Emily Brontë: Seeing the Wuthering Heights.

Das Leben der Schriftstellerin Emily Brontë (»Wuthering Heights«, ) als BioPic-Drama zwischen Fakten und Fiktion: »Emily – Rebellin, Außenseiterin, Genie« ist im Kino angelaufen. In Augsburg ist die synchronisierte und die Originalversion mit Untertiteln zu sehen.

Mit ihrem ersten und einzigen Roman schuf Emily Brontë (1818 – 1848) einen Klassiker der Weltliteratur. Sie hat eine der größten Liebesgeschichten der Welt geschrieben: Sturmhöhe (Originaltitel: Wuthering Heights). Brontë veröffentlichte den Roman 1847 unter dem Pseudonym Ellis Bell. Er sollte Roman vielfach verfilmt verfilmt werden, die Musikerin Kate Bush verewigte das tragische Paar Cathy und Heathcliff zudem nochmals in ihrem Hit Wuthering Heights.

Als bildgewaltiges Drama und Familiensaga läuft nun »Emily« (2022) an, ein britischer Film, mit dem Schauspielerin Frances O’Connor (The Missing, Mansfield Park) ihr Regiedebüt gibt. O’Connor verfasste auch das Drehbuch: kein klassisches Biopic, sondern die »imaginäre Biografie« einer stillen Rebellin, in der sich Fakten und Fiktion mitreißend ergänzen.

Ein Leben im viktorianischen England

Der Film will Emilys Welt aus ihrer Sicht zeigen – was sie inspirierte und mit welchen Konventionen sie als junge Frau im viktorianischen England zu kämpfen hatte. Der Spielfilm erzählt von Ambition, Enttäuschung, verbotener Liebe – und rollt zugleich eine komplexe Familiensaga auf. Auch Emilys Schwestern wurden als Schriftstellerinnen berühmt: Charlotte Brontë mit Jane Eyre; Anne Brontë, die jüngste der drei, veröffentlichte Agnes Grey

In der anspruchsvollen Titelrolle brilliert Shootingstar Emma Mackey. Die Schauspielerin wurde mit der Netflix-Serie Sex Education schlagartig bekannt und war zuletzt ìn Kenneth Branaghs starbesetzter Neuverfilmung von Tod auf dem Nil auf der Leinwand zu erleben. 

»Emily« ist im Augsburger Liliom-Kino in der synchronisierten Fassung und die Originalversion mit Untertiteln zu sehen.

DIE HANDLUNG im Film (130 Min.), der Fiktion und Fakten verbindet: Emily Brontë wächst als Tochter eines Pfarrers im ländlichen Yorkshire auf. Das störrische, ernste Mädchen gilt im Ort als sonderbar. Am wohlsten fühlt sich Emily in der Natur – und in ihrer Fantasiewelt: Wenn sie sich gemeinsam mit ihren Geschwistern Geschichten ausdenkt, blüht die Außenseiterin auf. Doch für solche »Spinnereien« ist kein Platz mehr: Die Brontë-Schwestern müssen zum Familienunterhalt beitragen. Emily soll Gouvernante werden, genau wie ihre vernünftige ältere Schwester Charlotte (Alexandra Dowling). Der Erwartungsdruck setzt der scheuen Emily zu. Nur ihr rebellischer Bruder Branwell (Fionn Whitehead), der lieber zügellose Partys feiert, als Vaters Ansprüchen zu genügen, versteht sie. In ihrem neuen Hauslehrer William Weightman (Oliver Jackson Cohen) findet Emily überraschend einen Verbündeten. Die zwei fühlen sich unwiderstehlich zueinander hingezogen. Doch sogar William sind Emilys Eigensinn und ihre Leidenschaft für das Schreiben unheimlich. 


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