Vortrag ★ Frauen-Gebete in der modernen jiddischen Lyrik: Dr. Carmen Reichert, Direktorin des Jüdischen Museums Augsburg Schwaben über Texte, in denen religiöse Sprache, weibliche Erfahrung und moderne Lyrik zusammenfinden.
Zur Rezeption von Frauen-Gebeten in moderner jiddischer Lyrik, so lautet der Vortrag von Dr. Carmen Reichert, Leiterin des Jüdischen Museums Augsburg Schwaben, am Sonntag, 21. September (19 Uhr) in der Ehemaligen Synagoge Kriegshaber halten wird. Der Vortrag widmet sich der literarischen Auseinandersetzung jüdischer Autorinnen des 20. und 21. Jahrhunderts mit Formen weiblicher Frömmigkeit.

Im Mittelpunkt stehen Gedichte, in denen die Gebetsform Tkhine als poetisches und kulturelles Erbe weiterwirkt. Autorinnen wie Kadye Molodovsky (siehe Bild), Celia Dropkin und zeitgenössische Stimmen greifen diese Gebetstraditionen auf und verleihen ihnen neue Ausdrucksformen. Jiddisch galt zudem lange als Sprache der Frauen. Wie wirken traditionelle weibliche Dichtungstraditionen – wie die Tkhine-Dichtungen – in der modernen jiddischen Lyrik fort? Der Vortrag lädt ein zu einer Entdeckungsreise durch Texte, in denen religiöse Sprache, weibliche Erfahrung und moderne Lyrik auf überraschende Weise zusammenfinden.
Der Vortrag findet statt zum Abschluss der Ausstellung ► Jiddisch. Jüdisch, Taitsch. Vor dem Vortrag findet um 17 Uhr eine letzte Führung durch die Ausstellung statt. Der Eintritt beträgt 5,00 € (3,00 € ermäßigt), Anmeldung notwendig unter 📧 empfang@jmaugsburg.de oder 📞 0821-51 36 11 sowie Abendkasse.
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