Rezitator Stefan Schön liest im Brechthaus aus dem Interview-Buch, das die »Große Giehse« im Gespräch mit der Schriftstellerin Monika Sperr abbildet. Eine Lesung in der Brechthaus-Reihe »Brecht und Konsorten«. ★ mit Bildergalerie
Am Sonntag, 6. Oktober, liest Stefan Schön in der Lounge im ► Brechthaus aus dem Interview-Buch Ich hab nichts zum sagen der Schriftstellerin Monika Sperr, das auf Interviews mit Therese Giehse beruht und ein Jahr vor Giehses Tod 1974 herauskam. Die Veranstaltung in der Reihe Brecht und Konsorten beginnt um 11 Uhr. Vielen dürfte sie als Darstellerin aus der Fernsehserie Münchner Geschichten (Regie: Helmut Dietl) aus den 70ern bekannt sein. Aber die Giehse war mehr: Sie war Bert Brechts erste Mutter Courage in der Uraufführung 1941 am Züricher Schauspielhaus.



◄ Links: Gemälde von Günter Rittner, 1966: Therese Giehse als Mutter Courage • CC BY 3.0 via Wikipedia.org
▲ Mitte: Therese Giehse um 1919 • gemeinfrei | public domain
► Rechts: Rezitator Stefan Schön • Foto: Charlotte Bruhn
Mit ihrem Geburtsdatum 6. März 1898 war die Münchnerin Therese Giehse nur weniger als vier Wochen jünger als der im Februar geborene Brecht. Als versierte Schauspielerin war sie in den 20er Jahren schon Ensemblemitglied an den Münchner Kammerspielen. Die »Große Giehse«, wie sie genannt wurde, war Zeit ihres Lebens immer eine politische Frau.
Als Jüdin floh sie vor den Nationalsozialisten ins Ausland über die Stationen Zürich, Belgien, die Niederlande, Luxemburg und Österreich bis in die Tschechoslowakei. Nach 1945 stand sie in unzähligen Rollen in München, in Berlin am Berliner Ensemble, am Züricher Schauspielhaus, in Salzburg und auch in Wien auf der Bühne. ⟴ pm • auxlit
Sonntag, 6. Oktober | 11 Uhr | Brechthaus Augsburg, Auf dem Rain 7, 86157 Augsburg
Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro • Erhältlich im Brechthaus, Info: 📞 0821. 4540815

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