Baustart für Erweiterung der Uni-Bibliothek

Eröffnung ab Mitte 2026, der Freistaat investiert 32,4 Millionen für den Neubau. Der Neubau verspricht mehr Arbeitsräume, neuen Lesesaal und optimale Bedingungen für historische Sammlungen und deren Erforschung.

Auf dem Gelände der Universität Augsburg haben die Vorarbeiten für Baustelleneinrichtung begonnen: Der Erweiterungsbau mit rund 2.300 Quadratmetern Nutzfläche soll zwischen der nördlichen Seite der Zentralbibliothek und dem Musikgebäude angesiedelt und durch eine Brücke mit der Zentralbibliothek verbunden werden. Ab Mitte 2026 soll der neue Erweiterungsbau für die Bibliotheksnutzerinnen und -nutzer geöffnet werden. Insgesamt investiert der Freistaat Bayern 32,4 Millionen Euro in den Neubau.

»Der Erweiterungsbau für die Bibliothek trägt dazu bei, die Lern- und Studienbedingungen an unserer Universität noch weiter zu optimieren. Ich freue mich, dass das Bauprojekt nun startet, damit in gut zwei Jahren zahlreiche Studierende und Forschende die neuen Räumlichkeiten für ihre wissenschaftliche Arbeit nutzen können«, erklärt Universitätspräsidentin Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel.

Weitere Arbeitsräume und neuer Lesesaal

Neben dem Magazin für die besonders wertvollen Stücke wird sich im Erdgeschoss unter anderem ein Lesesaal mit über 20 Arbeitsplätzen sowie ein Ausstellungsraum befinden. Die beiden oberen Stockwerke beherbergen Mitarbeiterbüros und Arbeitsräume, ebenso eine Restaurierungswerkstatt und Räume für die Digitalisierung des wertvollen Altbestandes. Auf allen drei Etagen wird dieser in Magazinen mit optimaler Klimatisierung und kurzen Wegen zu den Büros und öffentlichen Bereichen seine neue Heimat finden.  Damit wird es erstmals adäquate Räume für die Arbeit mit Originalen in Forschung und Lehre geben.

Blick auf die Baustelle des Erweiterungsbaus. Bildmaterial: Staatliches Bauamt Augsburg, Pressefreigabe durch Uni Augsburg

»Optimale Bedingungen« für historische Sammlungen und deren Erforschung

Nötig wurde dieser Bau zum einen durch die mit der Universität wachsenden Anforderungen an die Universitätsbibliothek sowie zum anderen durch bauliche Notwendigkeiten für die wertvollen historischen Sammlungen. »Der Erweiterungsbau trägt insbesondere den modernen Anforderungen an Unterbringung, Erschließung und Erforschung historischer Bestände Rechnung«, erklärt Bibliotheksdirektorin Constance Dittrich. Durch den Auszug verschiedener Sammlungen entlastet er zugleich das Zentralmagazin und die Teilbibliothek Geisteswissenschaften. Dittrich freut besonders: »Dieser Bau wird uns nicht nur optimale Bedingungen für die Bewahrung und Erschließung unseres kulturellen Erbes geben, sondern zugleich neuen Spielraum für die Umgestaltung der Lesesäle zu zeitgemäßen Lernorten eröffnen.«

Der Erweiterungsbau bietet Platz für die Sondersammlungen der Universitätsbibliothek, insbesondere auch für die Fürstenbibliothek Oettingen-Wallerstein mit 1.600 Handschriften und zahlreichen Drucken des 16. bis 19. Jahrhunderts. Das zweite Obergeschoss wird die Kartensammlung und die Bibliothek der verbrannten Bücher, eine Sammlung von Büchern, die im nationalsozialistischen Deutschland verboten waren, beherbergen.

Kunstwerk »Gesetz« muss kurzfristig weichen

Im ersten Schritt wurde das Kunstwerk Gesetz in Absprache mit der Künstlerin Sabrina Hohmann-von-Weizsäcker, das sich zwischen der Teilbibliothek Sozialwissenschaften und dem Gebäude für Kunst und Musik befindet, abgebaut und eingelagert. Es wird nach Fertigstellung des Neubaus am ursprünglichen Standort wiederaufgebaut. Der Weg zur Bibliothek, der sich im Baufeld befindet, wird für die Bauphase an das Gebäude für Kunst und Musik verlegt. Während der Arbeiten kann es zu Einschränkungen im Baustellenbereich kommen.

»Die Vorarbeiten für die Baustelleneinrichtung haben begonnen«, erläutert Annette Bubmann, Bereichsleiterin Universitätsbau im Staatlichen Bauamt Augsburg. Läuft alles nach Plan, folgen die Aushubarbeiten der Baugrube im Juni dieses Jahres. Voraussichtlich im September 2023 startet dann der Rohbau, der im Herbst 2024 abgeschlossen sein soll. »Wir liegen mit dem Projekt voll im Zeitplan«, bestätigt Bubmann. ~ [pm / auxlit]


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