Svea Mausolf gewinnt mit ihrem Debütroman «Image» den Deutschen Popliteraturpreis für Magic, Pop und Ewigkeit 2026. Mehr über die die Preisverleihung in Augsburg, die Autorin und das Buch.
Am 9. Mai 2026 verlieh das Literaturhaus Augsburg im Lettl Museum für surreale Kunst in Augsburg zum dritten Mal den Deutschen Popliteraturpreis für Magic, Pop und Ewigkeit. Im Finale standen Svea Mausolf, Paula Steiner und Stefan Sommer. Der Preis ist mit 3000 Euro dotiert und ging an Svea Mausolf für ihren 🛒 Debüt-Roman Image [Gutkind Verlag] Anzeige. Rund 40 Titel, die sowohl von etablierten Verlagsgrössen, als auch kleinen Indepenedent-Verlagen eingereicht wurden, wollten zeigen, wie Popliteratur heute aussehen kann.
»Der Preis geht an ein Werk, wo der Mensch in all seinen Dimensionen und auch Perversionen zum Tragen kommt und das in einer Art von Komik, die wirklich outstanding ist und mit einer gehörigen Portion Sarkasmus, die uns letzten Endes alle entlarvt«, begründete Knut Cordsen die Entscheidung der Jury. Gemeinsam mit Julia Holbe, Frédéric Schwilden und dem Literaturhaus Augsburg (Dr. Stefan-Alexander Bronner, Dr. Franziska Diller und Katrin Montiegel) kürten sie vor rund 100 Zuschauern im Lettl-Museum Svea Mausolf zur Preisträgerin.
Svea Mausolf
Image
Gutkind Verlag
Garantiert kein Safe Space: Der Debütroman der Queen of Meme
Weil Peggy Brinkmann, 37, ihr Studium weder erfolgreich beenden noch erfolglos abbrechen kann, haben ihr die Eltern den Geldhahn zugedreht. Seitdem muss sie sich Küche und Bad mit Martin teilen, der sich wahlweise mit seinem Schwanz oder dem Lackieren seiner Fingernägel beschäftigt – und trotzdem nicht schwul ist. Als sich auch noch ihre Langzeitfreundin trennt, landet Peggy in den Armen von Veronique, die in einer schmutzigen Eckkneipe namens Image kellnert. Der Beginn einer rasanten Kette an Ereignissen, die ihren Höhepunkt auf der Verlobungsfeier von Peggys Schwester und Christfluencerin Jenny erreicht.
Image ist eine düstere, bitterböse Satire auf eine verrohte Gesellschaft, in der moralische Grenzen längst überschritten sind. Die Spannungshandlung des Romans oszilliert zwischen schwarzem Humor, grotesker Überzeichnung und brutaler Realität. Am Ende bleibt die Frage offen: Wer ist hier eigentlich das wahre Monster? Svea Mausolf schaut in die dunklen Ecken der Gesellschaft, dabei leuchtet sie Abgründe aus und widmet sich hingebungsvoll dem Ekel und all den unsympathischen Eigenheiten der Menschen im Spätkapitalismus, die wir nur allzu gerne verdrängen. ~ verlagstext
»Meiner Meinung nach die beste Herstellerin von lustigem Content der Gegenwart«
– Jan Böhmermann
Svea Mausolf ist Künstlerin, Comedian, Autorin diverser Comedy-Formate wie Kroymann. Bekanntheit erlangte sie über ihren Instagram-Account @sveamaus, für den sie als Meme-Queen gefeiert wird. Sie tourte mit ihrem Comedyprogramm und ihrem Buch durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Mausolf wuchs in Märkisch-Oderland auf, brach ein Kunststudium an der Hochschule in Essen ab und lebt heute in Köln.
Svea Mausolf freute sich nicht nur über die Trophäe in Giftgrün und einen Koffer mit 3000 Euro: »Es ist einfach schön gesehen, zu werden und, dass für Popliteratur endlich mal eine Lanze gebrochen wird. Diese Wertschätzung finde ich grossartig – Beifall für die Szene!«
Sternehäppchen mit Ai Wei Wei
Wer eine klassische Wasserglaslesung erwartet hatte, wurde bitter enttäuscht: Bereits vor der Veranstaltung reichte Sternekoch Simon Lang (Sartory, Hotel Maximilian’s in Augsburg) den Gästen feine Amuse-Bouches. Dann folgten Schlag auf Schlag Einordnung (durch Professor Heinz Drügh, Universität Frankfurt), Lesung und Gespräche zwischen Jury und Autor:innen. Zum Schluss wurden die Gäste im Rahmen einer Auktion mit Kunstwerken von Ai Wei Wei und dem Nachwuchstalent Lucie Pfrang sowie einer Fotografie, gespendet von Fotograf und Jurymitglied Frédéric Schwilden überrascht. An diesem Abend wurde Popliteratur nicht nur gefeiert, sondern Popkultur gelebt. ⟴ pm • auxlit
Erhältlich als:
📖 Buch
💻 eBook
Audio
Gutkind Verlag 2025
Erhältlich als Hardcover +Taschenbuch
256 Seiten
Preis: 14 € Tschenbuch | 22 € Hardcover | 17,99 € eBook
ISBN: 978-3-98941-074-9

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