Beim 20. Schwäbischen Literaturpreis geht Bayerisch-Schwaben leer aus. Den ersten Preis unter dem diesjährigen Motto »Freiheit« erhält der gebürtige Leonberger Joachim Off (siehe Bild). Platz 2 geht nach Linz, Platz 3 nach Tübingen, der Sonderpreis für junge Autoren nach Bonn. Die Preisverleihung findet in der Kemptener Residenz statt.
Die 20. Verleihung des Schwäbischen Literaturpreises findet in diesem Jahr am Freitag, 7. November 2025 (17:30 Uhr), im Fürstensaal der Kemptener Residenz (Residenzpl. 4-6, 87435 Kempten) statt. Der erste Preis geht unter dem diesjährigen Motto Freiheit an den gebürtigen Leonberger Joachim Off. Die öffentliche Veranstaltung (Eintritt frei) beginnt um 17:30 Uhr mit einem Sektempfang zur Einstimmung, anschließend folgt ab 18 Uhr die Lesung der Autorinnen und Autoren sowie die Auszeichnung der Preisträgerinnen und Preisträger. Anschließend können sich die Gäste mit den prämierten Autoren und anderen Literaturbegeisterten auszutauschen. Interessierte können sich bis einschließlich 26.10. online zur Veranstaltung anmelden unter ► www.bezirk-schwaben.de/lp .
Den ersten Preis inklusive 2.500 Euro Preisgeld erhält der gebürtige Leonberger Joachim Off für seinen Text Streichers Schauplatz Kaufcenter. Er setzte sich gegen 293 Mitbewerberinnen und Mitbewerber durch. Hanna Hermann belegte mit The End (2.000 Euro) den zweiten Preis, Platz drei ging an Felicia Schirk für Der Elefant (1.500 Euro). Den Sonderpreis für junge Autorinnen und Autoren sicherte sich Amelie Hermann für ihren Text Frei Atmen. Eine Anthologie mit einer Auswahl der besten Texte aus allen 294 in diesem Jahr eingereichten Einsendungen wird am 7. November 2025 im Konrad Verlag erscheinen.
Die Preisträgerinnen und Preisträger

Er bekommt 2025 für »Streichers Schauplatz Kaufcenter« den
Schwäbischen Literaturpreis: JOACHIM OFF.
Off wurde 1974 in Leonberg geboren und studierte Physik studiert. Orff ist seit 2008 Mitglied des 42erAutoren e.V., einem 1999 gegründeten Verein zu Förderung der Literatur. 2019 belegte er den zweiten Platz beim Schwäbischen Literaturwettbewerb. Er erhielt den Förderpreis beim 14. sowie beim 15. Harder Literaturwettbewerb 2020/2022. 2024 war er Teilnehmer der Endrunde beim Irseer Pegasus 2024. Orff ist regelmäßiger Teilnehmer beim Literarischen Forum Oberschwaben in Wangen und wohnt in Gerlingen.

HANNA HERMANN gewinnt den zweiten Preis des Schwäbischen Literaturpreises mit »The End«.
Die Autorin wurde 1975 in Frankfurt am Main geboren und hat Soziologie, Slawistik und Osteuropäische Geschichte studiert. Hermann ist aufgewachsen in Konstanz, wo sie promovierte. Nach Stationen in Prag, Erlangen, München und Regensburg lebt sie seit 2006 als Autorin, Historikerin und Dozentin für Literarisches Schreiben in Linz. Der prämierte Text The End ist ein Kapitel aus Hermanns Roman Weil wir gehen müssen (Arbeitstitel). Der Roman ist der erste Teil eines Mehrgenerationenprojekts (Arbeitstitel: Farben der Angst), für das Hanna Hermann 2021 ein Arbeitsstipendium Literatur des Landes Oberösterreich erhielt. Ein weiterer Band (Arbeitstitel Aneta) wurde 2022/2023 mit dem Projektstipendium für Literatur des österreichischen Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport gefördert.

Sicherte sich mit »Der Elefant« den dritten Preis des Schwäbischen Literaturpreises: FELICIA SCHIRK.
Schirk wurde 2004 in Warendorf geboren und studiert in Tübingen Molekulare Medizin. Das Schreiben war schon immer ein großer Teil ihres Lebens. Sie kann sich an keine Zeit erinnern, in der sie sich nicht Geschichten ausgedacht hat. Momentan arbeitet sie an einem Kinder- und Jugendbuchprojekt.

AMELIE HERMANN bekommt 2025 den Sonderpreis für junge
Autorinnen und Autoren für ihren Text »Frei Atmen«.
Amelie Hermann wurde 1999 geboren und wuchs bei Mannheim auf. Nach ihrem Bachelor-Studium in Philosophie und Germanistik an der Universität Heidelberg studierte sie anschließend im Master Dramaturgie an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg. Seit 2025 arbeitet sie am Theater Bonn.
Der Bezirk Schwaben fördert die schwäbische Literatur mit seinem Literaturpreis bereits seit 2005 – und feiert in diesem Jahr das 20. Jubiläum der Auszeichnung. 2025 steht der Literaturpreis unter dem Thema Freiheit, angelehnt an das Bezirksmotto „Freiheit. Gleichheit. Menschlichkeit“. Das Thema wurde im Gedenken an den Bauernkrieg vor 500 Jahren und die zuvor formulierten Zwölf Artikel gewählt, in denen die Bauern 1525 unter anderem ein Ende der Leibeigenschaft forderten. pm • auxlit
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