Haltung zeigen!

Foto: Stadtbücherei Augsburg Foto: Stadtbücherei Augsburg

Internationale Wochen gegen Rassismus in Augsburg: Lesungen, Sprachkritik und Literaturliste zum Thema.

Mehr als 40 Programmpunkte bieten die Internationalen Wochen gegen Rassismus unter dem Motto »Haltung zeigen«. Auch in Literatur und Reflektionen zu Sprachkultur wird Rassismus beleuchtet: Am Dienstag, 22. März (19.30 Uhr), liest Peter Grandl aus »Turmschatten«, einem Thriller, für den der gelernte Drehbuchautor fünf Jahre Milieus wie die rechtsradikale Szene, jüdisches Leben, die Macht der Medien und Polizeieinsätze studierte. Der Lesung in der Kresslesmühle folgt ein anschließendes Gespräch mit dem Autor und Publikumsbeteiligung.

Um »Macht und Sprache« im Kontext von Rassismus geht es in dem Online-Workshop am Mittwoch, 23. März (16.30 Uhr): Im Sinne »diversity«-gerechter Sprache soll ein Austausch geschehen, bei dem Kompetenzen vermittelt sowie bewusste und unbewusste Ausgrenzungen und Zugangsbarrieren thematisiert werden. Der Workshop findet online über Zoom statt. Anmeldung per E-Mail an: anmeldung@tuerantuer.de. Nach Anmeldung wird der Link zugeschickt.

Am Freitag, 25. März, lädt der Kültürverein Augsburg ins Neruda Kulturcafé zu »Gedichte und Gedanken gegen Rassismus« ein. Ab 20 Uhr Uhr gibt es Lesung, Diskussion und Livemusik. Der Augsburger Stadtrat Serdar Akin, Fikret Yakaboylu (Neruda Kulturcafé, Kültürverein), Cecilia Sanchez (Kültürverein) und weitere Aktive stellen im Gespräch mit dem Publikum Gedichte und Gedanken gegen Rassismus vor. Für die musikalische Umrahmung sorgen die vielkulturellen Musiker*innen des Neruda Kulturcafés.

Für Kinder findet »Der schaurige Schusch« statt, ein Veranstaltung für Kita-Gruppen und 1. Klassen. Die Lesung der Geschichte von Charlotte Habersack mit dem Kamishibai-Theater und einer anschließenden kreativen Auseinandersetzung findet täglich vom 21. bis 25. März jeweils von 9 bis 10 Uhr in der Stadtbücherei Augsburg statt. Anmeldung per E-Mail an kinderbuecherei@augsburg.de.

Eine Medienliste zum Thema Rassismus mit 50 Titeln für Kinder, Jugendliche und Erwachsene präsentiert die Stadtbücherei Augsburg auf ihrer Website – zu finden im Online-Katalog unter »Listen«. HIER der direkte Link.

Unter augsburg.de/gegen-rassismus ist das gesamte Veranstaltungsprogramm zu finden. Die Veranstaltungen in Augsburg werden erstmalig vom Büro für gesellschaftliche Integration koordiniert und in einem gemeinsamen Programm gebündelt.

Siegerinnen im Stadtentscheid

Hannah Sorca und Karla Metzner (auf dem Bild links und rechts von Martina Wild | Foto: Anita Callrieri) gewinnen den Stadtentscheid des 63. Vorlesewettbewerbs 2021/22. Die beiden Gymnasiastinnen von St. Stephan und Maria Stern überzeugten die Jury mit ihren ausgewählten Textstellen in Lesetechnik, Textinterpretation und Textstellenauswahl.

Während Hannah Passagen aus dem »Räuber Hotzenplotz« von Otfried Preußlerpräsentierte, las Karla aus »Momo« von Michael Ende vor. Beide Mädchen sind Vielleserinnen – beste Voraussetzungen,
um den Wettbewerb für sich zu entscheiden. Bereits im Februar hat der Stadtentscheid des 63. Vorlesewettbewerbs stattgefunden – erneut digital per Video-Einreichung. Insgesamt 21 Schulsiegerinnen und –sieger haben teilgenommen. In Präsenz konnte im März jetzt die Siegerehrung stattfinden. Bürgermeisterin Martina Wild überreichte den Mädchen Urkunden und Buchpreise in der Stadtbücherei Augsburg.

Jährlich organisiert die Stadtbücherei Augsburg den Stadtentscheid. Die diesjährige Jury, bestehend aus Serdar Akin (Stadtrat, Verwaltungsbeirat für die Stadtbücherei), Peter Dempf (Lehrer und Autor), Katrin Jacob (Autorin und ehrenamtliche Vorleserin), hat alle eingereichten Video-Beiträge gesichtet und bewertet. Alle teilnehmenden Kinder haben eine Urkunde und einen Buchpreis erhalten.

Der seit 1959 stattfindende Vorlesewettbewerb ist einer der größten Schulwettbewerbe Deutschlands. Er wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels veranstaltet und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Der Wettbewerb soll die Begeisterung für Bücher in die Öffentlichkeit tragen, Freude am Lesen wecken und die Lesekompetenz von Kindern stärken. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert den Vorlesewettbewerb.

Auch in diesem Jahr unterstützen darüber hinaus vier Sparda-Regionalbanken die Aktion. Die Etappen führen von der Schule über Stadt-/Kreis-, Bezirks- und Länderebene bis zum Bundesfinale, das voraussichtlich im Juni 2022 in Berlin stattfinden wird. Die rund 555 Regionalwettbewerbe werden von Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen oder anderen kulturellen Einrichtungen organisiert.