Riebeleteig, Bodabierawiescht und Knechlesulz

In dem reich bebilderten Lese-, Erzähl- und Rezeptband »Geschmack der Kindheit« berichten Menschen aus Bayerisch-Schwaben, wie es war – Kochen und Leben 1930 bis 1960. Mit Stimmen aus Augsburg, Königsbrunn und Dillingen – bis Bad Wörishofen und Memmingen.

Wie schmeckte die Kindheit in den 1930er- bis 1960er-Jahren? Der reich bebilderte Band Geschmack der Kindheit, Kochen und Leben 1930 bis 1960 – erzählt von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, erklärt von Expertinnen und Experten [Druckerei und Verlag Hans Högel KG] lässt Menschen aus Bayerisch-Schwaben und dem Allgäu selbst davon erzählen. In zahlreichen Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen entsteht ein eindrucksvolles Panorama des Alltags jener Zeit – vom Duft frisch gebackener Dampfnudeln bis zum Sonntagsbraten, vom Kochen auf dem Holzherd bis zu den kleinen Festen, die das Jahr strukturierten. Ein Lese- und Kochbuch aus Bayerisch-Schwaben – mit echten Geschichten, traditionellen Rezepten, biografischen Einblicken und fundierten Beiträgen von Fachleuten.

Dabei folgt das Buch dem Ansatz der Oral History: Die Erinnerungen der Erzählenden lassen Geschichte lebendig werden. Aus AUGSBURG berichten die 1939 geborene Ingrid Kroher (geb. Appelt) und der 1941 in Lautrach geborene Karl-Heinz Merk. KÖNIGSBRUNNer Stimmen sind Regina Baierl, (* 1931, geb. Zeller) und Georg »Gore« Kling (geb. 1942 in KRUMBACH). Neben Erinnerungen von Walburga »Burgi« Mayer, (geb. Dick, *1949) in DILLINGEN erzählen Menschen aus BAD WÖRISHOFEN, BUCHLOE, IRSINGEN, NEUGABLONZ, MEMMINGEN und WAAL von Heimats- und Kindheitskulinarika.

»Gschnittene Niedela, die sind gut, wem ma’s schmelzelet,
wem ma’s seltzelet und a bar gaggela na dut«
– Georg »Gore« Kling, Augsburg

Und da geht es dann um Riebeleteig, Hasenohren und Oirhaber, um den Schmalziger Samstag und Baura-Sächle, um Fenschder Kiachla und Kutteln und Lunge. Auch dabei natürlich Seelenzopf, Stopfer, Brätstrudel, Knechlesulz, Bodabierawiescht und Scheamus-Milchsuppe.

Begleitet und eingeordnet werden die Erzählungen von Prof. Dr. Klaus Wolf (Universität Augsburg), Abt em. Johannes Schaber OSB (Altabt von Ottobeuren) und Christian Schedler (Historiker, Kulturamtsleiter a. D., Mindelheim). Monika Zeller, Tochter des Gründers des Schwäbischen Freilichtmuseums Illerbeuren und gelernte Köchin mit Schwerpunkt auf der klassischen schwäbischen Küche, sowie Katharina Wischer, Ethnologin und Leiterin des Freilichtmuseums, erweitern den Blick um kulturhistorische und kulinarische Facetten. Kulinarische Akzente setzt außerdem Markus Stöckle, Spitzenkoch des Zürcher RestaurantsROSI mit Wurzeln im Allgäu. Erhältlich ist das Buch (272 Seiten, Din A4, gebunden) im Buchhandel und im Verlagsshop des MZ-Medienhauses. ⟴ pm • auxlit


Die Kraft des publizierten Widerstandes

BRECHTHAUS ★ auxlitera präsentiert ★ Dr. Hanco Jürgens referiert im Brechthaus über Exil-Literatur. Zu Gast ist auch Joël Cahen, der...
Weiterlesen
Die Kraft des publizierten Widerstandes

Türken von morgen, kalte Hände und Schatten unter Eis.

Der in Dillingen geborene taz-Kulturredakteur Ulrich Gutmair liest in Augsburg aus seinem Buch »Wir sind die Türken von morgen« –...
Weiterlesen
Türken von morgen, kalte Hände und Schatten unter Eis.

Der unglaubliche Rückbankboy.

Shortstorys zwischen Punk, Poesie und Slam: Knud Hammerschmidt liest im BOB's am Kiez in Augsburg. Knud Hammerschmidt, Jahrgang 63, lebt...
Weiterlesen
Der unglaubliche Rückbankboy.

Dickicht, leere Bierflaschen, Lyrik und Exil-Literatur

SEPTEMBER-PROGRAMM IM BRECHTHAUS ★ auxlitera präsentiert ★ Das Brechthaus Augsburg lädt zu einem hochkarätig besetzten Vortrag zum Thema Exil-Literatur, zu...
Weiterlesen
Dickicht, leere Bierflaschen, Lyrik und Exil-Literatur

Gott, Gebet, Dom und Glaubensspuren

Vier neue Veröffentlichungen unter Augsburger Vorzeichen kreisen um den Glauben. Ein prächtiger Kunstband präsentiert das neue Gebetsbuch des Kaisers und...
Weiterlesen
Gott, Gebet, Dom und Glaubensspuren

 


Literatur will Menschlichkeit. auxlitera unterstützt Ärzte ohne Grenzen und WARchild. Bitte spenden auch Sie.



Hier auxlitera-Newsletter abonnieren:

Sie erhalten je Woche 1 E-Mail mit einem Nachrichtenüberblick.
Sie können diese Benachrichtung jederzeit abbestellen.
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben oder für andere Zwecke verwendet. Unsere Datenschutz-Erklärung finden Sie hier.

← Zurück

Vielen Dank für deine Antwort. ✨

Kommentar verfassen