»Lesen gehört zur Lebensrealität«

Düzgün Polat zu Gast in der 𝒂𝒖𝒙𝒍𝒊𝒕𝒆𝒓𝒂-Serie »Lesezeichen«. Der Diversity Trainer kuratiert aktuell zwei Schauspiel-Beiträge für das Brechtfestival 2025. Polat gibt auxlitera Einblick in seine Lesewelt und Lesegewohnheiten.

Die 𝒂𝒖𝒙𝒍𝒊𝒕𝒆𝒓𝒂-Fragebogenserie Lesezeichen fragt nach Lesegewohnheiten und Lesarten – auch bei Menschen, die auf den ersten Blick vielleicht zunächst nichts mit Literatur zu tun haben scheinen. Denn: Jeder liest, jeder hat seine Lektüren. Ob digital oder via Buch und Zeitung, als Fachzeitschrift oder App, als Sachbuch oder Newsletter.

Gast in der siebten Lesezeichen-Folge ist Düzgün Polat. Der gebürtige Augsburger ist Diversity Trainer und im Tür an Tür-Integrationsprojekt für Diversity, Demokratie und Antidiskriminierung tätig.

Seit 1999 entwickelt er transkulturelle Formate und kuratiert Konzerte, Ausstellungen und Theaterproduktionen. Aktuell kurartierte Polat für das Brechtfestival 2025 das Schauspiel Josef K und konzeptionierte die szenische Collage Brecht – Hikmet:

Sa, 22.2.: Brecht – Hikmet: Stimmen des Widerstands – Direniş Sesleri (🇹🇷 🇩🇪) | TICKETS ► Anzeige • Reklam
Sa, 1.3.: Josef K. Schauspiel von Tom Basden [◄ Klick für Video-Trailer] (🇹🇷 🇩🇪) | TICKETS

Für 𝒂𝒖𝒙𝒍𝒊𝒕𝒆𝒓𝒂 gab Düzgün Polat Einblick in seine Lesewelt.


LESEZEICHEN • 9 Fragen an Düzgün Polat

Diversity Trainer und Prozessbegleiter

◼️ Welche Genres lesen Sie hauptsächlich? Wie sind Ihre Lesevorlieben verteilt?

Hauptsächlich Sachbücher aus den Bereichen Philosophie und Politik nehmen den Großteil meiner Lesegewohnheiten ein. Ansonsten gesellschaftskritische Werke (Romane, Gedichte).

◼️ Wann lesen Sie? Welche Bedeutung haben Lesen, Bücher und Literatur speziell für Sie?

Für mich gehört Lesen zur Lebensrealität und ist somit fester Bestandteil meines Alltags.

◼️ Welche Zeitschriften/Periodika lesen Sie? Haben Sie Abonnements?

Täglich: AZ, Süddeutsche, Online: Freitag und Migazin, Themenbezogen: Analyse und Kritik. Im Abo habe ich keines.

◼️ Haben Sie einen oder eine Lieblingsautor/-in? Wo würden Sie sich gerne mit ihm treffen?

Meine absoluten Lieblingsautoren sind Bertolt Brecht, Nâzım Hikmet Ran, Yaşar Kemal, Stefan Zweig und Franz Kafka. Vor allem Nâzım Hikmet Ran, Bert Brecht und Franz Kafka würde ich sehr gerne in Brechts Geburtshaus treffen und mit ihnen über die Gesellschaft nachdenken.

◼️ An welches Buch aus Ihrer Kindheit können Sie sich noch lebhaft erinnern?

Benvenuti heißt willkommen [von Hans Georg-Noack, Ravensburger Buchverlag]

◼️ Welches Buch (oder welche Begegnung mit einem schriftlichen Periodikum) hat Sie geprägt? Und wie und warum?

Geprägt bin ich von Brecht und Hikmet aufgrund ihrer gesellschaftlichen Perspektiven. Ich bin der festen Überzeugung, dass die »Utopie«, die beide beschreiben, eine Lebenswertere ist als die gegenwärtige Realität.

◼️ Wenn Sie selbst ein Buch schreiben würden, was für eines wäre es, worüber ginge es? Und verraten Sie uns seinen Titel?

Ich würde einen Gedichtband schreiben (mache ich seit ca. zehn Jahren) mit dem Titel Briefe von mir an mich.

◼️ Welche/r Nicht-Literat/in sollte Ihrer Meinung nach mal ein Buch schreiben und worüber?

Keine Idee und auch keinen Wunsch!

◼️ Welches Buch haben Sie als letztes gelesen?

Diversität der Ausbeutung. Zur Kritik des herrschenden Antirassismus. [Hrsg. v. Eleonora Roldán Mendívil & Bafta Sarbo, Karl Dietz Verlag Berlin]


Lesarten Schnellcheck:

Foto: © Fabian Schreyer

👓 • Lesebrille? – Nein

📖 💻 • Buch oder E-Book? – Buch

📑Lieblingslesezeichen? – keine

📚 • Hardcover oder Taschenbuch? – Antiquarische Bücher

🛒 • Lieblingsbuchhandlung?Antiquariate in jeder Stadt


Meine ❺ Lieblingsbücher

• – – –

~ Konzept & Fragen: Martin Schmidt


Düzgün Polat im Interview zum Brechtfestival 2025.

📋 DÜZGÜN POLAT

Düzgün Pola, geboren 1973 in Augsburg, arbeitet seit 2016 als Diversity Trainer mit Schwerpunkt Antidiskriminierung, soziale Inklusion und diskriminierungskritische Diversitätsentwicklung. Seine Kulturarbeit begann er nach seiner schulischen Ausbildung in der türkeistämmigen Community in Augsburg.

Seit 1999 entwickelte er mehrere transkulturelle Formate und kuratierte unter anderem im Rahmen des Augsburger Hohen Friedensfestes und des Beethoven-Jahres Konzerte, Ausstellungen und Theaterproduktionen. Er ist im Tür an Tür-Integrationsprojekt für Diversity, Demokratie und Antidiskriminierung tätig.

www.tuerantuer.de/integrationsprojekte

Bisher schon in der Reihe Lesezeichen zu Gast:

Cordula Weimann »Omas for Future«-Gründerin – Lesen und Handeln

Klaus Rattenbacher Gründervater des Donauwörther Poetry Slams – Sich durch das Buch fressen und sofort zu Ende lesen

Martin SailerLandrat des Landkreises Augsburg und Bezirkstagspräsident des Bezirks Schwaben – L wie Landrat, L wie Lesen

Anja Güthoff • Bildende Künstlerin – Tierisch viel lesen

Gerald Bauer • Maler, Grafiker & Fotograf – Die Summe der Bücher.

Alexej Gerassimez • Perkussionist & Artist in Residence am Staatstheater Augsburg – Schlag auf Schlag: von Stefan Zweig bis Dune


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