Sklavenhändler und Konquistadoren vom Bodensee

Neues Sachbuch: Der beim Augsburger Handelshaus der Welser angestellte Schweizer Hieronymus Sailer baute als Sklavenhändler ein Netzwerk aus, das den Bodenseeraum fest mit der Ausbeutung der Neuen Welt im 16. Jahrhundert verflocht. ★ 👁️ mit Leseproben-Flipbook

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Das neue Buch 📘 Konquistadoren und Sklavenhändler vom Bodensee. Kolonialgeschichte im 16. Jahrhundert (FormatOst) ► Anzeige beleuchtet die Verbindung der Bodenseeregion mit der frühen Kolonialgeschichte. Das Werk geht hier vom St. Galler Hieronymus Sailer (1495–1559) aus, der Kaufmann und Angestellter im global tätigen Augsburger Handelshaus der Welser war – und: Sklavenhändler. Für das erste deutsche Kolonialunternehmen, die Welserkolonie Venezuela, handelten Sailer und Ulrich Ehinger aus Konstanz 1528 mit Kaiser Karl V. einen Vertrag über Kauf und Verschleppung von 4000 Menschen aus Westafrika in die Karibik aus: der zweitälteste »Asiento de Negros« im transatlantischen Sklavenhandel überhaupt.

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Sailers Netzwerk führte dazu, dass mehrere St.Galler in den Folgejahren als Konquistadoren in Venezuela unterwegs waren. Die Verflechtung zwischen der Bodenseeregion und der Ausbeutung der Neuen Welt im 16. Jahrhundert sind kaum bekannt. Auf den Spuren dieser St.Galler Kaufleute diskutieren die vier Autorinnen Hannah A. Beck, Rezia Krauer, Kirsten Mahlke und Nicole Stadelmann Aspekte des transatlantischen Kolonialhandels und dessen Finanzierung. Damit leisten sie einen wertvollen Beitrag zur Aufarbeitung der frühen Kolonialgeschichte und geben neue Anregungen zur Erforschung der Geschichte St.Gallens und der Bodenseeregion. Herausgeber des Bandes sind das Stadtarchiv St.Gallen und Ortsbürgergemeinde St.Gallen. ⟴ pm / verlagstext • auxlit

Hieronymus Sailer und Augsburg:

Hieronymus Sailer, Kaufmann und Angestellter im Augsburger Handelshaus der Welser, war verheiratet mit Felicitas, der Tochter des Augsburger Patriziers und Grosskaufmanns Bartholomäus Welser, womit Sailer Mitglied der Augsburger Herrenstube wurde. Die Tante seiner Ehefrau war die Humanistin Margarete Peutinger, die mit dem Augsburger Stadtschreiber Konrad Peutinger verheiratet war. In Augsburg hatte Sailer ein Paktbürgerrecht. Sailer besaß ein vermietetes Haus in der Augsburger Grottenau und das Gut Pfersee vor den Toren der Stadt. Beigesetzt wurde er in St. Anna.


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