Band 6 der auf 14 Bände angelegten Ausgabe der Brecht’schen Notizbücher stellt »Der Untergang des Egoisten Johann Fatzer« in seinen Mittelpunkt.
Die auf 14 Bände angelegte Notizbuchausgabe (Suhrkamp) publiziert seit 2012 erstmals authentisch sämtliche Notiz- und Adressbücher Bertolt Brechts: Sie bildet alle beschriebenen Blätter ab und stellt ihnen ein genaue Transkription als Lesehilfe zur Seite. Ihr Stellenkommentar rekonstruiert Brechts Schreibprozess, die ► Elektronische Edition präsentiert im Web für das Verständnis wichtige Zusatzdokumente.
Im Zentrum vom jüngst erschienenen Band 6 steht Brechts Theaterstück Der Untergang des Egoisten Johann Fatzer. Bei kaum einem anderen Projekt gestaltete sich der Schreibprozess derart komplex. Alles geriet, eben erst entworfen, wieder in Bewegung: die Akteure (Kriegsheimkehrer oder Deserteure), Zeit und Kontext der Handlung (im oder nach dem Ersten Weltkrieg, Hoffen auf die Revolution oder krumme Geschäfte im Schwarzhandel), Poetologie (Handlungsdramatik, Lehrstück oder »Sex-Stück«).
Einige Motive sprangen in den Notizbüchern auf andere Projekte über und umgekehrt, so bei Brechts pornografischer Gedichtsammlung Augsburger Sonette oder seinem Aufruf für den Schriftsteller Henri Guilbeaux, der in Frankreich wegen seiner pazifistischen Haltung verurteilt worden war. Der neue Band rekonstruiert erstmals zuverlässig die fünfjährige Arbeit an Fatzer und dokumentiert dessen Schlüsselstellung für Brechts Entwicklung als Dramatiker. ~ [pm/auxlit]
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Bertolt Brecht. Notizbücher 21-23.
Band 6: 1927-29
Herausgegeben von Martin Kölbel und Peter Villwock. Mit Faksimiles
Broschur, 792 Seiten
Suhrkamp, Berlin 2023
Format: 18,6 x 28 cm
ISBN: 978-3-518-43102-3
Erscheinungsdatum: 30.10.2023
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