Die Dreigroschenoper • von Bertolt Brecht
Veranstaltungsort
martini-Park • Staatstheater Augsburg
Provinostraße 52 | 86153 Augsburg
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Veranstaltungsdetails
Dauer: ca. 2 Stunden 45 Minuten, inklusive einer PauseEinführung: 30 Minuten vor VorstellungsbeginnInszenierung: Sapir Heller Jonathan Peachum leitet die
Veranstaltungsdetails
Dauer: ca. 2 Stunden 45 Minuten, inklusive einer Pause
Einführung: 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn
Inszenierung: Sapir Heller
Jonathan Peachum leitet die Firma »Bettlers Freund«, die Londons Bettler organisiert und ausbeutet. Ausgerechnet Peachums Tochter Polly heiratet den berüchtigten Gangster Macheath, genannt Mackie Messer. Daraufhin beschließen Mr. und Mrs. Peachum, Mackie der Polizei auszuliefern. Polly warnt Mackie vor seiner drohenden Verhaftung, dieser flieht jedoch nicht, sondern geht ins Bordell. Dort trifft er Jenny, seine frühere Geliebte, die ihn jedoch an die Polizei verrät, sodass es zu seiner Verhaftung kommt…
Die ohrwurmverdächtige Musik von Weill in Verbindung mit Brechts beißender Kapitalismuskritik hat die 1928 uraufgeführte »Dreigroschenoper« weltberühmt gemacht. Brecht hat auf die Frage nach dem Grund für den Erfolg der »Dreigroschenoper« gesagt, er »fürchte, all das, worauf es mir nicht ankam: die romantische Handlung, die Liebesgeschichte, das Musikalische«. Er aber wollte zeigen, dass »die Ideenwelt und das Gefühlsleben der Straßenbanditen ungemein viel Ähnlichkeit mit der Ideenwelt und dem Gefühlsleben des soliden Bürgers haben.«
Die Welt, in der Brechts Bettleroper spielt, soll in Sapir Hellers Inszenierung keine Parallelwelt im Untergrund sein und auch nicht das sogenannte Bürgertum zeigen, sondern die Menschen, die die Macht haben. Sapir Heller sagt dazu: »Alle Figuren sind gefangen in diesem System und alle haben eine bestimmte Überlebensstrategie darin. Sie müssen schlecht sein, damit sie weiterkommen, und auf der anderen Seite sind sie die sogenannten Bösen, die dieses System erschaffen.«
Es soll eine Gesellschaft gezeigt werden, in der es um die Verteilung von Macht als existentiellen Kampf geht. Um diesen Grundgedanken zu verschärfen, zeigen Ästhetik und Spielweise neben Zeichen von politischer und gesellschaftlicher Macht, Wohlstand und Status auch tierische Elemente. Brechts Text kann an Aktualität kaum verlieren, solange »der Mensch schlecht ist« und somit hat die »Dreigroschenoper« auch heute noch viel zu erzählen.

Veranstalter
Staatstheater Augsburg

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