Water, Womanhood, Waterways

LESUNG | TALK ★ Das Water and Sound Festival widmet sich neben musikalischen und historischen Perspektiven auch den literarischen Zugängen zum Festivalthema »Waterways – Canals, Sea Routes, Empire«. Zu Gast sein werden die in Birmingham geborene Panjabi-Dichterin Rupinder Kaur Waraich und der britische Schriftsteller Sathnam Sanghera. Einmal Lesung, einmal Talk: immer jedoch über Wasserwege von Macht, Geschichte und Schicksalen. Die Lesung und die Gespräche finden in englischer Sprache statt.

Die in England geborene Panjabi-Dichterin Rupinder Kaur Waraich und der britische Schriftsteller Sathnam Sanghera sind beim ➽ Water and Sound Festival 2026 in Augsburg zu Gast. 🇬🇧 Beide Veranstaltungen finden in englischer Sprache statt. Waraich liest am Mittwoch, 29, Juli 2026 (20 Uhr, S-Forum der Stadtbücherei Augsburg – Eintritt frei) bei der Veranstaltung POESIE & GESPRÄCH – »WATER, WOMANHOOD, DIASPORA«. Sanghera ist Gast des Eröffnungsgesprächs zum Festivalabend »WATERWAYS RE:IMAGINED« am Donnerstag, 30. Juli 2026 (19 Uhr, Parktheater – mit Ganavya und Laura Misch TICKETS Anzeige).

Rupinder Kaur Waraich: Tigress with Wings, jasmindurchdrungen

Rupinder Kaur Waraich ist eine in Birmingham geborene Panjabi-Dichterin und multidisziplinäre Künstlerin, deren Arbeit Poesie, Performance, Theater und Film umfasst. Ihr Debütband Rooh mischt Panjabi, Hindi, Urdu und Englisch in Gedichten über Liebe, Religion, Politik, Geschichte und Geschlecht und stellt orthodoxe gesellschaftliche und religiöse Normen in Frage. In ihrem neuen Band Tigress With Wings [Seren Books], einer »sinnlichen, jasmindurchdrungenen« Ode an (brown girl) Girlhood und das Erwachsenwerden, entfaltet sie eine poetische Transformationsgeschichte von Panjab nach Birmingham, in der legendäre Liebesfiguren, Partition-Erbe und die Kreativität des Erwachsenwerdens aufeinandertreffen.

Von den Flüssen Panjabs bis zu den Kanalnetzen der englischen Midlands werden Wasserwege zu Symbolen für Verbindung und Trennung, für Arbeit und Überleben. Sie tragen Geschichten von Migration, kolonialen Verflechtungen und kulturellem Austausch. In Rupinder Kaur Waraichs Poesie verschränken sich Panjabi Heritage, Coming-of-Age-Erfahrungen junger Frauen und diasporische Erinnerungen zu eindrücklichen Reflexionen über Identität, Ort und Zugehörigkeit. Rupinder Kaur Waraich liest Gedichte und einen Essay und spricht im Anschluss im offenen Gespräch über Erinnerung, Migration und postkoloniale Erfahrungen, die kulturelle Identität bis heute prägen.

Sathnam Sanghera: Kolonialgeschichte und Empire-Biografien

Das Gespräch mit dem britischen Autor und Journalisten Sathnam Sanghera, moderiert von Jenny Langner, bildet den Auftakt des Abends »Waterways Re:Imagined« am Donnerstag, 30. Juli 2026 (19 Uhr, Parktheater TICKETS Anzeige). Das Gespräch findet von 19 bis etwa 20:15 Uhr in englischer Sprache statt. An diesem Abend entsteht zusammen mit den Musikerinnen Laura Misch (ab 20:15 Uhr), Ganavya (ab 21:45 Uhr) sowie dem Water & Sound Ensemble ein Programm. das musikalische, literarische und historische Perspektiven auf eindringliche Weise miteinander verbindet: Buch, globale Musik, Soundart, zeitgenössische Komposition und Alternative Pop.

Im Rahmen des Festivalthemas »Waterways – Canals, Sea Routes, Empire« richtet der Abend den Blick auf Wasserwege als Räume von Bewegung, Austausch und Erinnerung. Kanäle, Flüsse und Seerouten erscheinen dabei nicht nur als geografische Linien, sondern als historische und ökologische Infrastrukturen, entlang derer Waren, Menschen, Klänge und Geschichten zirkulieren.

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Sanghera, in Wolverhampton als Sohn panjabischer Eltern geboren, zählt zu den prägenden Stimmen der britischen Debatte über Kolonialgeschichte und ihre Nachwirkungen. In seinen Büchern 🛒 EmpirelandHow Imperialism Has Shaped Modern Britain (2023. Penguin Books Ltd.) Anzeige und 🛒EmpireworldHow British Imperialism Has Shaped the Globe (2024, Penguin Books Ltd.) Anzeige verbindet er persönliche Familiengeschichte mit globalhistorischer Analyse und zeigt, wie imperiale Handelswege, Migration und koloniale Infrastrukturen bis heute Gesellschaften, Landschaften und Selbstbilder prägen. Im Gespräch rückt er Wasserwege als Routen von Expansion, Ausbeutung, Bewegung und Austausch in den Mittelpunkt. ⟴  pm • auxlit


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