Das Hessische Landestheater Marburg präsentiert im Dillinger Stadtsaal das bekannte Antikriegsstück »Draußen vor der Tür«. Der 1947 uraufgeführte, moderne Klassiker von Wolfgang Borchert erinnert an die Verwundeten der Gegenwartskriege.
Ein Mann kehrt aus der Kriegsgefangenschaft zurück. Beckmann ist sein Name. Er kehrt zurück in der Hoffnung auf einen Neuanfang. Nach seiner Rückkehr begegnet er einem Menschen nach dem anderen. Er sieht viele Türen. Viele davon erkennt er wieder. Doch eine Tür nach der anderen schließt sich. Und am Ende muss er draußen vor den Türen bleiben. Das tiefe, kalte, dunkle Elbwasser fließt und wartet. Beckmann kehrt aus dem Krieg zurück, ohne Vorname und gequält von der Frage nach der Verantwortung. Die Grenzen zwischen Realität und Albtraum verschwimmen. Oder ist der Albtraum zur Realität geworden?
Das Hessische Landestheater Marburg bringt Wolfgang Borcherts modernen Klassiker Draussen vor der Tür nach Dillingen. Das Stück ist am Donnerstag, 18. Januar (20 Uhr) im Stadtsaal am Königsplatz zu erleben. Das von Borchert in nur acht Tagen geschriebene Drama wurde 1947 uraufgeführt, ist seitdem vielfach neu interpretiert worden und wurde als Antikriegsstück schlechthin beschrieben. Der Autor erlebte den Erfolg nicht mehr, da er einen Tag vor der Uraufführung starb.
Draussen vor der Tür schildert eine zeitlose Geschichte von Menschen, die aus den Kriegen zurückkehren, verwundet und in vielerlei Hinsicht vernarbt. Dies ist ein Karussell der Albträume, das sich immer weiterdreht. Das Karussell beschleunigt sich, und die Landschaften der Angst, der Hoffnung, des Realen und des Fiktiven vermischen sich. Die Elbe quasselt weiter.
Draussen vor der Tür ist für alle Menschen ab 14 Jahren, die weiter auf Frieden hoffen. Für alle, die nicht wegschauen wollen und den Versuch machen wollen, mit den Verwundeten der Gegenwart zusammenzuleben. ~ [pm/auxlit]
► 𝗧𝗜𝗖𝗞𝗘𝗧-𝗞𝗟𝗜𝗖𝗞 ◄ [reservix.de | Werbung]

Regie: Thomas Bockelmann
Ausstattung: Mayke Hegger
Musikalische Leitung: Christian Keul
Dramaturgie: Ia Tanskanen
Theaterpädagogik: Lotta Janßen
Regieassistenz: Florian Elias Ott
Inspizienz: Xenia Strauss
Soufflage: Silke Knauff
Hier 𝒂𝒖𝒙𝒍𝒊𝒕𝒆𝒓𝒂-Newsletter abonnieren:

Sie erhalten etwa je Woche 1 E-Mail mit einem Nachrichtenüberblick.
Sie können diese Benachrichtung jederzeit abbestellen.
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben oder für andere Zwecke verwendet. Unsere Datenschutz-Erklärung finden Sie ► hier.


