Bestseller-Autor Uwe Wittstock entführt am Dienstag, 9. April, im Brechthaus zu einem literarischen Knotenpunkt des Jahres 1940: Marseille. Die große Flucht der Literatur – so der Untertitel seines neuen Buches »Marseille 1940», das er an diesem Abend vorstellen wird.

1940 ist das dramatischste Jahr der deutschen Literaturgeschichte. Im Handstreich hat Hitlers Wehrmacht Frankreich besiegt. Die Gestapo fahndet nach den deutschen Nazifeinden, die in Frankreich Asyl gefunden haben. Plötzlich sind Heinrich und Golo Mann, Anna Seghers und Hannah Arendt, Lion Feuchtwanger, Franz Werfel und viele andere, die seit 1933 aus Deutschland fliehen mussten, wieder in Lebensgefahr.
Uwe Wittstock liest im Brechthaus am Dienstag, 9. April (18 Uhr), aus Marseille 1940. Die große Flucht der Literatur (C.H. Beck), seinem neuen Buch nach seinem Bestseller Februar 33. In seinem neuem Werk erzählt er die Geschichte ihrer Fluchten und ihrer Fluchthelfer streng nach den historischen Tatsachen, nichts ist erfunden: In Nizza lauscht Heinrich Mann bei Bombenalarm und völliger Verdunklung den Nachrichten von Radio London. Anna Seghers versucht mit ihren Kindern zu Fuß aus Paris zu entkommen. Lion Feuchtwanger sitzt in einem französischen Internierungslager gefangen, während die SS-Einheiten rasend schnell näher rücken.
Die Wege deutscher und österreichischer Schriftsteller kreuzen sich
Auf ihrer Flucht gelangen diese Autoren nach Marseille, um von dort aus einen Weg in die Freiheit zu suchen. Hier übergibt Walter Benjamin seinen letzten Essay an Hannah Arendt, bevor er zur Flucht über die Pyrenäen aufbricht. Hier kreuzen sich die Wege zahlreicher deutscher und österreichischer Schriftsteller. Und hier riskieren der Amerikaner Varian Fry und seine Mitstreiter Leib und Leben, um die Verfolgten außer Landes zu schmuggeln. Vielen gelingt die Flucht, andere geben auf und nehmen sich das Leben.
Uwe Wittstock ist Bestsellerautor und preisgekrönter Journalist. Szenisch dicht und feinfühlig erzählt er von unfassbarem Mut und größter Verzweiflung, von trotziger Hoffnung und Mitmenschlichkeit in düsterer Zeit.
Prof. Dr. Prof. h.c. Jürgen Hillesheim von der Brecht-Forschungsstätte der Stadt Augsburg wird an dem Abend im Brechthaus eine Einführung geben und moderieren, Kulturreferent Jürgen K. Enninger ein Grußwort sprechen. ~ [pm/auxlit]
• Dienstag, 9. April | Brechthaus Augsburg, Auf dem Rain 7, 86152 Augsburg | 18 Uhr
► TICKETS • Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro • Anmeldung: 📞 0821. 4540815 (Klick für Anruf)
Alle Veranstaltungen im Brechthaus Augsburg unter ► www.brechthaus-augsburg.de und im auxlitera-Veranstaltungskalender.
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UWE WITTSTOCK
Uwe Wittstock war Literaturredakteur der FAZ, Lektor im S. Fischer Verlag, Kulturredakteur der Welt und bis 2017 Literaturchef des Nachrichtenmagazins Focus. Seither ist er freier Schriftsteller, ausgezeichnet mit dem Theodor-Wolff-Preis für Journalismus. 2015 erschien seine Biographie Marcel Reich-Ranicki, 2018 seine Biografie Karl Marx beim Barbier und 2021 sein Buch Februar 33, das von den ersten sechs Wochen von Hitlers Herrschaft aus der Perspektive von Schriftstellern und Intellektuellen erzählt.
► www.uwe-wittstock.de
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