Auf den Spuren eines Gemäldes des »malenden Humboldts«

auxlitera WOCHEN-TIPP ★ Marie Gaté liest im Schaezlerpalais aus ihrem Roman »Mirador«. Die in Gersthofen lebende französische Schriftstellerin erzählt die verschlungene Geschichte eines Gemäldes von Johann Moritz Rugendas (1802 bis 1858). Historiker Andreas Schurr und Christof Trepesch, Leitender Direktor der Kunstsammlungen und Museen Augsburg flankieren die Lesung.

Autorin Marie Gaté liest am Freitag, 2. Mai, um 18 Uhr, im Speisezimmer des Schaezlerpalais‘ aus ihrem aktuellen Roman Mirador [STROUX edition]. Das Werk zeichnet die faszinierende Reise eines Gemäldes von Johann Moritz Rugendas (1802 bis 1858) von Augsburg bis Mexiko nach und verbindet kunsthistorische Spurensuche und literarische Erzählung. Historiker Andreas Schurr ergänzt den literarischen Teil und gibt Einblicke in die Bedeutung der Hacienda und ihren Platz in der Geschichte der deutschen Einwanderung nach Mexiko im 19. Jahrhundert.

Dr. Christof Trepesch, Leitender Direktor der Kunstsammlungen und Museen, eröffnet die kostenfreie Veranstaltung. Das Buch Mirador kann im Anschluss im Café des Schaezlerpalais erworben und auf Wunsch signiert werden.

Insbesondere in Chile, aber auch in Mexiko ist er nach wie vor im kulturellen Gedächtnis verankert, hierzulande jedoch weitestgehend vergessen: Der in Augsburg geborene Reisemaler Johann Moritz Rugendas (1802 – 1858), der zu seiner Zeit als der »malende Humboldt« bezeichnet wurde, auch weil er sein Leben lang von dem großen Südamerika-Forscher unterstützt und gefördert wurde.

In ihrem zweiten Roman erzählt die Augsburger Autorin Marie Gaté die verschlungene Geschichte eines Gemäldes in Familienbesitz. Als das verstaubte Bild, das das mexikanische Anwesen der Ururgroßeltern zeigt, zum Restaurator gebracht wird, erleben die Besitzer eine veritable Überraschung: Das Bild, das das mexikanische Anwesen der Familienvorfahren zeigt, stammt von dem berühmten Reisemaler Johann Moritz Rugendas (1802 – 1858). Rugendas, zeitlebens mit dem Südamerikaforscher Alexander von Humboldt befreundet und von ihm gefördert, besucht 1833 auf seiner Reise durch Mittel- und Südamerika in Mexiko deutsche Emigranten in der Hacienda El Mirador.


Facettenreiche Reise durch das 19. und 20. Jahrhundert

Inspiriert von der farbgewaltigen Landschaft ensteht sein Gemälde Blick auf die Hacienda El Mirador und den Pico de Orizaba. Noch heute befindet sich das Kunstwerk im Besitz der Nachfahren der damaligen Auftraggeber – die, wie es der Zufall will, ausgerechnet in Augsburg leben. Die Entstehung des Bildes und sein erstaunlicher Weg zurück in die Geburtsstadt seines Schöpfers verknüpft Marie Gaté zu einer facettenreichen Zeitreise durch das 19. und 20. Jahrhundert. Mirador basiert auf wahren Begebenheiten und realen Personen, enthält jedoch fiktionale Elemente und künstlerische Freiheiten.

»Marie Gaté entfaltet ein lebendiges familiengeschichtliches Tableau und verwebt dieses mit dem koloritreichen Leben des berühmten Malers Johann Moritz Rugendas. In bildreicher Sprache lässt sie ein Stück Kunstgeschichte literarisch lebendig werden«, sagt Dr. Christof Trepesch, Leitender Museumsdirektor der Kunstsammlungen und Museen Augsburg. Trepesch wird die Gatés Lesung im Schaezlerpalais eröffnen. ~ pm • auxlit

MARIE GATÈ wurde 1955 in den französischen Ardennen geboren. Nach dem Spanisch-Studium in Reims und Straßburg zog es sie nach Valencia. Heute lebt sie mit ihrem Mann bei Augsburg und arbeitet als Autorin, Übersetzerin und Dolmetscherin. Seit 2012 schreibt die Cineastin Kurzkritiken für Filmportale.

2020 erschien bei STROUX edition ihr Roman Der Klang des Bleistiftes, der zu Boden fällt, der 2024 unter dem Titel Le bruit du crayon qui tombe in ihrer eigenen Übersetzung in Frankreich veröffentlicht wurde. Ihre Übersetzung des Romans ins Spanische wird 2025 erscheinen. Mirador ist Gatès zweiter Roman.


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