auxlitera WOCHEN-TIPP ★ Die Literaturwissenschaftlerin Nikola Herweg referiert zu Mascha Kaléko und Hilde Domin. Vortrag mit teilweise unveröffentlichte Materialien aus den Nachlässen der beiden Dichterinnen.
Eine Veranstaltung anlässlich des Gedenkens »80 Jahre Kriegsende« im Haus St. Ulrich in Augsburg: Die Literaturwissenschaftlerin und Historikerin Dr. Nikola Herweg referiert am Donnerstag, 24. April (18.30 bis 21 Uhr), zu Mascha Kaléko und Hilde Domin. Texte der jüdischen Dichterinnen rezitiert die Schauspielerin Jenny Langner, es moderiert Dr. Robert Schmucker. Veranstalter ist das Akademische Forum der Diözese Augsburg.
Mascha Kaléko und Hilde Domin wurden in den Jahren der NS-Diktatur als Jüdinnen verfolgt. Beiden gelang die Flucht. Kaléko war zu diesem Zeitpunkt bereits eine erfolgreiche Dichterin: 1938 konnte der Shootingstar der Berliner Künstlerszene in die USA emigrieren. Die zwei Jahre jüngere
Hilde Domin ging schon 1932 – zunächst als Studentin – nach Italien und war weitsichtig genug, nicht zurückzukehren. Sie wurde unter dem Eindruck des Exils zur Dichterin.
Geschrieben haben beide überwiegend auf Deutsch und wurden und werden in Deutschland gelesen. Beide kehrten nur zögerlich und mit zwiespältigen Gefühlen in das Land, aus dem sie vertrieben worden waren, zurück: Kaléko nicht endgültig, aber immer wieder; Domin dauerhaft. Beiden ist es gelungen – trotz teilweise für ihr Publikum unbequemen Themen – eine bis heute ungewöhnlich große und treue Leserschaft zu gewinnen.
Die Literaturwissenschaftlerin und Historikerin Nikola Herweg zeigt teilweise unveröffentlichte Materialien aus den Nachlässen der beiden Dichterinnen und spricht über ihre Leben und Werke und ihren Umgang mit der deutschen Geschichte. ⟴ pm • auxlit
֍ Der Eintritt beträgt € 6,00 (für Schüler/Studierende frei). Anmeldung über Telefon (0821) 31 66 88 11 oder E-Mail: akademisches-forum@bistum-augsburg.de.
Dr. Nikola Herweg
Studium der neuen deutschen Literatur, Philosophie und Geschichte in Gießen, Lodz, Barcelona und Jerusalem. Promotion an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Nikola Herweg ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Deutschen Literaturarchiv Marbach und leitet das Helen und Kurt Wolff-Archiv für Exilliteratur. Sie forscht zur deutschsprachigen Literatur und zur Geschichte der Neuzeit.
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