Am 24. Oktober ist Tag der Bibliotheken. Eine nun veröffentlichte Studie gibt Einblick in Personalsituation und Zukunftsthemen wie gesetzliche Regelung von E-Lending oder Sonntagsöffnung.
Im Jahr 2022 wurden die mehr als 8.850 Öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken über 132 Mio. Mal besucht. Allein die Öffentlichen Bibliotheken hatten für ihre Nutzer*innen 2022 mehr als 3.9 Millionen Stunden geöffnet. Allerdings bleiben die Türen Öffentlicher Bibliotheken vielerorts sonntags geschlossen, denn das Bundesarbeitsgesetz erlaubt es ihnen nicht, mit Personal sonntags zu öffnen.
Die Sonntagsöffnung ist nur eines von vielen Themen, mit denen sich die Bibliotheken in Deutschland aktuell befassen: Nach wie vor ist das Thema E-Lending gesetzlich nicht geregelt, die Personalsituation in Bibliotheken spitzt sich zu und für die dauerhafte Speicherung und Veröffentlichung pseudonymisierter Forschungsdaten braucht es eine rechtliche Regelung.
Zentrale (Heraus-)Forderungen
Die nun vom Deutschen Bibliotheksverband (dbv) veröffentlichte Publikation ► »Bibliotheken 2023. Themen, Zahlen, Forderungen« erläutert Hintergründe zu diesen und weiteren Themen und gibt Einblicke, welche politischen Forderungen sich daraus für den Bibliothekesverband ergeben. Dazu dvb-Bundesgeschäftsführer Dr. Holger Krimmer: »In dieser Legislatur gibt es für die Bundesregierung noch viel zu tun. Vor allem die Themen Sonntagsöffnung und der Verleih von E-Books müssen gesetzlich geregelt werden. Dabei geht es um nicht weniger als um den Zugang zu Informationen, Bildung und Medien – für alle Bürger*innen. Denn Bibliotheken tragen dazu bei, zentrale Herausforderungen unseres demokratischen Gemeinwesens zu bearbeiten.« Damit alle Menschen die zeitgemäßen Bibliotheksangebote nutzen könnten, bedürfe es einer verlässlichen und bedarfsorientierten Finanzierung von Bibliotheken durch die öffentliche Hand. Diese Investitionen seien wichtiger denn je.
📄 Die Publikation Bibliotheken 2023. Themen, Zahlen, Forderungen kann ► hier als pdf heruntergeladen werden.
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