Shakespeare & Flüchtlingsarbeit, Literatur & Konsolenspiele

Beim »Wissenschaftspreis Augsburger Schulen« gingen zwei Auszeichnungen an literaturbezogenen Arbeiten. Yvonne Ratchev (Staatl. FOS/BOS) und Majlen Lüdke (Holbein-Gymnasium) heißen hier die Preisträgerinnen.

Den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern und auszeichnen ist das Anliegen des Wissenschaftspreises Augsburger Schulen. Dank der Stiftung Augsburger Wissenschaftsförderung konnte die Stadt Augsburg zum sechzehnten Mal die Preise in den beiden Kategorien MINT und Geisteswissenschaften vergeben. In letzterer Kategorie wurden die Schülerinnen Yvonne Ratchev (Staatl. FOS/BOS) und Majlen Lüdke (Holbein-Gymnasium) ausgezeichnet.

Zusammen mit den Laudatorinnen und Laudatoren nahm Bürgermeisterin
und Referentin für Bildung und Migration Martina Wild die Preisverleihung
im Fürstenzimmer des Rathauses vor. Den 2. Preis in der Kategorie Geisteswissenschaften (1000 Euro) erhielt Yvonne Ratchev für ihre Seminararbeit Dystopische Welten und individuelle Freiheit: Ein analytischer Vergleich von »Road 96« und »1984«, in der sie untersuchte, inwiefern Computer- und Konsolenspiele als Nachfolger poetischer Literatur dienen können. Über den 3. Preis (500 Euro) freute sich Majlen Lüdke, die sich unter dem Titel Shakespeare’s Role in Refugee Programs around the World mit dem Einsatz von Literatur in der kulturellen Flüchtlingsarbeit beschäftigte. Einen Einblick in Lüdkes Arbeit gibt es auf hier auf prezi.com. Ein erster Preis wurde in der Kategorie Geisteswissenschaften nicht vergeben.

Bürgermeisterin und Referentin für Bildung und Migration Martina Wild bei der Preisverleihung im Fürstenzimmer des Augsburger Rathauses. • Foto: Ruth Plössel | Stadt Augsburg

Heuer nur Einreichungen von Gymnasien und FOS/BOS

Teilnahmeberechtigt am Wissenschaftspreis Augsburger Schulen waren alle
Schülerinnen und Schüler der Augsburger Schulen. Eine Jury aus Lehrkräften der
verschiedenen Schultypen bewertete die Arbeiten, die in diesem Jahr allerdings
ausschließlich von Schülerinnen und Schülern der Augsburger Gymnasien und
der FOS/BOS eingereicht wurden. Hier wird noch Verbesserungspotenzial
gesehen: »Es muss uns in Zukunft gelingen, noch mehr junge Menschen zu erreichen und sie zu ermutigen, auf Spurensuche zu gehen. Egal, ob sie Grund- und Mittelschule, Realschule oder Gymnasium besuchen«, betonte Martina Wild. Auch Prof. Dr. Andreas Rathgeber von der Universität Augsburg, der die knapp 70 anwesenden Gäste stellvertretend für die wissenschaftlichen Institutionen in der Stadt begrüßte, betonte die Bedeutung von struktureller Förderung wissenschaftlicher Talente. pm · auxlit


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