Eine Ausstellung im Goethe-Institut München zeigt Illustrationen und Grafiken aus Veröffentlichungen des Augsburger MaroVerlags: Bildwelten von Graphic Novels, Buchcover und der MaroHeft-Reihe.
Der Titel kündigt an, dass hier Außergewöhnliches zu erwarten ist: Mit »Das Erbe der Menschheit« (27.7. – 18.9.2026) präsentiert das Goethe-Institut München in München-Haidhausen (➳ Rablstraße 24, 81669 München-Au-Haidhausen) eine kraftvolle und vielschichtige Ausstellung, die visuelle Welten zwischen Erinnerung und Zukunftsvision entfaltet. Zu sehen sind eindringliche Illustrationen und Grafiken, die furchtlos politische, gesellschaftliche und tabuisierte Themen ins Zentrum rücken. Die Ausstellung eröffnet Räume für Fragen, die drängen, verstören und faszinieren – und macht sie visuell und sinnlich erfahrbar.
Die stilistische und thematische Vielfalt dieser Bildwelten beeindruckt nicht nur durch das außergewöhnliche Können der beteiligten Zeichner:innen, sondern auch durch ein ungewöhnliches Druckverfahren: Offset-Lithographien in bis zu fünf Sonderfarben verleihen jedem Exponat eine besondere Tiefe, Leuchtkraft und physische Präsenz.

»Das Erbe der Menschheit« • MaroVerlag

»Wo sind die Vögel nachts« • MaroVerlag
Ein zentrales Motiv der Ausstellung ist das spannungsreiche Verhältnis zwischen Menschen und Technik. Die chinesische Science-Fiction-Autorinnen Gu Shi und Chi Hui entwerfen in ihren Erzählungen faszinierende Zukunftsszenarien: Städte, die auf dem Ozean wurzeln. Künstliche Intelligenzen, die Blockbuster schreiben. Leben, die gespeichert, zurückgespult und neu gestartet werden können. Die bildmächtigen Visionen zu diesen Fragen wurden von Studierenden der Hochschule Düsseldorf und der Hochschule für Grafik und Buchdruck Leipzig entwickelt. Die Bilder erschienen im MaroVerlag in den Büchern Das Erbe der Menschheit und Im Ozean ein Mutterschiff.
Die Ausstellung entfaltet außerdem ein Panorama von unterschiedlichen Themen und inspirierenden Illustrationen, die in der Reihe MaroHeft veröffentlich wurden. Sie lädt zur Begegnung mit fragwürdigen Verschwörungstheorien, gesellschaftlichen Absurditäten und eigenwilligen Erfindungen ein. Insgesamt werden Bilder und Plakate aus 14 der bisher erschienenen 22 »MaroHeften« gezeigt. ⟴ pm • auxlit
Die Ausstellung ist im Goethe-Institut München (Rablstr. 24, München-Haidhausen) von 27. Juli bis 18. September 2026 zu den regulären Öffnungszeiten zu sehen:
Mo | Di | Do: 8 – 18.30 Uhr, Mi | Fr: 8 – 17.30 Uhr.
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