Politisches Forderungspapier (Download-Link im Artikel): Zur anstehenden Bundestagswahl fordert der Deutsche Bibliotheksverband die Politik auf, die Potentiale von Bibliotheken als soziopolitische Akteure stärker in den Blick zu nehmen und zu wahren.
Zur anstehenden Bundestagswahl am 23. Februar 2025 fordert der Deutsche Bibliotheksverband (dbv) die Politik auf, die Potentiale von Bibliotheken als gesellschaftspolitische Akteure stärker in den Blick zu nehmen und zu fördern. Der dbv verweist darauf, dass sich Bibliotheken sich in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend verändert haben: Mit ihren zahlreichen Angeboten und Services seien sie zu dynamischen Wissenszentren, zu Orten der digitalen Teilhabe und des lebensbegleitenden Lernens geworden.
Tatsächlich: In keiner anderen Bildungs- oder Kultureinrichtung begegnen sich jeden Tag so viele Menschen aller Generationen und Milieus wie in Bibliotheken: Allein 2023 zählten sie 166 Millionen Besuche. Doch als gesellschaftspolitischer Akteur werden Bibliotheken von der Politik bislang übersehen, so der dbv in einer Pressemitteilung im Vorfeld der kommenden Bundestagswahlen 2025. Zur anstehenden Bundestagwahl fordert der dbv die Bundespolitik auf, das enorme Potential der über 8.000 Bibliotheken in Deutschland stärker in den Blick zu nehmen und zu fördern.
Dazu dbv-Bundesvorsitzender Volker Heller: »Öffentliche und wissenschaftlichen Bibliotheken sind die meistbesuchten Kultureinrichtungen in Deutschland. Dieses enorme gesellschaftspolitische Potential von Bibliotheken als Magnete lebendiger Stadtzentren und Begegnungsorte im ländlichen Raum muss von der Bundespolitik erkannt und gezielter gefördert werden. In der neuen Legislatur muss die Bundespolitik daher Bibliotheken entschlossener stärken: Bei Strategien gegen Einsamkeit, zur Bekämpfung von Desinformation, bei Maßnahmen zur Belebung von Innenstädten und im Bereich der Demokratieförderung. Die Herausforderungen, vor denen wir stehen, sind zu
ernst, als dass wir uns Lückenhaftigkeit und brachliegende Potentiale leisten können.«
Anlässlich der Bundestagswahl am 23. Februar hat der dbv ein politisches Forderungspapier sowie Wahlprüfsteine veröffentlicht, die ► hier heruntergeladen werden können.
Der Deutsche Bibliotheksverband vertritt mit seinen mehr als 2.000 Mitgliedern bundesweit über 8.000 Bibliotheken mit 25.000 Beschäftigten. Sein zentrales Anliegen ist es, Bibliotheken zu stärken, damit sie allen Bürgerinnen freien Zugang zu Informationen ermöglichen. Der Verband setzt sich ein für die Entwicklung innovativer Bibliotheksleistungen für Wissenschaft und Gesellschaft. Als politische Interessensvertretung unterstützt der dbv die Bibliotheken insbesondere auf den Feldern Informationskompetenz und Medienbildung, Leseförderung und bei der Ermöglichung kultureller und gesellschaftlicher Teilhabe für alle Bürger. ⟴ pm • auxlit
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