Hollbau im Annahof AUGSBURG

Im Annahof | 86150 Augsburg

Veranstaltungen an diesem Ort

Oktober

Die11Okt19:0020:30Die Kunst des unglücklichen Bewusstseins – Franz Grillparzer als moderner AutorDozent: Prof. Dr. Mathias Mayer19:00 - 20:30 Hollbau im Annahof AUGSBURGKategorie:WISSEN | VORTRAG | FÜHRUNG

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Vortrag und Aussprache. Dozent: Prof. Dr. Mathias Mayer. Ein Klassiker als Opfer eines Paradoxons: Dass sich Franz Grillparzer (1791-1872) immer wieder selbst als überlebt wahrgenommen hat, macht ihn heute lesenswert. Hier ist ein Schriftsteller am Werk, der seine Begabung immer wieder anzweifelt und diese Unsicherheit doch in frappierende Figuren und Texte umsetzen kann. Seine Tagebücher, seine Autobiographie und sein Geschichtspessimismus (besonders in „Ein Bruderzwist in Habsburg“) zeigen einen reichhaltigen und sympathischen Dichter des unglücklichen Bewusstseins.

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Fr14Okt19:0020:00Angela Eßer: Kurz & bündigKrimi-Kurzgeschichten mit grotesken Situationen und überraschenden Wendungen19:00 - 20:00 Hollbau im Annahof AUGSBURGKategorie:LESUNG

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Angela Eßer (Bild, Foto: Sarah Koska) wurde in Krefeld geboren und studierte Theaterwissenschaft in München. Sie ist Autorin von Kurzkrimis, Herausgeberin von Krimi-Anthologien, veranstaltet Krimi-Kochkurse, betreut Krimifestivals, ist Initiatorin von „Bloody Cover“ und war langjährige Sprecherin des SYNDIKATs, der Autorenvereinigung deutschsprachiger Kriminalliteratur. 2021 wurde sie für ihre Verdienste um den deutschsprachigen Krimi vom SYNDIKAT mit dem „Friedrich-Glauser-Ehrenpreis“ ausgezeichnet.

Was ist der Mensch? Diese Frage schwingt auch in der Kriminalliteratur mit. Was bringt Menschen dazu, Verbrechen zu begehen? Was macht die Kriminalkommissarin zur Identifikationsfigur? An welchen Orten, Milieus oder Netzwerken spielt die Handlung? Welche Methoden führen zur Aufklärung? So werden anhand der Romanfiguren, aber auch bei den Leserinnen und Lesern Grundfragen unserer Existenz berührt: Weichenstellungen im Leben, die biographischen Entwicklungen mit all ihren Brüchen und Potentialen, Verstrickung und Schuld, die Suche nach Gerechtigkeit, Werte und Haltungen. Die Autorin präsentiert eigene Krimi-Kurzgeschichten und stellt sich dem Gespräch mit dem Publikum.
Foto: Sarah Koska

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Die18Okt19:0021:00Manfred Paulus: »Menschenhandel und Sexsklaverei«Begleitprogramm zu »gesichtslos – Frauen in der Prostitution«19:00 - 21:00 Hollbau im Annahof AUGSBURGKategorie:DISKUSSION | TALK,EINTRITT FREI,LESUNG,SACHBUCH | ESSAYISTIK

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Lesung und Austausch. Manfred Paulus, Erster Kriminalhauptkommissar und Leiter des Dezernats zur Bekämpfung von Sexualdelikten/Rotlichtkriminalität in Ulm a.D., engagiert sich seit Jahrzehnten im Kampf gegen die organisierte Kriminalität im Rotlichtmilieu. Hierfür hält er Vorträge, reist für Präventionsarbeit nach Osteuropa und ist als Autor tätig.

Manfred Paulus präsentiert seine beiden aktuellen Werke. Das Buch „Menschenhandel und Sexsklaverei“ beleuchtet die Situation in den Rekrutierungsländern der „Ware Frau“ sowie die Anwerbungs-, Schleusungs- und Ausbeutungsmethoden mit dem Schwerpunkt Deutschland. Dabei wird in erschreckender Weise klar, wie sehr Deutschland als Zielland – und mit seiner Gesetzgebung – an dieser (organisierten) Kriminalität beteiligt ist. Das Buch „Zuhälterei gestern und heute“ beinhaltet einen Rückblick in die Geschichte der Zuhälterei seit vorchristlichen Zeiten. Am Beispiel mehrerer deutscher, österreichischer und Schweizer Großstädte führt es in die Gegenwart und damit hin zur organisierten (Clan-)Kriminalität, die das Geschehen heute in weiten Teilen beherrscht. Der Referent gibt damit einen spannenden Einblick in ein gigantisches deutsches Dunkelfeld.
Eintritt frei.

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Veranstalter

Evangelisches Forum AnnahofTel.: 0821/450 17-1200 Im Annahof 4 | 86150 Augsburg

November

Mit02Nov19:0020:30Clara Lindemann: »Der Schwarze Winter«Eine immer aktuelle Geschichte über Neuanfänge und Verlust, über Ängste und Menschlichkeit.19:00 - 20:30 Hollbau im Annahof AUGSBURGKategorie:LESUNG

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Lesung und Austausch mit der Autorin Clara Lindemann (Bild, Foto: Astrid Purkert). Die eisige Kälte hat ganz Deutschland im Griff, und Silke Bensdorf und ihre Schwester Rosemarie müssen von dem Bauernhof fliehen, auf dem sie untergebracht waren. Die beiden jungen Frauen schlagen sich bis nach Hamburg durch, in der Hoffnung, dort Arbeit zu finden. Aber die Stadt liegt in Trümmern, und die Briten haben einen Zuzugsstopp verhängt – an eine Unterkunft und Essensmarken kommen sie nur noch über den Schwarzmarkt. Schnell begreifen sie – auch hier ist das Leben rau, jeder sich selbst der Nächste. Sie schaffen es kaum, genug Lebensmittel aufzutreiben, um nicht zu verhungern. Bis die Schwestern zunehmend Erfolg im Schwarzmarkthandel haben, und Silke sogar eine Bar für britische Soldaten eröffnet. Der fragile Erfolg droht jedoch zu kippen, als die Schwestern auf Händler treffen, denen die Frauen in ihrem Geschäft ein Dorn im Auge sind …

Clara Lindemann wurde 1967 in München geboren. Die Geschichten von Diktatur und Verfolgung und Krieg, von Zwangsarbeitern, Bomben und Städten in Ruinen, die sie als Kind erzählt bekam, prägten sie fürs Leben. Mit 20 verließ sie Deutschland, um im Ausland zu studieren und zu leben, überzeugt, der beste Schutz vor Nationalismus sei das tiefe Verständnis anderer Länder und Kulturen. Inzwischen lebt sie wieder in Deutschland und engagiert sich für Gleichberechtigung und Diversität, wenn sie nicht gerade an einem Roman arbeitet. Sie lebt mit ihrer Familie in München.
Foto: Astrid Purkert

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