迟卉 – Sci-Fi aus China

Lesung & Video-Schalte aus China: Chi Hui ist eine der vielseitigsten Stimmen des zeitgenössischen chinesischen Science-Fiction-Kosmos. Am Samstag, 2. März, werden in Augsburg Geschichten von ihr inmitten einer Ausstellung der Buchillustrationen vorgestellt. Huis Welten werden bewohnt von riesigen Käfern, hyperintelligenten Ratten, bösen Piraten und artifiziellen Menschen.

Chi Hui (迟卉) • Foto: privat

Die Science-Fiction-Autorin Chi Hui lädt in faszinierende, verzaubernde und zugleich angsteinflößende Welten ein, die auch menschliche Abgründe aufzeigen. Im Rahmen des Brechtfestivals 2024 wird am Samstag, 2. März (11 Uhr), die erste Buchveröffentlichung Huis in deutscher Sprache vorgestellt. Die im Augsburger Maro-Verlag erschienene Anthologie Das Erbe der Menschheit und andere Geschichten vereint vier Geschichten der in Chengdu (im Südwesten Chinas) lebenden Autorin. Im Café Tür an Tür wird es für die Präsentation des Bandes eine Lesung mit Videoschalte nach Chengdu zur Autorin geben. Das Café Tür an Tür ist gleichzeitig Ort der ebenfalls im Rahmen des Brechtfestivals gezeigten Ausstellung Das Erbe der Menschheit, die 35 Illustrationen zum Werk Chi Huis zeigen.

Zu Gast sind am Samstagvormittag neben der zugeschalteten Chi Hui zwei der drei Übersetzer, der Journalist und Literaturwissenschaftler Lukas Dubro ( Kapsel Magazin, Berlin) und der Sinologe Felix Meyer zu Venne (Berlin/Paris), sowie Sarah Käsmayr (Maro-Verlag) und Christina Jung (Lesung der deutschsprachigen Texte). Lukas Dubro, der auch Herausgeber der Anthologie ist, und Sarah Käsmayer moderieren die Lesung.
Mehr zu Chi Hui und den drei Übersetzern der Anthologie siehe weiter unten

Die vier Erzählungen der Anthologie – Das Insektennest, Der Algorithmus der Artifiziellen, Die unendliche Erde und schließlich Das Erbe der Menschheit – halten eine berührende Mischung aus spannenden utopischen sowie dystopischen Szenarien bereit und geben somit einen Einblick in die vermeintliche Zukunft – mit und ohne Menschheit.

Können Sie sich vorstellen, umgeben von künstlichen Menschen zu leben, aber den Unterschied gar nicht zu merken? Was wäre, wenn die Erde sich gegen ausbeutende Piraten zur Wehr setzt? Und wie ähnlich können sich Ratten und Menschen eigentlich sein?

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Ausstellung mit 35 Illustrationen zu Chi Huis Werk

Alle Bilder: © Maro-Verlag

Die Ausstellung mit 35 Illustrationen zeigt Szenen aus vier Geschichten von Chi Hui. Sie ist bis Freitag, 1. März, täglich von 8 bis 18 Uhr sowie am Sonntag, 3. März, von 14 bis 18 Uhr, im Café Tür an Tür zu sehen. 30 Studierende der Hochschule Düsseldorf / Peter Behrens School of Arts fertigten die Illustrationen an. Sie entstanden im Kurs von Ruohan Wang im Wintersemester 22/23.

Fotos der Aufbauarbeiten zur Ausstellung im Café Tür an Tür
Fotos: Harald Capek | Instagram: @ fotolocationally


Die Autorin und die Übersetzer

CHI HUI | 迟卉

1984 im Nordosten Chinas geboren. Seit 2006 lebt sie in Chengdu, einer der größten Städte des Landes, zusammen mit ihrer zehn Jahre alten Katze. Sie studierte an der Pädagogischen Universität Shanghai Biologie, hatte aber nie vor, als Lehrerin zu arbeiten. Seit 1999 schreibt sie. Ihre erste Kurzgeschichte Der einzige Sohn《独子》erschien 2003 in Chinas größter Science-Fiction-Zeitschrift, der Science Fiction World 科幻世界. Seitdem hat sie über einhundert Kurzgeschichten und einige Romane veröffentlicht, für die sie mit mehreren chinesischen Science-Fiction-Preisen ausgezeichnet wurde. Von 2017 bis 2021 war sie in der Redaktion der Science Fiction World tätig, heute arbeitet sie wieder als freischaffende Autorin. Einige ihrer Geschichten wurden auch ins Englische und Koreanische übersetzt.

FELIX MEYER ZU VENNE

Sinologe, Übersetzer und Chinesischlehrer und lebt in Berlin. Während des Studiums arbeitete er im Berliner Elfenbein Verlag sowie als Lehrbeauftragter im Fachbereich Sinologie an der Westfälischen-Wilhelms-Universität zu Münster. Seit 2018 leitet er die Redaktion von Kapsel und seit 2021 ist er Mitherausgeber. Seine Übersetzungen sind in den Heften für ostasiatische Literatur bei Heyne und in Kapsel erschienen. Darüber hinaus forscht Meyer zu Venne zum Thema chinesisches Theater.

LUKAS DUBRO

Journalist und Literaturwissenschaftler, lebt in Berlin und Paris. Er absolvierte seinen Master an der Freien Universität im Fach Angewandte Literaturwissenschaft. 2017 startete er die Zeitschrift Kapsel und 2012 das Fanzine Cartouche über Popkultur aus Berlin. Von 2015 bis 2022 verantwortete er bei der Initiative Acud Macht Neu die Pressearbeit und betreute die Literaturreihen. Seit Anfang 2018 arbeitet er als freier Mitarbeiter bei der Deutschen Presse-Agentur und seit Ende 2021 beim Redaktionsnetzwerk Deutschland. Er schrieb unter anderem für taz und Spex.

CHONG SHEN

Lehrt und forscht seit 2019 an der Fudan-Universität in Shanghai, an der er von 2007 bis 2014 Germanistik studierte. Von 2014 bis 2018 war er DFG-Stipendiat und promovierte über die moderne deutsche Literatur an der Friedrich-­Schlegel-Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Stu­dien der Freien Universität Berlin. Seine Monographie Ennui, Epiphanie, Mnemopoesie wurde im Verlag Königshausen & Neumann veröffentlicht. Außerdem publizierte er ­mehrere ­Ar­ti­kel über Stefan George, Hugo von Hofmannsthal und ­Rainer Maria Rilke in verschiedenen wissenschaftlichen Zeitschriften. Seit 2017 ist er Teil der Kapsel-Redaktion.


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