»Show me the way to next Whiskey bar«

Opernpremiere »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny« am Staatstheater Augsburg: Premiere des Weill/Brecht-Klassikers am 25. Januar 2025.

In der vierten Opernpremiere der Spielzeit 24/25 bringt das Staatstheater Augsburg einen der ganz großen Klassiker des 20. Jahrhunderts auf die Bühne und holt dafür erneut den gefragten Regisseur Jochen Biganzoli nach Augsburg. »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny« (Premiere: Samstag, 25.01.25 19.30 Uhr, martini-Park) untersucht die in diesem Werk so zentrale Kapitalismuskritik und interpretiert es dabei auf eine sehr heutige Weise. Die musikalische Leitung hat der 1. Kapellmeister Ivan Demidov.

Ausgerechnet zwei Künstler, die dem bürgerlichen Genre »Oper« kritisch gegenüberstanden, schufen dieses Erfolgswerk: Angespornt vom großartigen Echo auf ihre Dreigroschenoper bauten Kurt Weill und Bertolt Brecht ihr Mahagonny-Songspiel zu einer Oper aus, die am 9. März 1930 ihre Premiere in Leipzig feierte.

Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny ist eine Parabel auf den Untergang des Kapitalismus. In der neu gegründeten Stadt Mahagonny lässt es sich hemmungslos genießen – man darf alles, solange man nur bezahlt. Das entworfene Lebens- und Stadtmodell dieser »Spaßgesellschaft« schließt dabei sein eigenes Scheitern gleich mit ein. Brechts Libretto zu diesem modernen »Sodom und Gomorrha« entstand zur Zeit der Weimarer Republik, hat aber bis heute nichts von seiner Aktualität eingebüßt.

Jochen Biganzoli führt Regie

In der Augsburger Inszenierung wird diese gesellschaftliche Brisanz durch eine starke Publikumsnähe erzeugt, denn Mahagonny und das »Hotel zum Reichen Manne« werden mitten im martini-Park gegründet. In seiner Vertonung verschmilzt Kurt Weill traditionelle Opernformen mit der Unterhaltungsmusik seiner Zeit, wie Foxtrott, Tango, Marsch oder Songs, um so ein neues, visionäres Musiktheater zu schaffen.

Mit »Mahagonny« kehrt Jochen Biganzoli zum dritten Mal als Regisseur nach Augsburg zurück. Im Januar 2022 inszenierte er hier zuletzt mit großem Erfolg Charles Gounods Faust (Margarethe). Seit bald 30 Jahren ist Biganzoli mit seiner künstlerischen Arbeit in ganz Deutschland präsent. Gerade erst begeisterte er Presse wie Publikum mit seiner Inszenierung von Ethel Smyths The Wreckers am Staatstheater Meiningen. Für seine Inszenierung von Richard Wagners Tristan und Isolde am Theater Hagen wurde er für den deutschen Theaterpreis Der Faust 2020 in der Kategorie Regie Musiktheater nominiert. Seit 2024 lehrt Biganzoli als Professor für Musiktheater an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar.

In den Hauptrollen der Augsburger Inszenierung sind aus dem Opernensemble des Staatstheaters Kate Allen (Leokadja Begbick), KS Sally du Randt (Jenny) und Shin Yeo (Dreieinigkeitsmoses) zu erleben. Für die Rolle des Jim Mahoney kehrt der Tenor Mirko Roschkowski nach Augsburg zurück, der in Mozarts La clemenza di Tito (2021/22) den Titelhelden verkörperte.  ⟴ pm • auxlit


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