»Krieg ist kein Fußballspiel«

Die Presse nenne die Dinge nicht mehr beim Namen, so die Autorin und Journalistin Mithu Sanyal. Was sich der Journalismus von der Literatur abschauen könne, das will ein Diskussionsabend im Rahmen des Kulturprogramms des Friedensfestes klären.

Literatur nennt die Dinge beim Namen, die Presse leider nicht mehr. Das meint die Romanautorin und Journalistin Mithu Sanyal. Und ist enttäuscht und beunruhigt über die Form derzeitiger Berichterstattung: »Die Journalist*innen schreiben über Krieg und Frieden, als ob das Problem nur eine Seite hätte, aber das ist kein Fußballspiel. Wo bleibt die Vermittlerfunktion?«

Was bedeutet das für den gesellschaftlichen Frieden? Wird dieser sogar gefährdet und was steht auf dem Spiel? Wie könnte ein Diskursraum für Frieden entstehen? Sanyal findet: »Was für die Literatur gilt, muss auch der Presse möglich sein: Positionen einnehmen oder Menschen zu Wort kommen lassen, die man vielleicht nicht sympathisch findet. Wir brauchen mehr Räume, in denen wir einander zuhören.« Mithu Sanyal ist Kulturwissenschaftlerin, Autorin, Journalistin und Kritikerin. Ihre Themenschwerpunkte sind Feminismus, Rassismus, Popkultur und Postkolonialismus.

Am Montag, 23. Juni, wird Mithu Sanyal mit dem Literaturhaus Augsburg und dem BR2 das Friedensfest nutzen, einen solchen Raum zu schaffen und das Sagbare so weit wie möglich zu halten. Krieg ist kein Fußballspiel – Was sich der Journalismus von der Literatur abschauen kann lautet der Abend, der ab 20 Uhr im City Club Augsburg stattfinden wird. Werden 90 Minuten reichen, oder müssen die Teilnehmer*innen in die Verlängerung? Tickets erhältlich unter literaturhaus-augsburg.de, Restkarten an der Abendkasse. ⟴ pm • auxlit


Literatur will Menschlichkeit. auxlitera unterstützt Ärzte ohne Grenzen und WARchild. Bitte spenden auch Sie.



Hier auxlitera-Newsletter abonnieren:

Sie erhalten je Woche 1 E-Mail mit einem Nachrichtenüberblick.
Sie können diese Benachrichtung jederzeit abbestellen.
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben oder für andere Zwecke verwendet. Unsere Datenschutz-Erklärung finden Sie hier.

← Back

Deine Nachricht wurde gesendet

Warnung
Warnung
Warnung.

Kommentar verfassen