Die Uni-Ringvorlesung »Große Werke der Weltliteratur« lädt für Mittwoch, 14. Juni, in die Stadtbücherei Augsburg. Prof. Dr. Stephanie Waldow (Uni Augsburg) referiert zu Alois Hotschnigs »Der Silberfuchs meiner Mutter«. Die Hybrid-Veranstaltung findet auch online statt.
In der Reihe »Große Werke der Weltliteratur« – Ringvorlesung an der Universität Augsburg referiert Prof. Dr. Stephanie Waldow (Neuere Deutsche Literaturwissenschaft (Ethik), Uni Augsburg) am Mittwoch, 14. Juni, über Alois Hotschnigs Der Silberfuchs meiner Mutter. Der Vortrag findet um 18.30 Uhr in der Stadtbücherei Augsburg statt. Eine Teilnahme per Zoom ist möglich, um rechtzeitige Anmeldung wird gebeten unter E-Mail ► sekretariat.amerikanistik@philhist.uni-augsburg.de.
Hotschnig ist ein Meister der kleinen Werke. In einer bis aufs Äußerste reduzierten Sprache lässt er Bilder entstehen, die weit über den Erzählrahmen des Textes hinausgehen. So auch in seinem aktuellen Roman Der Silberfuchs meiner Mutter. Den Echoraum des Textes bildet die Schauspielkarriere der Figur Heinz Fritz, innerhalb dessen große Themen, wie die Traumata des zweiten Weltkriegs, Flucht, Migration und Mißhandlung scheinbar nebenbei verhandelt werden. Entstanden ist ein Text voller Erinnerungslücken, sprachlicher Stolpersteine und abweichender Versionen der eigenen Lebensgeschichte.
Auch wenn Hotschnig für seinen Roman über fünf Jahre mit dem Schauspieler Heinz Fitz Gespräche über sein Leben geführt hat, handelt es sich dennoch nicht um eine Biografie, denn am Ende steht die große Frage: Was ist überhaupt noch stimmig? Eine Frage, auf die nicht nur die Figur des Romans, sondern auch die Leser*innen zurückgeworfen sind.
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