In der ZEIT-Ausgabe vom 21. November berichtet der ukrainische Dichter Serhij Zhadan über seinen Einsatz im Ukraine-Krieg.
Im Interview in der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung ► DIE ZEIT vom 21. November 2024 spricht der ukrainische Dichter und Friedenspreisträger Serhij Zhadan erstmals über seinen Einsatz im Krieg. Zhadan war im April in die 13. Brigade der ukrainischen Nationalgarde eingetreten und hat in Deutschland damit eine Diskussion ausgelöst, ob ein Friedenspreisträger am Krieg teilnehmen darf. »Ich wusste, wenn eine Mobilisierung kommt, dann werde ich mich melden,« sagt Zhadan im Feuilleton der ZEIT.

Zhadan ist in Charkiw stationiert und in der Armee für den Austausch zwischen den Brigaden und zwischen der Armee und der Öffentlichkeit zuständig. Außerdem arbeitet er für das Frontradio Chartija, in dem ein authentisches und lebendiges Bild der ukrainischen Streitkräfte vermittelt werden soll. Zhadan sagt über seinen Fronteinsatz: »Ich mache einfach das, was ich am besten kann und womit ich meinem Land am besten dienen kann.«
Der Amtszeit des nächsten US-Präsidenten sieht er kritisch entgegen: »Mir macht die Lage innerhalb der Ukraine Sorgen, weil ich sehe, wie müde meine Landsleute schon sind.« Die Entscheidung des aktuellen US-Präsidenten Joe Biden weitreichende US-Raketen gegen russische Ziele einzusetzen, begrüßt Zhadan. Man habe das Recht, sich gegen den Angriff Russlands zu verteidigen: »Die Russen beschießen unsere Städte, jeden Tag.“ Im Interview berichtet er von der Lage in seiner Heimat und kommt zu dem Schluss: »Uns steht ein sehr, sehr schwerer Winter bevor.« ~ pm • auxlit
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