Resolution auf der Mitgliederversammlung: einstimmig »entschiedene Abgrenzung von Hass und Intoleranz«. Das PEN-Zentrum Deutschland unterstreicht damit ihre Verpflichtung zu den in der Charta des PEN International formulierten Werten und Prinzipien.
Auf der Mitgliederversammlung des PEN-Zentrums Deutschland in der Patriotischen Gesellschaft in Hamburg haben die Mitglieder am 21. Juni 2024 eine Resolution verabschiedet, die die Unvereinbarkeit der Doppelmitgliedschaft im PEN und in der Partei Alternative für Deutschland (AfD) festlegt.
»Mit diesem Beschluss unterstreichen die Mitglieder des PEN-Zentrums einstimmig ihre Verpflichtung zu den in der Charta des PEN International formulierten Werten und Prinzipien«, sagt Michael Landgraf, Generalsekretär des deutschen PEN. Diese Werte stünden in direktem Widerspruch zu den Zielen und Vorstellungen der AfD.
Die Charta des PEN International verpflichtet die Mitglieder des PEN dazu, »jederzeit ihren ganzen Einfluss für das gute Einvernehmen und die gegenseitige Achtung der Nationen einzusetzen. Sie verpflichten sich, mit äußerster Kraft für die Bekämpfung jedweder Form von Hass und für das Ideal einer einigen Welt und einer in Frieden lebenden Menschheit zu wirken.«
Die AfD propagiere jedoch Ansichten und Ziele, die diesen Grundsätzen diametral entgegenstehen. Ihre politische Agenda ziele darauf ab, nationale und kulturelle Grenzen zu betonen und oft auch zu verschärfen. Dies widerspreche den Grundsätzen des PEN, die auf internationale Verständigung, gegenseitigen Respekt und den Kampf gegen Hass und Intoleranz abzielen.
»Mit dieser Resolution möchte PEN Deutschland die Öffentlichkeit davon in Kenntnis setzen, dass eine gleichzeitige Mitgliedschaft im PEN und in der AfD nicht vereinbar ist«, so PEN Deutschland in einer Pressemitteilung. »Der PEN begreift sich als Anwalt des freien Wortes, und es ist unerlässlich, dass seine Mitglieder diese Werte in jeder Hinsicht unterstützen und verteidigen.«

Auch Positionierung zum Existenzrecht Israels

Ebenso wurde auf der Mitgliederversammlung des PEN-Zentrums Deutschland eine Resolution verabschiedet, in der sich die Autorinnen und Autoren beruhend auf der Charta des PEN International klar gegen jede Form des Antisemitismus aussprechen und zum Existenzrecht Israels bekennen. »Der brutale Überfall von Hamas-Terroristen am 7. Oktober 2023, das gezielte Töten von Zivilisten und das Verschleppen von über hundert Geiseln markiert eine Zäsur in der konfliktreichen Geschichte der Region«, teilt der PEN Deutschland mit.
Dieser Konflikt breite sich zunehmend auch in Deutschland aus, indem offener Antisemitismus in der Gesellschaft spürbar werde und Stimmen laut werden, die das Existenzrecht Israels infrage stellen. »Es ist nicht hinnehmbar, dass in unserem Land erneut Menschen jüdischen Glaubens und ihre Einrichtungen angegriffen werden. Jüdinnen und Juden müssen ihre Religion frei ausüben und in Sicherheit leben Sicherheit leben können«, so Astrid Vehstedt, Vizepräsidentin und Writers-in-Exile-Beauftragte des deutschen PEN. ⟴ pm · auxlit
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