Mit Leseproben-Link • In Augsburg startet die Weltwasser-Woche 2026. Das geht nicht ohne das neue Buch über den Wegbereiter des heutigen UNESCO-Welterbes Augsburger Wassermanagement-System. Der Augsburger Stadtbrunnenmeister Caspar Walter wäre heuer 325 Jahre alt geworden. Der reich bebilderte Band zeigt auch einen kommentierten Nachdruck von Walters zentralem Werk »Hydraulica Augustana«.
Am 27. Februar 2026 wäre der Augsburger Stadtbrunnenmeister Caspar Walter 325 Jahre alt geworden. Als »Geburtstagsgeschenk« für ihn und alle Augsburger ist nun das 120 Seiten starke Buch 📖 Caspar Walter. Ein Wegbereiter des UNESCO Welterbes. Der Augsburger Stadtbrunnenmeister und seine »Hydraulica Augustana« [context verlag Augsburg | Nürnberg]. Augsburgs Kultur- und Welterbereferent Jürgen K. Enninger, der im Buch ein Nachwort beisteuerte, hatte das Buch im Welterbe-Infozentrum am Augsburger Rathausplatz präsentiert.
Das Buch ist ab sofort ➽ bundesweit im Buchhandel [siehe ► beige-gelbe Box unten] sowie im Welterbe-Infozentrum am Augsburger Rathausplatz erhältlich. Der Band eignet sich natürlich prima, um sich auf ➽ die von 16. bis 22. März 2026 stattfindende Weltwasser-Woche samt Weltwasser-Tag (22.3.) einzustimmen.

Das Buch sticht im context verlag durch sein angenehm großes Format hervor und ist mit mehr als 130 farbigen Fotos und Grafiken reich bebildert. Besonders ist sicherlich der beinhaltete großformatige, kommentierte Nachdruck von Walters Hydraulica Augustana. Direkt unter den doppelseitig gezeigten Seiten der Hydraulica Augustana stehen Texte, die aufschlussreich Details aufgreifen und Hintergründe erklären. Leben und Werk eines Mannes, den Kulturreferent als »zentralen Kristallisationspunkt« für das AugsburgerUNESCO-Welterbe bezeichnet, werden anschaulich dokumentiert.
Der Augsburger Stadtbrunnenmeister Caspar Walter war von 1741 bis 1768 im Amt. Der gelernte Zimmermann verbesserte – quasi als »Handwerker-Ingenieur« – die Technik der Wasserhebung in Augsburg auf Jahre hin. Auch deshalb gilt er als der wohl bedeutendste Brunnenmeister der Reichsstadt. Die Technik in den 1879 stillgelegten Wasserwerken ist zwar längst abgebaut und nur noch durch Druckwerke und Miniaturmodelle überliefert. Caspar Walter darf dennoch als ein Wegbereiter des heutigen UNESCO-Welterbes Augsburger Wassermanagement-System gelten.
Herausgeber des Werks von Autors und Verleger Martin Kluger ist der Augsburger Bezirksverein des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI). Der Verein zählt im Augsburger Bezirk rund 3.000 Mitglieder. Bezirksvorsitzender Christian Könitzer betont den Erfindungsreichtum Caspar Walters, in dessen Traditionslinie er die Ingenieure und Ingenieurinnen der heutigen Zeit sieht. Mit dabei bei der Buchpräsentation war ein Geburtstagsgast mit besonderem persönlichen Bezug zu Caspar Walter: Markus Walter.
Der Nachfahre des Augsburger Stadtbrunnenmeisters leitet das 1694 von Caspar Walters Vater – Caspar Walter d.Ä. – als Zimmerei gegründete Familienunternehmen bereits in der elften Generation. Bei der heutigen Karl Heinrich Walter GmbH & Co.KG – besser bekannt als Walter Fensterbau – ist man stolz auf die regionale Verwurzelung sowie die lange Kontinuität der Familientradition: Die zwölfte Generation rückt nach und ist bereits in dem Unternehmen mit rund 100 Angestellten tätig.
Instruktionsgemälde und Kupferstiche

Caspar Walters technische Zeichnungen und Architekturskizzen waren Vorlagen für Instruktionsgemälde und Kupferstiche: Diese Dokumente vermitteln die Baugeschichte und die Ausstattung der sieben von Caspar Walter betreuten reichsstädtischen Wasserwerke. Hydrotechnische Modelle, die er zu Anschauungs- und Schulungszwecken fertigen ließ, überliefern Facetten der damaligen Hebetechnik. Nachhaltige Wirkung erzielte Walter auch als technischer Autor. Seine Schriften überliefern die Leistungen der Trinkwasserversorgung und das Netz der Röhrleitungen. Nicht zuletzt wegen Walters Publikationen und Dokumentationen gilt Augsburg heute als ein »Archiv der Wasserwirtschaft«.
Sündteures Wasser »ins Haus« konnten sich nur die reicheren Augsburger leisten. Sie wurden insbesondere über das Obere Wasserwerk am Roten Tor versorgt. Aus diesem ältesten und größten Wasserwerk Augsburgs kam auch das Wasser für jene drei Monumentalbrunnen, die um 1600 entstanden waren, deren Bronzefiguren heute zu den Objekten des UNESCO-Welterbes zählen und die als »Weltkunst« gelten. Das Obere Wasserwerk, den Stolz der Reichsstadt, hat Caspar Walter 1754 in seiner Hydraulica Augustana, der ersten seiner technischen Schriften zur Wasserversorgung, beschrieben.

Auch alle 39 Seiten dieser schriftlichen Führung durch das Wasserwerk und seine
Geschichte sind in der neuen Publikation abgedruckt. Kurze Kommentare zu Walters Schrift erklären, was heute noch im Wasserwerk am Roten Tor oder anderswo in der Welterbe-Stadt zu finden ist: Und es ist viel zu finden, was die mehr als 130 Abbildungen im neuen Buch belegen. ⟴ pm • auxlit
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