BUCHVERLOSUNG | BRECHTFESTIVAL ★ Die renommierte Journalistin und Autorin Gilda Sahebi zu Gast beim Brechtfestival*26: Im Festivalzentrum stellt sie ihr aktuelles Buch »Vebinden statt Spalten« vor. Zuvor ist sie am selben Tag Teilnehmerin des neu einberaumten Podiumgesprächs »Wo bist Du, Sepehr? – Iran nach dem Massaker«. auxlitera verlost jeweils 3 x Şahins »Amazonenbrüste« und Nandis »Single Mom Supper Club«.

Zwei starke Stimmen, zwei kraftvolle Bücher, ein Abend: Beim Brechtfestival*26 geht es am Samstag, 28. Februar [TICKETS Anzeige], in einem literarischen Double-Feature um Körper, Mutterschaft, Krankheit, Wut – und weibliche Solidarität. Im Kleinen Goldenen Saal in Augsburg (18 Uhr) treffen die Autorinnen Reyhan Şahin aka Dr. Bitch Ray und Jacinta Nandi Şahin aufeinander. Şahin schreibt in 📖 Amazonenbrüste – Wie ich den Brustkrebs bekämpfte [Tropen Verlag] radikal offen über ihre Krebserkrankung, Nandi erzählt in 📖 Single Mom Supper Club [Rowohlt] von einer Gang alleinerziehender Mütter in Berlin. Single Mom trifft Amazonenbrüste lautet der Titel des Abends. Nantis Buch war nominiert für den Deutschen Buchpreis 2025.
m uns mehr eint als trennt: In ihrem neuen, hochaktuellen Buch zur Politik der Spaltung und Polarisierung hierzulande räumt die renommierte Journalistin und Autorin Gilda Sahebi mit gängigen Mythen und Fake Facts auf. Wer heute in die deutsche Gesellschaft schaut, könnte denken: Es ist ein Land voller Drama, Gegeneinander und Spaltung. Dass dies so sei, ist eine Erzählung, die politisch generiert und medial verstärkt wird. Gilda Sahebi entlarvt sie als Lüge, als Herrschaftsinstrument autoritärer Kräfte. Das zeigt sie an den einschlägigen Debatten um Sozialleistungen, Migration, Gendern und Wokeness, Krieg und Frieden sowie Corona. Studien zeigen immer wieder: Im eigenen Leben sind Menschen viel öfter zufrieden; sie helfen und unterstützen einander, suchen Verbindung, nicht Hass. Wo geht die Suche nach Verbindung auf der gesellschaftlichen Ebene verloren? Und was kann man tun, um der Erzählung von Spaltung keinen Raum im eigenen Leben zu geben
Verbinden statt spalten
Eine Antwort auf die Politik der Polarisierung
05.03.2026
19:00
Lesung
Warum uns mehr eint als trennt und was man tun kann, um der Erzählung von Spaltung keinen Raum im eigenen Leben zu geben.
Wer heute in die deutsche Gesellschaft schaut, könnte denken: Wir leben in einem Land voller Drama, Gegeneinander und Spaltung. Doch das ist eine Erzählung, die so nicht stimmt, sagt die renommierte Journalistin und Autorin Gilda Sahebi. Studien zeigen immer wieder: Im eigenen Leben sind Menschen viel öfter zufrieden; sie helfen und unterstützen einander, suchen Verbindung – nicht Hass. Wo geht die Suche nach Verbindung auf der gesellschaftlichen Ebene verloren?
Mit: Gilda Sahebi
Moderation: Jean-Philippe Kindler
Besetzung
Wo bist Du, Sepehr? – Iran nach dem Massaker
Podiumsgespräch und Raum für Solidarität
05.03.2026
17:00
Gespräch
Karo [10] / Festivalzentrum
Mit: Gilda Sahebi, Azahdeh Ganjeh, Aydin Alinejad
Moderation: Sahar Rahimi
„In den finsteren Zeiten / Wird da auch gesungen werden? / Da wird auch gesungen werden. / Von den finsteren Zeiten.“ – Bertolt Brecht
Fast zwei Monate sind seit dem verheerenden Massaker im Iran Anfang 2026 vergangen. Die brutale Gewalt des Regimes gegen die eigene Zivilgesellschaft hat weltweit Entsetzen ausgelöst. In einer Situation, in der tägliche Festnahmen und Hinrichtungen stattfinden und die Gefahr einer weiteren militärischen Eskalation droht, rückt das Brechtfestival die Stimmen von iranischem Aktivisten*innen und Künstler*innen ins Zentrum. Mit der Veranstaltung Wo bist Du, Sepehr? wollen wir einen Raum für den Austausch, Solidarität und für das gemeinsame Trauern schaffen. Sepehr steht symbolisch für die vielen Verschwundenen, Inhaftierten und Ermordeten. Er steht für die Lücke, die staatliche Gewalt in Familien und in die Gesellschaft gerissen hat. Gemeinsam mit unseren Expert*innen und Aktivist*innen blicken wir auf die Situation nach dem Massaker und fragen: Was bewegt die Menschen vor Ort und im Exil heute?
Wie sieht wirksame Solidarität aus, wenn die Kameras der Welt nicht mehr hinsehen? Und wie kann Kunst in einem Umfeld der totalen Überwachung überleben und wirksam sein?
Beide Werke verbinden messerscharfe Gesellschaftskritik mit Humor, Wut und Selbstermächtigung. Im Anschluss an die Lesung sprechen die beiden Autorinnen mit der Regisseurin und Brechtfestival-KuratorinSahar Rahimi über feministische Allianzen und die Kraft kollektiver Erfahrungen.auxlitera verlost jeweils 3 x die Bücher der Autorinnen (siehe Verlosungsbox oben rechts).
Reyhan Şahin: »Amazonenbrüste«
Reyhan Şahin ist als feministische Rapperin (Dr. Bitch Ray) aufgetreten, als das noch längst nicht in Mode war. Sie hat als Frau mit Migrationsbiografie einen Doktor gemacht, als die deutsche Academia noch so divers war wie trockenes Weißbrot. Geringschätzung, Hass und Diffamierung hat sie immer an sich abprallen lassen. Das war ihre Superkraft. Doch der härteste Test sollte noch kommen: die Diagnose Brustkrebs.
Als Reyhan Şahin plötzlich die Diagnose Brustkrebs erhält, scheint ihre bitchmäßige Superpower sie erstmals zu verlassen. Aber nicht lange. Wir folgen ihr vom Schock der Diagnose über die Chemotherapie bis zum Glück der Überwindung der Krankheit. Und doch. Im Deutschrap und in der Wissenschaft hat sie sich trotz der vielen Hindernisse für eine Frau (und besonders Of Colour) durchgesetzt. Als Erkrankte muss sie erneut die Erfahrung machen, was es heißt, nicht als Deutsche gelesen zu werden. Doch mit ihrer kämpferischen Art, ihrer Widerstandskraft und ihrem Humor gelingt es ihr, in dieser Situation auch den großen Support zu spüren, die Solidarität unter Frauen, das Gemeinsame. Denn für den Krebs sind alle Menschen gleich. Eine Geschichte von großer Menschlichkeit, die uns daran erinnert, was uns verbindet, besonders in der Not. Und die nur wenige erzählen können wie Reyhan Şahin.
Jacinta Nandi: »Single Mom Supper Club«
Drei Engländerinnen, eine Deutsche, viermal alleinerziehend:Kayla, Tamara, Antje und Lina sind befreundete Mütter, die einander ebenso scharfzüngig kritisieren wie bedingungslos unterstützen. Als ihr monatlicherSupper Club durch die Momfluencerinnen-Cocaine-Moms-Clique infiltriert wird, führt der Generationenclash zu Chaos. In bissig-humorvoll erzählten Episoden folgen wir den Frauen und ihren Kindern durch ihren Alltag, vom Kindergeburtstag mit Kokain im Familienbadezimmer bis zum Elternabend mit Crush auf den neuen Klassenlehrer: Britin und Wahl-Berlinerin Nandi erzählt in ihrem neuen Roman von einem Leben unter Deutschen, von bürokratischen Hürden für Alleinerziehende, von Generationskonflikten unter Müttern, von Klasse und Herkunft, von Verrat – und vom Trost, den man an den unmöglichsten Orten findet. ⟴ pm • auxlit
🎫 TICKETS für LESUNG + TALK beim Brechtfestival am Sa, 28. Februar 2026 Anzeige
ZUM PROGRAMM DES BRECHTFESTIVALS 2026
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