkriegsdeutschland ebenso wie Brechts Liebe zum Ammersee, sein Liebesgedicht Erinnerung an die Marie A. oder die Streifzüge des jungen Brechts zusammen mit seinen Freunden durch das Augsburger Umland. Im Blick ist auch Werner Hechts Brechtchronik, Brechts angebliches Treffen mit Alfred Mühr im Perlach-Stüble und des Dichters Brechts eigene literarische Zweifel und Mühen.
Von Reich-Ranicki über Paula Banholzer bis Alfred Mühr
Aber auch Reich-Ranickis Bild von Brecht vornehmlich als Lyriker, die Geburtstagsoden oder Gedanken zu Brechts Prosageschichte Bargan lässt es sein (1921) finden sich in der Textsammlung. Faszinierend: das Gesprächsprotokoll eines Interviews mit Brechts Jugendliebe »Bi« – am 16. April 1988 hatte Greislinger mit seinem damaligen Schüler Mark Spitzauer (heute Theaterregisseur und Dramatiker) die in Stadbergen lebende Paula Groß, geborene Banholzer, für ein Tonband-Interview besucht.
Mit Bertolt Brecht, der Augsburger? fand auch ein im Februar 2003 zur Namensgebungsfeier der Bertolt-Brecht-Realschule Augsburg gehaltener Vortrag ins Buch. Die Publikation wird abgerundet durch ein Nachwort von Dr. Michael Friedrichs, Vorsitzender des Bert Brecht Kreises Augsburg und auch Lektor des Buchs. ~ [msc/auxlit]
✍️ KARL GREISINGER
Geboren 1940 in Höchstädt an der Donau. Unterrichtete bis zum Ruhestand Deutsch und Englisch an Realschulen. Schreibt neben Lyrik literarische Aufsätze sowie Buchrezensionen. Autor und Mitherausgeber der Augsburger Literaturzeitschrift Gegenwind bis 2015. Kunstpreis des Landkreises 1996. Ehemaliges Vorstandsmitglied im Bert Brecht Kreis Ausburg.
📚 Eigene literarische Veröffentlichungen:
Gondeleisen. Gedichte. 1996, Hain Verlag Augsburg
Der Ritt in die Donau. Erzählung 2004, Verlag Roch-Druck
Den Tagen das Licht. Gedichte 2014, Wiesenburg
Im Nebel früher Jahre. Erinnerungen. 2017, Wiesenburg
Ein Satz für die Geschichte. Lesetexte. 2020, Wiesenburg
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