Eigenständig und phantastisch-fabulös

Buchverlosung ★ Bayerns wichtigster Literaturpreis geht an Christine Wunnicke. Die Schriftstellerin erhält den Jean-Paul-Preis für ihr literarisches Lebenswerk. auxlitera verlost 3 x Wunnickes aktuelles Buch »Wachs«.

Christine Wunnicke ist im Markgräflichen Opernhaus Bayreuth mit dem Jean-Paul-Preis des Freistaates Bayern ausgezeichnet worden. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre verliehen, in diesem Jahr zum 22. Mal. Wunnicke, geboren 1966, lebt in München und Berlin. Sie schreibt Hörspiele, biografische Literatur und Romane und hat sich zur Spezialistin für schmale, präzise gearbeitete und hintergründige Kurzromane entwickelt, in deren Mittelpunkt historische Figuren stehen. Im März 2ß25 erschien ihr neuestes Buch, der Roman 📘 Wachs [Berenberg] Anzeige auxlitera verlost 3 x 1 Exemplare des Buchs (siehe unten ).

Die Verleihung des Jean-Paul-Preises findet seit dem Jahr 2023 in Bayreuth statt, wo der Namensgeber des Preises viele Jahre lebte. »Der Jean-Paul-Preis ist Bayerns Hommage an große Erzählkunst«, sagte Kunstminister Markus Blume bei der feierlichen Preisverleihung. »Christine Wunnicke ist keine Stimme unter vielen – sie ist eine Stimme für sich. Ihre Werke sind kurz in der Form und zugleich von beeindruckender Tiefe und Wirkung.« Mit meisterhafter Leichtigkeit verbinde Wunnicke historische Stoffe und literarische Raffinesse zu einem ganz eigenen, unverwechselbaren Ton. Blume: »Christine Wunnicke ist eine Ausnahmeschriftstellerin, die unsere Literaturlandschaft nachhaltig bereichert.«

Die Laudatio hielt in diesem Jahr die Literaturwissenschaftlerin Prof. Dr. Barbara Vinken. Abgerundet wurde das Programm durch eine Lesung und ein Gespräch zwischen Christine Wunnicke und der Literaturwissenschaftlerin und Journalistin Dr. Katrin Schumacher über Wunnickes literarisches Lebenswerk.


Christine Wunnicke
Wachs
Berenberg

Eine Liebesgeschichte, so schön, so verwegen, wie nur Christine Wunnicke sie schreibt. Schauplatz ist Frankreich im 18. Jahrhundert, das vorrevolutionäre und das überaus revolutionäre. Und es lieben sich zwei Frauen, die verschiedener nicht sein könnten: Marie Biheron, die schon im zarten Alter Leichen seziert, um deren Innenleben aus Wachs zu modellieren; und Madeleine Basseporte, die zeichnend die Anatomie von Blumen aufs Papier zaubert, weil Menschen eher stören und meist keine Ahnung haben.

Männer kommen auch vor, in schönen Nebenrollen – ein nervöser Bestseller-Autor, ein junger Nichtsnutz und Diderot, der Kaffee trinkt und viel redet. Ein hinreißender Liebesroman, der hin und her schwingt zwischen der Zeit, als Küchenschellen friedlich am Wegesrand wuchsen, und jenen Schreckenstagen, als nicht allein der Königin wie einer schönen Blume der Kopf abgeschlagen wurde. 

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– Fotos: StmWK | Andreas Gaube –


»Ausnahmegestalt in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur«

Christine Wunnicke sei eine Ausnahmegestalt in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, so die Jury. Ihre Kunst der historischen Momentaufnahme, die sie zum kultur- und gesellschaftsgeschichtlichen Bild aufspannt, bestehe in einer ebenso eleganten wie klaren Textökonomie: Ihre Erzählungen seien stets in eine Spannung aus Verknappung und verblüffendem Detail gesetzt. Mal schaffe sie es, wie in ihrem Roman Der Fuchs und Dr. Shimamura, einer strapazierten Thematik wie der beginnenden Psychoanalyse neue Facetten abzugewinnen. Mal verblüffe sie mit einer Ausgrabung aus dem historischen Personal, wie die des Forschungsreisenden Carsten Niebuhr in Die Dame mit der bemalten Hand, des Mediums Katie im gleichnamigen Roman oder der Anatomin Marie Biheron im vorrevolutionären Frankreich des 18. Jahrhunderts in ihrem neuesten Roman Wachs.

JEAN-PAUL-PREIS • DIE JURY

Der Jury gehören derzeit an: Frauke Kühn (Literaturhaus Vorarlberg), Prof. Dr. Friedhelm Marx (Otto-Friedrich-Universität Bamberg), Prof. Dr. Frieder von Ammon (LMU München), Dr. Katrin Schumacher (MDR, 3sat) sowie Prof. Dr. Barbara Vinken (LMU München).

Die Jury stellt weiter fest, dass Christine Wunnicke mit Sinn für Tragik und Komik und in lakonischer Sprache Geistes- und Geistergeschichte verdichte und verwebe. Ganz im Sinne Jean Pauls gehe dieser Preis an die Autorin eines eigenständigen, widerspenstigen und phantastisch-fabulösen Werkes. Der Freistaat würdigt mit dem Jean-Paul-Preis das literarische Gesamtwerk einer deutschsprachigen Schriftstellerin bzw. eines deutschsprachigen Schriftstellers. Unter den bisherigen Preisträgern waren Friedrich Dürrenmatt, Botho Strauß, Horst Bienek, Hermann Lenz, Günter de Bruyn, Brigitte Kronauer, Petra Morsbach, Gerhard Roth, Alexander Kluge und Nico Bleutge. pm • auxlit

VERLOSUNG!
auxlitera verlost 3 x 1 Exemplar des Buches Wachs von Christine Wunnicke. Wer an der Verlosung teilnehmen möchte, schreibe bis Mittwoch, 30. Juli 2025 (Einsendeschluss), eine E-Mail mit dem Betreff »Ludwig« an redaktion@auxlitera.de

Ihre Adresse wird nach 30.7.2025 nicht mehr gespeichert. Ihre E-Mail wird nicht an Dritte weitergegeben und Sie erhalten keine Werbemails von uns.

Die Teilnahme am Gewinnspiel über automatisierte Verfahren (Gewinnspielclubs oder Gewinnspielserviceanbieter) ist ausgeschlossen.

Foto: © Monika Höfler

CHRISTINE WUNNICKE

Geboren 1966, lebt in München und Berlin. Sie schreibt Hörspiele, biografische Literatur und Roman2002 erhielt sie für ihre Biografie des Kastratensängers Filippo Balatri Die Nachtigall des Zaren (2001) den Bayerischen Kunstförderpreis in der Sparte Literatur. Für den Roman Serenity (2008) bekam sie den Tukan-Preis. Bei Berenberg erschienen u. a. ihre Romane Der Fuchs und Dr. Shimamura (2015), der 2017 mit dem deutsch-französischen Franz-Hessel-Preis für zeitgenössische Literatur ausgezeichnet wurde, und Katie (2017), die beide für den Deutschen Buchpreis nominiert waren (Longlist), sowie, im Taschenbuch, die Novelle Nagasaki, ca. 1642 (2020).

Im Jahr 2020 wurde sie mit dem Münchner Literaturpreis für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet. Ihr Roman Die Dame mit der bemalten Hand (2020) wurde mit dem Wilhelm Raabe-Literaturpreis gewürdigt und stand auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis. Zuletzt erschienen ihre Auswahl und Übersetzung aus Margherita Costas Werk Die schöne Frau bedarf der Zügel nicht (2023) sowie der Roman Wachs (2025).


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