Jüdisches Leben zwischen München und Tel Aviv

Dana von Suffrin, eine der ausdrucksstärksten jungen Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, zu Gast in Augsburg: Am Donnerstag, 6. Juni, liest sie aus ihrem aktuellen Roman »Nochmal von vorne«.

Dana von Suffrin gehört zu den derzeit ausdrucksstärksten jungen Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Auch zu gesellschaftpolitischen Themen wird die in München lebende promovierte Historikerin und Schriftstellerin immer wieder gefragt. In Augsburg liest sie am Donnerstag, 6. Juni (20 Uhr) im City Club aus ihrem aktuellen Roman Nochmal von vorne (Kiepenheuer & Witsch) 🛒 ► Anzeige. Mit ihm legt sie einen virtuosen Roman über modernes Leben zwischen München und Tel Aviv vor. Das anschließende Gespräch wird von Georg Tiroch, MA (Universität Augsburg) moderiert. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Graduiertenschule für Geistes- und Sozialwissenschaften der Universität Augsburg statt. pm · auxlit


DAS BUCH ZUR LESUNG

Dana von Suffrin
NOCHMAL VON VORNE
Kiepenheuer & Witsch

Was hält eine Familie zusammen, in der es nur Fliehkräfte zu geben scheint und alles darauf hinausläuft, dass etwas zu Bruch geht? Am Ende nur die eigene Geschichte. Dana von Suffrin hat einen virtuosen Roman über modernes jüdisches Leben zwischen München und Tel Aviv geschrieben.

Der Tod ihres Vaters und die Auflösung seiner Wohnung bringt für Rosa vieles in Bewegung, bei dem sie eigentlich froh war, dass es geruht hatte. Denn die Geschichte der Familie Jeruscher ist ein einziges Durcheinander aus Streitereien, versuchten oder gelungenen Fluchten, aus Sehnsüchten und enttäuschten Hoffnungen und dem vergeblichen Wunsch, irgendwo heimisch zu werden. Nun ist alles wieder da: die Erinnerungen an ihre irrwitzige Kindheit in den 90ern, an das Scheitern der Ehe der Eltern und die Verwandtschaft in Israel, aber auch ihre verschwundene ältere Schwester, mit der sie aus gutem Grund gebrochen hatte. 

Kraftvoll und mit großartigem schwarzen Humor erzählt Dana von Suffrin von einer deutsch-jüdischen Familie, in der ein ganzes Jahrhundert voller Gewalt und Vertreibung nachwirkt – und von zwei Schwestern, die sich entzweien und wieder versöhnen, weil es etwas gibt, das nur sie aneinander verstehen. Verlagstext

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LESEPROBE [book2look.com]


👱🏼‍♀️ DANA VON SUFFRIN

1985 in München geboren. Studium in München, Neapel und Jerusalem. 2017 Promotion mit einer Arbeit zur Rolle von Wissenschaft und Ideologie im frühen Zionismus. Ihr Romandebüt Otto wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Klaus-Michael-Kühne-Preis (2019), dem Ernst Hoferichter-Preis (2020) und dem Förderpreis des Friedrich-Hölderlin-Preises (2020). Sie lebt in München.


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