Kortner – der Theatertitan anekdotisch

Reihe »Brecht und Konsorten«: Stefan Schön zeichnet im Brechthaus den Lebensweg des Theatergenies Fritz Kortner nach. Dabei liest Rezitator Schön auch aus Kortners Autobiographie »Aller Tage Abend«.

Am Sonntag, 9. Juni (11 Uhr), zeichnet Stefan Schön in der Lounge im Brechthaus den Lebensweg des Theatergenies Fritz Kortner nach. Fritz Kortner: »Aller Tage Abend« und »Kortner anekdotisch« lautet der Name der Veranstaltung. Die Bezeichnung eines Theatertitanen ist für Fritz Kortner nicht übertrieben. 1892 in Wien als Sohn jüdischer Eltern geboren, machte er sehr schnell als Schauspieler von sich reden, pflegte den expressionistischen Darstellungsstil, machte Karriere im damals schnelllebigen Berlin.

Seinen Durchbruch erlebte er 1919 in der Rolle des Heimkehrers im Ernst-Toller-Stück Die Wandlung. Es folgten rasch Erfolge im Film und auf der Bühne, er war Regisseur und Autor. Kortner emigrierte 1934, lernte in Amerika Feuchtwanger, Brecht und weitere Exilkünstler kennen und versuchte in Hollywood vergeblich, sich als Drehbuchautor durchzuschlagen.

Stefan Schön zeichnet den Lebensweg dieses kantig-wuchtigen Theatergenies nach, dessen
bissige Kommentare in den Theatern ebenso gefürchtet waren wie die Überlängen seiner
Schauspielabende. Schön rezitiert aus Kortners Autobiographie Aller Tage Abend und würzt die Vita mit Anekdoten – ein Beispiel: Gefragt, was er von einem Mitbestimmungsmodell im Theater halte, antwortete Kortner: »Das Mitsprache-Recht des Schauspielers ist – – – der TEXT!!!« pm · auxlit


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• Sonntag, 9. Juni | 11 Uhr | Brechthaus Augsburg, Auf dem Rain 7, 86152 Augsburg

Karten: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro – erhältlich im Brechthaus, Tel. 0821. 45 40 815.

Alle Veranstaltungen im Brechthaus Augsburg unter www.brechthaus-augsburg.de und im auxlitera-Veranstaltungskalender.


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DAS BUCH ZUR VERANSTALTUNG

Fritz Kortner
Aller Tage Abend.
Erinnerungen.
Alexander Verlag Berlin

Er war einer der letzten Riesen: Fritz Kortner. Liebend und zornig hat er das Theater gezüchtigt, es hat es ihm gedankt mit Leidenschaft und leidenschaftlichen Inszenierungen. Mit dem Schmerz, dem Widerspruch und dem Witz der Wahrhaftigkeit hinter den gipsernen Masken und dem schönen Schein des hohen Stils. Kortners Inszenierungen haben das deutsche Nachkriegstheater durchgerüttelt. Jetzt ist »Aller Tage Abend«, Kortners 1959 erschienene Autobiographie, wieder im Buchhandel. Eine brausende, eine fesselnde Lektüre, unermüdet aktuell.

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