Über 400 Schülerinnen und Schüler feiern den Autor David Mayonga aka Roger Rekless bei seiner Lesung in der Stadthalle Gersthofen.
Am Montagvormittag, 18 März, riss David Mayonga aka Roger Rekless über 400 Schüler*innen in der Stadthalle Gersthofen aus dem Wochenendschlaf gerissen. Der bayerische Rapper und Autor hat die überwiegend nachdenklichen Töne aus seinem Buch und Leben mit deftigen Beats gepfeffert, um die Botschaft wieder mal Heim zu tragen: Bei Rassismus gibt es Keine Diskussion, wie auch der Titel eines der Songs von Rekless lautet.
Der David Mayonga las aus seinem Buch Nein, ein N*** darf nicht neben mir sitzen (Komplett Media). Zwischendurch und im Anschluss begegnete der Anti-Rassismus-Aktivist den Schüler*innen nahbar, sympathisch und auf Augenhöhe beim Diskutieren und im Erfahrungsaustausch. Rassismus ist kein Phänomen der Vergangenheit, sondern findet weiterhin täglich statt; auch an Schulen. Die Mehrheitsgesellschaft schaut oft weg und da beginnt das eigentliche Problem. Ausgrenzen aufgrund von vermeintlichem Anderssein wird dann normal.

Die Veranstaltung auf Initiative des Paul-Klee Gymnasiums in Kooperation mit der Stadtbibliothek Gersthofen ist daher nicht nur während der Internationalen Woche gegen Rassismus aktuell, sondern trifft auf einen wunden Punkt unserer Zeit und Gesellschaft; Deutschland im März 2024. Umso mehr, das wurde bei der Lesung auch nochmal klar, müssen wir darüber sprechen.
In der bayrischen Provinz groß geworden
David Mayonga (*1981 in München), auch bekannt als Roger Rekless, ist als Musiker und Produzent überwiegend in der Hip-Hop-Szene unterwegs. Für den Bayerischen Rundfunk moderiert er auf PULS und Bayern 3. Zudem arbeitet der studierte Sozialpädagoge international in der offenen Jugendarbeit, unter anderem im Auftrag des Goethe-Instituts.
Er ist in der bayrischen Provinz groß geworden und spricht Dialekt. David Mayonga sieht sich in erster Linie als Bayer. Dennoch wird er aufgrund seiner Hautfarbe schon am ersten Tag im Kindergarten zurückgewiesen: »Nein, ein N*** darf nicht neben mir sitzen.« Bis heute begleiten ihn rassistische Anfeindungen. Die Polizei durchsucht sein Auto, beim Einkaufen wird er mit »Was du wollen?« begrüßt. In seinem Buch Ein N*** darf nicht neben mir sitzen gibt David Mayonga einen Einblick, warum wir Menschen solch eine Angst vor dem Anderssein haben. Warum wir diskriminieren und was wir tun können, um dem weniger Raum zu geben. ~ [pm/auxlit]
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