Ein Uni-Vortrag gibt Einblick in den Betrieb eines palästinischen Scriptoriums der Spätantike. Klassische Archäologie und Alte Geschichte werfen einen Blick auf eine Schreibstube in Caesarea, auf Realia und Bedingungen.
Am Dienstag, 18. Juli, referiert Prof. Dr. Martin Wallraff (LMU München) zum Thema Was weiß man über das Scriptorium von Caesarea? Der öffentliche wissenschaftliche Vortrag des Altertumswissenschaftlichen Kolloquiums, zu dem die Lehrstühle Klassische Archäologie (Prof. Dr. Natascha Sojc) und Alte Geschichte (Prof. Dr. Gregor Weber) einladen, findet um 18.15 Uhr an der Universität Augsburg im Hörsaal III, Gebäude C, statt.
Aus verschiedenen Indizien lassen sich Informationen über den Betrieb eines Scriptoriums in Caesarea gewinnen: das Profil, die Arbeitsweise, den Output. Über die Buchproduktion der Spätantike wird hauptsächlich über ihre – teils spektakulären – Resultate informiert. Der Vortrag bietet einen Einblick in die Realia eines bekannten Scriptoriums.
Caesarea in Palästina war in der Spätantike ein Zentrum christlicher Gelehrsamkeit. Dort wurde nicht nur studiert, gedacht und publiziert, sondern es wurden auch Bücher gesammelt, abgeschrieben und verbreitet. Diese Tradition ist besonders mit den großen Namen Origenes, Pamphilos und Euseb verbunden.
Als Skriptorium (lat. scriptorium) bezeichnet man die seit der Spätantike entstehenden, meist in Klöstern befindlichen Schreibstuben, in denen sakrale und teilweise auch profane Texte handschriftlich dupliziert werden.
🎓 Prof. Dr. MARTIN WALLRAFF
Inhaber des Lehrstuhls für Ältere Kirchengeschichte an der Ludwig-Maximilians Universität München. Seit 2014 Principal Investigator im Forschungsprojekt Paratexts of the Bible. Analysis and Edition of the Greek Textual Transmission (ERC Advanced Grant).
► www.kg1.evtheol.uni-muenchen.de
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