Geplant seien auch Sprachtests vor Einschulung: Ministerpräsident Dr. Markus Söder verkündet die Maßnahmen bei Besuch einer Grundschule zusammen mit Kultusministerin Anna Stolz. »FiLBY«-Lesetraining und Bayerisches Lesescreening ab dem Schuljahr 2024/2025.
Der Freistaat Bayern nennt Leseförderung ein zentrales Kernelement zur Stärkung der Basiskompetenzen der bayerischen Schülerinnen und Schüler. Im Rahmen der sogenannten PISA-Offensive führt Bayern dazu ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Leseförderung zunächst an den Grundschulen ein. Dabei entscheide jede Grundschule eigenverantwortlich, welches nachweislich wirksame Lese-Trainingsprogramm sie umsetzt, um neben der Lesekompetenz auch die Lesemotivation gezielt zu steigern.
Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Kultusministerin Anna Stolz besuchten hierfür eine zweite Klasse an der Thusneldaschule in Nürnberg. Im Zentrum des Besuchs stand die Umsetzung des Lesetrainings Fachintegrierte Leseförderung Bayern (FiLBY). Das Programm steht für eine nachhaltige, wirksame und systematische Leseförderung. Vor Ort trainieren die Schülerinnen und Schülern, die Leseflüssigkeit mit dem für FiLBY charakteristischen Dreiklang aus Leisem Mitlesen – Halblautem Mitlesen – Lautem Partnerlesen.
Kultusministerin Anna Stolz: »Mit FiLBY und dem Bayerischen Lesescreening, das wir den Grundschulen ergänzend ab dem Schuljahr 2024/2025 zur Verfügung stellen werden, setzen wir gezielt auf die nachhaltige Steigerung der Lesekompetenz unserer Schülerinnen und Schüler«. Stolz spricht von einer Maßnahme, die allen Kindern »beste Vorraussetzungen« für eine erfolgreiche Bildungsbiografie gebe.
Ministerpräsident Dr. Markus Söder sagt: »Mehr Deutsch in Bayerns Grundschulen! Damit Kinder besser lesen können, gibt es ab nächstem Schuljahr eine Stunde mehr Deutschunterricht in allen Jahrgangsstufen der Grundschule. Durch gemeinsames Lesen und Zuhören wird die Lesekompetenz der Schülerinnen und Schüler gestärkt. Außerdem planen wir verbindliche Sprachtests vor der Einschulung.«
Initiative #lesen.bayern
Im Rahmen der sprachlichen Bildung ist der Erwerb von Lesekompetenz als zentrales schulart- und fächerübergreifendes Bildungs- und Erziehungsziel im Lehrplan festgeschrieben. Seit dem Schuljahr 2018/2019 läuft die Initiative #lesen.bayern, die die Leseförderung als Daueraufgabe aller Fächer und Lehrkräfte stärkt. Diese Initiative bietet vielfältige Materialien und Anregungen und will die Zusammenarbeit zwischen Elternhaus, Schule und gesellschaftlichen Initiativen rund um das Lesen fördern.
FiLBY wurde in Kooperation des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus und dem Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur an der Universität Regensburg für die Jahrgangsstufen 2 bis 4 konzipiert. Es beinhaltet eine gezielte und systematische Leseförderung auf der Basis von Sachtexten, die auf den LehrplanPLUS Grundschule abgestimmt sind. Leseflüssigkeitstraining (Jgst. 2), Lesestrategietraining (Jgst. 3) und selbstreguliertes Lesen (Jgst. 4) bauen sukzessive aufeinander auf. FiLBY gehört zu den größten systematisch implementierten und wissenschaftlich überprüften Lesetrainings in Deutschland, von dem insbesondere leseschwache Kinder profitieren – unabhängig von ihrer sozioökonomischen Herkunft.
Lehrkräfte erhalten kostenfreie Materialien, gezielte Fortbildungsangebote und Unterstützung durch ein professionelles Netzwerk von lokalen und regionalen Lesebeauftragten. Weitere Informationen gibt es auf ► FiLBY – Fachintegrierte Leseförderung Bayern .
Künftige Entwicklungen
Derzeit wird das Bayerische Lesescreening (BYLES), ein digital adaptives Diagnoseverfahren zur regelmäßigen Erhebung der Lesekompetenz, in Kooperation mit der Universität Regensburg entwickelt. Ab dem Schuljahr 2024/2025 wird dieses Verfahren bereitgestellt, sodass Lehrkräfte und Kinder gleichermaßen eine Rückmeldung zum Erfolg des Lesetrainings erhalten. ⟴ pm · auxlit
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