MÄRZ-PROGRAMM IM BRECHTHAUS ★ auxlitera präsentiert ★ Zu Gast ist Rike Reiniger, die ihr Buch über die Trickfilm-Pionierin Lotte Reiniger vorstellt. Die Dichter Siegfried Völlger und Thomas Klinger lesen jeweils Lyrik, eine Schauspielführung und ein Theaterparcours ehrt den Namensgeber des Hauses. Weiterhin zu sehen ist die Sonderausstellung »Bücher und Tücher«.
☆ MONATS-TIPP: Am Sonntag, 15. März (11 Uhr) ist im ➽ Brechthaus Augsburg die Autorin und Regisseurin Rike Reiniger zu Gast. Sie stellt ihr Buch 24 Bilder pro Sekunde vor. Der biografische Roman bildet das Leben der Trickfilm-Pionierin Lotte Reiniger ab.
Berlin 1926: Glamouröse Schauspielerinnen, verrückte Filmregisseure, Skandal-Tänzerinnen und kommunistische Autoren drängen in den überfüllten den Saal der Volksbühne, um einen Märchenfilm zu sehen. Die junge Trickfilmkünstlerin Lotte Reiniger zeigt „Die Abenteuer des Prinzen Achmed“, den ersten abendfüllenden Trickfilm – eine Sensation! Im pulsierenden Kunstleben der Weimarer Republik wird sie mit ihren zauberhaften Silhouetten über Nacht zum Star.


Wie Lotte Reiniger für diesen Erfolg ihre Liebe zu einer Frau verschweigt und bis in die Rastlosigkeit des Exils ihren Traum von einem nächsten großen Trickfilm verfolgt, erzählt Rike Reinigers fesselnde Romanbiografie.
Rike Reiniger, aufgewachsen in Bochum, arbeitete in einem Puppentheater, das den deutschsprachigen Raum bereiste, studierte in Prag und Gießen, gründete in Berlin eine eigene Compagnie, ging ins Engagement an verschiedene Theater in Sachsen und schreibt seit vielen Jahren erfolgreiche Theaterstücke. 24 Bilder pro Sekunde ist ihr Romandebüt. Durch Zugang zu Dokumenten aus der Familie konnte sie dem Bild der Ausnahmekünstlerin Lotte Reiniger bislang unbekannte Facetten hinzufügen. Rike Reiniger lebt in Berlin und Vorpommern.
Das weitere Programm im März 2026:
• SONDERAUSSTELLUNG • Noch bis 31. Dezember:
BÜCHER UND TÜCHER. Von Augsburg in die Niederlande: Hein Kohn (1907-1979). Brechtfreund, legendärer Exilverleger, Literaturagent und Kulturvermittler. • Eintritt 8 Euro
Die Sonderausstellung widmet sich dem in Augsburg geborenen Brechtfreund, legendärer Exilverleger, Literaturagenten und Kulturvermittler Hein Kohn (1907-1979), der während der Nazi-Zeit von Augsburg in die Niederlande flüchten musste. Die Ausstellung erzählt Kohns Geschichte. Mit dem jüdischen Tuchmacher Samuel Kohn, dessen Ansiedlung in Augsburg der bayerische König 1837 erlaubt hatte, wurden die Kohns in Augsburg ansässig, sind bis 1938 als Kaufleute und Unternehmer, Tuchmacher und Textilhändler vielfältig in Augsburg in der Textilbranche tätig. Mehrere Veranstaltungen im Brechthaus werden die Ausstellung begleiten.
Zu sehen während der Öffnungszeiten des Brechthauses, Di – So: 10:00 – 17:00 Uhr
• Sonntag, 8. März (11 Uhr):
FLUSSWÄRTS. Lyrik-Lesung mit Siegfried Völlger mit Musik von Andreas Koll • Eintritt 8 Euro

»Die Gesetzmäßigkeiten und Überraschungen der Welt wahrnehmen, ohne sie zu entzaubern«, beschreibt Gunna Wendt im Nachwort zu diesem Band die Faszination der Lyrik von Siegfried Völlger: Keine ideologisierten Antworten geben, sondern den Versuch starten, »lächeln zu erzeugen«. „Siegfried Völlger sagt: »Die Welt ist ein so sonderbarer Ort – ich beschreibe nur.« Dieses für ihn vielleicht typische Understatement unterschlägt, welch hohes Erkenntnispotential in einer gelungenen Beschreibung liegt. Zudem versteht Völlger, immer wieder Fallstricke freundlichen Humors und zarter Ironie auszulegen, damit es nicht allzu unspektakulär aussieht, wenn er mit offenen Armen durch die Welt läuft und geduldig, gelassen, hoffnungsvoll die Menschen und Dinge zu einer höflichen Begegnung aufruft, trotz allem.
• Samstag, 14. März (14:30 bis 16 Uhr):
BERT BRECHT ZUM 70. TODESTAG – Schauspielführung

In einer 90-minütigen Performance begleitet Erik Völker fachkundig durch das Brechthaus und schlüpft an diesem historischen Ort immer wieder in die Rolle des Bertolt Brecht. Im rasanten Wechsel von Spiel und Erklärung werden Brechts Biografie, sein Schaffen und seine Bedeutung erlebbar.
Eintritt: 18 €/16 € (inkl. Museumseintritt)
TICKETS: www.augsburg-tourismus.de/Tickets, Telefon: 0821-45098231
• Sonntag, 15. März (15 bis 16:30 Uhr)
FISCH FASCH – Theaterparcours durch das Geburtshaus von Bertolt Brecht

Stationentheater im Brechthaus für Kinder ab 8 Jahren und Erwachsene. »Es war einmal ein Fisch mit Namen Fasch« dichtete Bertolt Brecht 1930, dem Jahr, in dem der Dichter zum vierten Mal Vater wurde. Verse und Lieder für Kinder hat Brecht viele geschrieben: schlaue, witzige, aber auch nachdenkliche und provokante. Er hatte ein gutes Gespür dafür, wie Kinder sind und was sie denken.
Die Schauspielerin Karla Andrä und die Videokünstlerin Barbara Weigel lassen sich von den Kindergedichten zu einem poetischen Stationentheater inspirieren. Es führt die jungen Besucher*innen durch die verschiedenen Räume des Brechthauses Auf dem Rain 7. Karla Andrä spielt, singt und rezitiert. Animierte Videoskulpturen von Barbara Weigel bringen einzelne Objekte der Brecht- Ausstellung zum Sprechen. So wird das Museum zur begehbaren Bühne und Brechts Leben und Werk für Kinderaugen und -ohren präsentiert.
Eintritt: 5 € pro Person (Kinder bis 10 Jahre frei)
TICKETS: www.augsburg-tourismus.de/Tickets, Telefon: 0821-45098231 ⟴ pm • auxlit
• Sonntag, 22. März (11 Uhr)
SELFIES MIT ESELN UND HUNDEN – IM SPIEGEL DER GEGENWÄRTIGEN ZEIT • Eintritt 8 Euro
Lesung mit dem Autor, Verleger, Dichter und Philosophen Thomas Klinger

Wenn wir in den Spiegel schauen, sehen wir nicht nur uns. Wir sehen die Esel der Politik, die alle Lasten tragen; wir sehen die Hunde der Extremisten, die überall ihr Geschäft fallen lassen; und wir sehen uns, die sich damit auseinandersetzen müssen und auch wollen. Welches Verständnis erwächst daraus für uns alle drei? Thomas Klinger liest aus seinen beiden Gedichte-Trilogien über Menschlichkeit und Demokratie und zeigt mit dem lyrischen Mittel des Humanismus, was wir daraus lernen könnten. Oder müssten. Während und nach der Lesung besteht Gelegenheit zum Austausch und Bewegen der Themen der Zeit im gegenwärtigen Spiegel unserer Fragen. Es wird außerdem einen Büchertisch geben, für weitere Lektüre und Anregung.

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