Irmtraud Morgners »Amanda: Ein Hexenroman« (1983) steht im Mittelpunkt der letzten Ringvorlesung in der Reihe »Große Werke der Literatur XVII« der Uni Augsburg. Susanna Layh referiert in der Stadtbücherei Augsburg.
Susanna Layh spricht am Mittwoch, 19. Juli, über Irmtraud Morgners Roman Amanda: Ein Hexenroman (btb-Verlag, 1986). Der Vortrag findet um 18.30 Uhr in der Stadtbücherei Augsburg statt. Eine Teilnahme per Zoom ist möglich, um rechtzeitige Anmeldung wird gebeten unter E-Mail ► sekretariat.amerikanistik@philhist.uni-augsburg.de.
In dem vielschichtigen, multiperspektivischen Roman der DDR-Autorin mischt sich realistische Alltagsdarstellung mit Wunderbarem, Phantastischem und Utopisch-Dystopischem. Hexen, Teufel, Fabelwesen tummeln sich Anfang der 1980er Jahre in Ost-Berlin. Historische und mythologische Frauenfiguren werden als gesellschaftskritische Kommentatorinnen in Sirenengestalt zu neuem literarischen Leben erweckt. Am Pranger steht das Ungleichgewicht der Geschlechter in der zeitgenössischen DDR wie das präapokalyptisch anmutende Weltgeschehen.
Die Sirenen berichten über Kriege, Armut und Ausbeutung. Sie warnen vor der drohenden Selbstzerstörung der Menschheit und einer Vernichtung des Planeten durch einen atomaren Krieg oder potenzielle ökologische Katastrophen. Irmtraud Morgners Amanda: Ein Hexenroman kann damit als ein zeitdiagnostisches dystopisches Erzählexperiment wie als metafiktionales Gedankenspiel über die Wirkmacht der Literatur gelesen werden.
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🎓 SUSANNA LAYH ist als ► Akademische Rätin wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Vergleichende Literaturwissenschaft / Europäische Literaturen der Universität Augsburg. Seit Juli 2018 ist sie ► Committee member of the Utopian Studies Society-Europe. Im Oktober 2011 promovierte sie an der Universität Augsburg mit ihrer Dissertationsschrift: »Angesichts der Hölle die Zunge rausstrecken …« – Die düstere Kehrseite der Utopie und ihre literarischen Variationen«.
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